09. Oktober 2019 / 13:07 Uhr

"Feuer frei - wir kommen!": FC Neuwarmbüchen gelingt erstmals Einzug ins Viertelfinale

"Feuer frei - wir kommen!": FC Neuwarmbüchen gelingt erstmals Einzug ins Viertelfinale

Katharina Weykopf
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Neuwarmbüchens Steffen Horns (Nr. 3) im Zweikampf
Neuwarmbüchens Steffen Horns (Nr. 3) im Zweikampf © Katharina Weykopf
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Eigentlicht sollte das Spiel zwischen der SV Ahlem und dem FC Neuwarmbüchen in Ahlem stattfinden, doch gab es ein Flutlichtproblem. So hatte Neuwarmbüchen den Heimvorteil, nutzte ihn und zog zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins Viertelfinale des Kreispokals ein.

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Kurz vor 19 Uhr färbte sich der Himmel über dem frisch gemähten, grünen Rasen in Neuwarmbüchen rot. Wer genau hinsah, erkannte große Kreise auf dem Rasen. Platzwart Heiko Zirbes gestand, dass er am Vorabend um 22 Uhr extra für das Kreispokal-Spiel den Rasen gemäht hatte. Denn Neuwarmbüchen hatte da erst erfahren, dass das Spiel in Ahlem nicht stattfinden könne, wie Neuwarmbüchens Trainer Sebastian Marx berichtete: "Das war eine kurzfristige Entscheidung, weil das Flutlicht dort nicht funktioniert hat."

Über das unverhoffte Heimspiel freute sich die Mannschaft natürlich: "Das war supergeil für uns, weil auf unserem Platz kann man Fußball spielen und dort nicht."

Flutlicht funktioniert - Ballannahmen nicht

Pünktlich um 19 Uhr wurde das Viertrunden-Spiel zwischen dem FC Neuwarmbüchen und der SV Ahlem angepfiffen. Das Flutlicht erhellte den Platz und erste Fledermäuse gaben sich über dem Platz zu erkennen.

Das Spiel begann träge, unkontrollierte Pässe wurden auf beiden Seiten gespielt, die Ballannahmen klappten nicht und die Fehlpassquote war hoch. Neuwarmbüchen wirkte hektisch, versuchte oft, sich mit langen Pässen in die Spitze Chancen rauszuspielen. Doch auch nach 15 Minuten gab es keine Torchance zu verzeichnen. Es wirkte wie ein Warmwerden der Mannschaften.

"Schieben, schieben", forderte Marx von der Seitenlinie. Mit zunehmender Dauer wurde es unruhiger auf dem Feld. Von außerhalb des Platzes wurde es lauter, denn auch nach einer halben Stunde war auf beiden Seiten keine Anzeichen von Gefahr zu erkennen - eine ausgeglichene erste halbe Stunde. Nach 40 Minuten konnten die Gastgeber dann aber doch die erste nennenswerte Torchance durch Martin Wüppen verzeichnen, die nur knapp übers Tor ging.

Bilder zum Kreispokal-Spiel zwischen der SV Ahlem und dem FC Neuwarmbüchen

Neuwarmbüchens Rasen vor dem Kreispokal Spiel Zur Galerie
Neuwarmbüchens Rasen vor dem Kreispokal Spiel ©
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Mit einem 0:0 ging es in die Pause. Ungefährliche Standards, keine großen Torchancen und ungenaue Pässe auf beiden Seiten. "Die erste Halbzeit haben wir absolut nicht so gespielt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Da haben wir körperlos gespielt. Die Passquote war miserabel, Ballannahmen haben überhaupt nicht funktioniert - wir sind nicht in das Spiel gekommen", konstatierte Marx.

Zweite Hälfte gehört Neuwarmbüchen

Die zweite Halbzeit begann ereignisreicher als die gesamte erste. Marx hatte Umstellungen im Sturm vorgenommen und Neuwarmbüchen konnte zwei Minuten nach Wiederanpfiff die erste gute Möglichkeit verzeichnen. Die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten gehörte Neuwarmbüchen - und so war es nur eine Frage der Zeit, bis das erste Tor fiel. In der 57. Minute war es dann soweit: Benedikt Labove erzielte das 1:0 für den FC Neuwarmbüchen. Die Freude über das Tor war so groß, dass er bei seinem Ronaldo-Jubel an der Eckfahne umfiel.

Die Torchancen häuften sich, auch Ahlem wurde durch Ecken gefährlicher, doch ihre Torschüsse landeten direkt in den Armen des Torwarts. Nach dem ersten Tor spielte Neuwarmbüchen selbstsicherer, in der 81. Minute legte Dominik Jung nach. Sieben Minuten später schoss er sich mit dem 3:0 zum Matchwinner.

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"Das gab's noch nie. Das ist ein absoluter Rekord."

Pünktlich ertönte der Schlusspfiff und Neuwarmbüchen gelang mit dem 3:0 der Sprung ins Viertelfinale. "Das gab's noch nie. Das ist ein absoluter Rekord, das wollten wir unbedingt erreichen und das haben wir in der Halbzeit alle nochmal besprochen. Wir sind überglücklich", freute sich Marx nach dem Sieg. Bisher war der FCN immer in der ersten oder zweiten Runde ausgeschieden.

Matchwinner Jung und Trainer Marx waren sich einig, dass in der zweiten Halbzeit eine Leistungssteigerung von 100 Prozent zu sehen war und man verdient gewonnen hat. Auch Kapitän Marvin Rinne war überglücklich: "Saugeil - verdient gewonnen." Und der nächste Gegner sollte sich auf jeden Fall schon einmal warm anziehen, wenn es nach Rinne geht: "Feuer frei - wir kommen!"

Gegen wen es im Viertelfinale nächstes Jahr im April geht, entscheidet sich am 1. Dezember in dem Spiel SV Uetze 08 gegen DJK Sparta Langenhagen.

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