10. November 2019 / 22:15 Uhr

Pal Dardai, Tayfun Korkut & Co: Das sind die Kandidaten für den Trainer-Job beim 1. FC Köln

Pal Dardai, Tayfun Korkut & Co: Das sind die Kandidaten für den Trainer-Job beim 1. FC Köln

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tayfun Korkut und Pal Dardai gelten als Kandidaten auf den Trainer-Job beim 1. FC Köln.
Tayfun Korkut und Pal Dardai gelten als Kandidaten auf den Trainer-Job beim 1. FC Köln. © dpa
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Nach dem Aus von Armin Veh als Geschäftsführer und Achim Beierlorzer als Trainer beginnt beim FC Köln die Suche nach einem neuen Sportvorstand und einem neuen Trainer. Wie geht es weiter? Der erste Trainer-Kandidat hat bereits abgesagt.

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Pünktlich zum Beginn der Karnevalssession am „Elften im Elften“ geht es beim 1. FC Köln hoch her. Nach der Trennung von Trainer Achim Beierlorzer und dem Abschied von Sportchef Armin Veh steht der rheinische Bundesligist vor dem nächsten Neuanfang - und vor einer äußerst schwierigen Suche nach geeignetem Führungspersonal. Am Montag, wenn ganz Köln um 11.11 Uhr „Alaaf“ brüllt, werden zunächst die bisherigen Assistenten André Pawlak und Manfred Schmidt das FC-Training leiten. Und dann?

„Die Prozesse laufen parallel. Eine Idealvorstellung ist sicher, dass man erst einen Sportvorstand einstellt, der dann in die Trainersuche eingebunden ist“, sagte der kommissarische Veh-Nachfolger Frank Aehlig. Man sei aber bei der Suche noch ganz am Anfang. „Wir müssen uns am Markt, der Verfügbarkeit und der Bereitschaft orientieren.“ Bruno Labbadia hat schon abgewinkt.

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Am Freitagabend kurz nach dem 1:2 gegen Hoffenheim hatte der FC zunächst die Trennung von Veh verkündet. Dass der Tabellen-Vorletzte tags darauf Trainer Beierlorzer den Stuhl vor die Tür setzte, war keine Überraschung mehr. Die Pokal-Blamage in Saarbrücken, die Derby-Niederlage in Düsseldorf und der bittere Last-Minute-Knockout gegen Hoffenheim hatten den Club zum Radikalschnitt veranlasst. „Ich bedauere es, dass wir uns zu diesem Schritt gezwungen sehen. Jedoch ist der erhoffte sportliche Erfolg bisher ausgeblieben und es ist unsere Aufgabe, alles dafür zu tun, dass der FC seine Ziele erreicht“, sagte Aehlig am Samstag.

Erst ein Sportdirektor, dann der Trainer

Noch am selben Tag fing er sich die erste Absage ein. „Wir haben bei Bruno angefragt, ob er für ein Gespräch zur Verfügung steht. Er hat abgelehnt. Ich hätte mir das gut vorstellen können“, sagte Aehlig. Auch die Spur zu Roger Schmidt, der zuletzt den chinesischen Erstligisten Beijing Guoan trainierte, scheint kalt. Aehlig sagte am Montag dazu: "Es werden jetzt viele Namen gespielt. Man muss realistisch damit umgehen. Der Markt ist nicht riesengroß und unüberschaubar." Der Plan der Kölner sei es, dass der neue Trainer in der kommenden Woche die Vorbereitung auf das Spiel gegen Leipzig übernimmt. "Die Länderspielpause gibt uns glücklicherweise ein paar Tage mehr Zeit dafür", so Aehlig.

Erst einmal geht es aber wohl um einen Sportdirektor. Da ist Geschäftsführer Alexander Wehrle zuversichtlich. „Wer glaubt, hier wolle keiner hin, der verkennt die Wucht, die Strahlkraft, die dieser Klub weiterhin hat“, sagte Wehrle dem „Express“ und fügte hinzu: „Der Vorstand sucht den Geschäftsführer aus. Sie haben eine Liste von Kandidaten.“

Geschäftsführer Wehrle: "Chaos herrscht hier sicher nicht"

Der Club sei absolut handlungsfähig. „Chaos herrscht hier sicher nicht“, betont Wehrle. „Der Sportchef und der Trainer, das sind zwei Schlüsselpositionen. Die müssen wir gut besetzen. Das ist ein Neubeginn und dem wohnt immer auch eine Chance inne.“ Klar ist, dass der neue Trainer Erfahrung im Abstiegskampf mitbringen muss. So nannte der „Express“ am Sonntag Tayfun Korkut, der bis 2018 beim VfB Stuttgart arbeitete, als einen möglichen Kandidaten. Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ ist der Ex-Berliner Pal Dardai der Top-Favorit auf den Job. Bisher ist alles Spekulation. Aehlig sucht jemanden, der „mit unserem Team einen Neustart und die sportliche Wende schafft“.

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Am Freitag und Samstag hatten sich alle Beteiligten intensiv beraten. Auch Kapitän Jonas Hector war stellvertretend für das Team zur Trainer-Frage angehört worden. Vorstand, Geschäftsführung und die zuständigen Gremien trafen danach die Entscheidung gegen Beierlorzer. Der Coach sagte in einer Vereinsmitteilung: „Ich bedauere, dass ich den FC in diesen vier Monaten nicht zum gewünschten sportlichen Erfolg führen konnte.“ Veh hatte bereits Ende Oktober seinen Abschied zum Saisonende verkündet. Die tiefe Kölner Krise beschleunigte seinen Abgang. „In unserer derzeitigen Situation, in der der 1. FC Köln wichtige Entscheidungen auch für die Zukunft treffen muss, ist es aus meiner Sicht konsequent, dass wir die Zusammenarbeit kurzfristig beenden“, erklärte Veh zur schon vor der Partie gegen Hoffenheim beschlossenen Trennung, die erst danach verkündet worden war.

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