11. Oktober 2020 / 14:50 Uhr

FC Schalke 04 arbeitet an Ausgliederungskonzept - Vorstand Jobst: "Veränderung ist unumgänglich"

FC Schalke 04 arbeitet an Ausgliederungskonzept - Vorstand Jobst: "Veränderung ist unumgänglich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Jobst spricht über die Zukunftspläne des FC Schalke 04.
Alexander Jobst spricht über die Zukunftspläne des FC Schalke 04. © imago images / RHR-Foto
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Die Zukunftspläne des FC Schalke 04 sehen ein Ausgliederungskonzept vor. Vorstandsmitglied Alexander Jobst bestätigte gegenüber dem "Kicker" entsprechende Gespräche, die dem durch die Corona-Krise hart getroffenen Bundesligisten helfen sollen.

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Der FC Schalke 04 treibt die Pläne zur Ausgliederung der Profiabteilung voran. Der Vorstand des Klubs, dessen kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auf mehr als 200 Millionen Euro angewachsen sind, arbeitet derzeit an einem Konzept. Dies berichtet der Kicker in seiner Montagsausgabe. "Entweder wir verabschieden uns von unseren langfristigen sportlichen Zielen - dann können wir weitermachen wie bisher. Oder aber wir wollen auch in Zukunft ein ambitionierter Verein sein, dann müssen wir uns mit einer Strukturveränderung beschäftigen", sagte Vorstandsmitglied Alexander Jobst dem Fachmagazin.

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"Wir arbeiten derzeit an einem Konzept, um dem FC Schalke 04 eine Struktur zu geben, die zum einen zu 104 Prozent zu unserem Verein passt, es uns zum anderen aber ermöglicht, langfristig wieder höhere Ziele in Angriff zu nehmen", sagte Jobst, der auch einen Austausch mit den Mitgliedern zu diesem Thema ankündigte. Trotz aller Kritik aus Fankreisen glaubt Jobst, dass "eine Mehrzahl der Mitglieder bereit ist, darüber zu diskutieren. Die Corona-Pandemie hat diese Bereitschaft nach meinem Gefühl zusätzlich erhöht." Es sei vielen Fans deutlich geworden, dass eine Veränderung unumgänglich ist, meinte Jobst.

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Vielen Fans ist der Status des Klubs als eingetragener Verein (e. V.) sehr wichtig. Allerdings wird der Einstieg möglicher Investoren sowie die Bildung von finanziellen Rücklagen dadurch erschwert.

Konzept des FC Bayern für Schalke unpassend

Nun geht es laut Jobst um ein speziell auf Schalke zugeschnittenes Modell. "Ein klassisches Ausgliederungsmodell wie etwa beim FC Bayern ist bei uns nicht zu realisieren, weil es einfach nicht zu Schalke 04 passt", sagte Schalkes Vorstand für Marketing, Vertrieb und Organisation. Die Bayern haben 2001 ihre Profi-Abteilung in eine AG ausgegliedert. Haupt-Anteilseigner daran ist immer noch der eingetragene Vereine der Münchner, der 75 Prozent daran hält. Seit der Gründung sind drei Investoren mit jeweils 8,33 Prozent an der AG beteiligt: Adidas, Allianz und Audi.