01. Juli 2020 / 12:10 Uhr

Schalke-Vorstand kündigt Konsequenzen an: Europa kein Ziel, Kürzungen beim Personaletat

Schalke-Vorstand kündigt Konsequenzen an: Europa kein Ziel, Kürzungen beim Personaletat

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim FC Schalke 04 will man Konsequenzen aus der aktuellen Krise ziehen. 
Beim FC Schalke 04 will man Konsequenzen aus der aktuellen Krise ziehen.  © imago images/RHR-Foto
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Der Vorstand beim kriselnden FC Schalke 04 hat am Mittwoch das Ergebnis seiner Saison-Analyse präsentiert. Alexander Jobst und Jochen Schneider kündigten interne Ausgabenbeschränkungen an und schlossen eine Gehaltsobergrenze nicht aus. Zudem wolle man vorerst nicht den europäischen Wettbewerb als Ziel ausgeben.

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Seit Wochen und Monaten steckt der FC Schalke 04 in der Krise. Sowohl auf als auch neben dem Platz lief es teils desaströs. Am Mittwoch präsentierte der Klub nun das Ergebnis aus der Saison-Analyse des Vorstands - nachdem Aufsichtsratschef Clemens Tönnies am Dienstag zurücktrat. Marketingchef Alexander Jobst kündigte Konsequenzen an: "Der heutige Tag ist eine Zäsur für den FC Schalke 04. Ein Weiter so kann es auf Schalke nicht geben. In den vergangenen Monaten hat Schalke in der Öffentlichkeit ein miserables Bild abgegeben", sagte er. "Wir haben uns mit vielen Entscheidungen keinen Gefallen getan. Wir haben Fehler gemacht, für die wir uns entschuldigen müssen."

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Es hatte zuletzt bereits Berichte gegeben, dass der Klub eine Gehaltsobergrenze von 2,5 Millionen Euro einführen wolle. Jobst bestätigte zumindest, dass S04 die Ausgaben für die Mitarbeiter reduzieren muss: "Das Einnahme- und Ausgabeverhältnis ist nicht gesund", stellte er fest. "Deshalb müssen wir massive Veränderungen vornehmen. Wir müssen im Personaletat die Stop-Taste drücken, um Schalke 04 durch Corona zu steuern und zu konsolidieren."

Jobst kündigt Kürzungen bei Schalke-Profis an

Ganz deutlich bilanzierte Jobst: "Wir werden bei den Profis weitere Kürzungen vornehmen." Sein Vorstandskollege Jochen Schneider sprach ebenfalls darüber, dass man im Personaletat Einschnitte vornehmen könnte. "Das Lizenzspielerbudget ist der größte Hebel. Ich hatte den Eindruck, dass man in den vergangenen Jahren hier nicht eben wenig verdient", sagte der Sport-Vorstand und bestätigte: "Wir haben uns intern Richtlinien auferlegt. Zu konkreten Zahlen werde ich aber nicht Stellung nehmen."

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Der Versuch, Schalke wirtschaftlich zu konsolidieren, werde allerdings auch Auswirkungen auf die sportlichen Voraussetzungen haben: "Wir werden die sportlichen Ziele für ein, zwei, drei Jahre verändern müssen." Konkret werde das heißen, dass Schalke vorerst nicht mehr die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb ausgeben könne.