25. Januar 2020 / 18:56 Uhr

Nübel trotz Schubert-Patzer gegen Bayern auf die Bank? Tönnies: "Das ist die Erwartung der Fans"

Nübel trotz Schubert-Patzer gegen Bayern auf die Bank? Tönnies: "Das ist die Erwartung der Fans"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zweikampf im Tor: Clemens Tönnies würde es begrüßen, wenn Markus Schubert weiterhin den Vorzug vor Alexander Nübel bekommt. 
Zweikampf im Tor: Clemens Tönnies würde es begrüßen, wenn Markus Schubert weiterhin den Vorzug vor Alexander Nübel bekommt.  © imago images/RHR-Foto
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Wenn die Rot-Sperre von Alexander Nübel in der nächsten Woche abläuft, stellt sich die Frage, wer im kommenden Spiel im Tor von Schalke 04 steht. Laut Trainer David Wagner gibt es darauf noch keine Antwort. Doch wenn es nach Klub-Boss Tönnies und den Fans geht, sollte Nübel nicht automatisch zurückkehren. 

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Schalke-Trainer David Wagner hat vor dem Spiel gegen den FC Bayern deutlich gemacht, dass er sich bei der Entscheidung, wer am nächsten Spieltag im Tor der Gelsenkirchener stehen wird, noch nicht festgelegt hat. Am 20. Spieltag läuft die Vier-Spiele-Sperre nach einem Kungfu-Foul von Alexander Nübel ab - in der Hinrunde war er Schalker Stammkeeper und Kapitän gewesen. Durch seinen inzwischen verkündeten Wechsel zum FC Bayern hatte er die Binde abgegeben. Nimmt ihm Wagner nun auch den Platz im Tor? Glaubt man den Worten von Schalke-Boss Clemens Tönnies, würden sich zumindest die Fans wünschen, dass Nübel auf die Bank muss.

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Sportlich wurde er während seiner Sperre durch Markus Schubert vertreten, der auch in München zwischen den Pfosten stand. "Wir wissen, was er kann. Es ist für ihn ein spannendes Spiel, in dem er sich auszeichnen wird", meinte Wagner und stellte sich hinter den 21-Jährigen. Dass der Keeper der U21-Nationalmannschaft damit auch weiterhin den Platz im Tor einnehmen werde, bedeute das jedoch nicht. "Nein, auf keinen Fall", so Schalkes Coach, "es sind noch sechs Trainingstage bis zum nächsten Spiel. Wir konzentrieren uns erst mal auf das Bayern-Spiel." Und da sah Schubert bereits nach sechs Minuten ganz schlecht aus. Nach einer Müller-Flanke verschätzte er sich, kam nicht an den Ball, Lewandowski hatte leichtes Spiel, die Münchner Führung zu erzielen.

Tönnies wiederum sah das gesamte Thema vor Anpfiff noch anders, auch wenn er sich in die sportlichen Belange des Trainers nicht einmischen möchte. "Ich finde, dass es Markus sehr gut macht. Man würde ihm nicht gerecht, wenn er Topleistungen bringt, dass man das dann verändert." Und weiter: "Ich glaube, das ist auch die Erwartung der Fans."

Tönnies: Ist nicht so, "dass wir Nübel alle hassen"

Andererseits wolle Tönnies nicht den Eindruck vermitteln, "dass wir Nübel alle miteinander hassen. Er ist ein Teil dieser Mannschaft, und ich stelle mich vor ihn. Das gebietet die Fairness - und so müssen wir auch miteinander umgehen." Auch Sky-Experte Lothar Matthäus pflichtete dem Schalke-Boss in der Ansicht bei, Schubert bei einer guten Leistung gegen Bayern, den Stammplatz nicht zu entziehen. "Dann würde ich nicht die Notwendigkeit sehen", so der Rekord-Nationalspieler. "Aber es ist natürlich schön, zwei so gute Torhüter zu haben."

Diese Spieler waren seit 1980 für den FC Bayern und Schalke aktiv

Manuel Neuer und Leon Goretzka spielten sowohl für Schalke 04, als auch für den FC Bayern. Wer während seiner Karriere noch bei beiden Klubs unter Vertrag stand, erfahrt Ihr hier. Zur Galerie
Manuel Neuer und Leon Goretzka spielten sowohl für Schalke 04, als auch für den FC Bayern. Wer während seiner Karriere noch bei beiden Klubs unter Vertrag stand, erfahrt Ihr hier. ©

Auch Frank Rost, Torhüter-Legende der Königsblauen, hatte zuletzt erklärt, dass Schubert Chancen hat, den im Sommer zu den Bayern wechselnden Nübel sofort dauerhaft als Nummer eins abzulösen. Im Interview mit Sky äußerte Rost im Hinblick auf Nübels nahenden Transfer und den vermeintlichen Kronprinz-Status von Schubert: "Wenn man sich für einen anderen Verein entscheidet, muss man mit den entsprechenden Konsequenzen leben. Die kann auch lauten, dass Schalke vielleicht sagt: 'Mit dem planen wir, der spielt weiter'."

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