27. Mai 2022 / 07:06 Uhr

"Bezieht sich nicht auf FC Sevilla": Frankfurt-Boss Fischer rechtfertigt Kritik an Finalstadion in der Europa League 

"Bezieht sich nicht auf FC Sevilla": Frankfurt-Boss Fischer rechtfertigt Kritik an Finalstadion in der Europa League 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Fischer hat seine Kritik an der Organisation des Europa-League-Endspiels erneuert.
Peter Fischer hat seine Kritik an der Organisation des Europa-League-Endspiels erneuert. © IMAGO/Martin Hoffmann
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Frankfurt-Präsident Peter Fischer hat seine Kritik am Finalstadion in der Europa League erneuert, den Verein FC Sevilla jedoch ausdrücklich gelobt. Zudem hält der 66-Jährige die Organisation der UEFA für mangelhaft. Sevilla-Profi Ivan Rakitic bewertete die Aussagen des SGE-Bosses als "respektlos".

Eintracht-Frankfurt-Präsident Peter Fischer war mit dem Finalstadion in der Europa League hart ins Gericht gegangen. Für Gegenwind hatte dies unter anderem bei Ex-Bundesliga-Profi und Sevilla-Akteur Ivan Rakitic gesorgt. "Das war schon ein bisschen respektlos. Ich war auf jeden Fall überrascht, weil er normalerweise unser Stadion ab jetzt lieben muss, denn dort hat die Eintracht den Titel gewonnen. Das bleibt ja für die Ewigkeit", sagte der Mittelfeldspieler der Andalusier gegenüber Sport 1.

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Nun schlug Fischer versöhnliche Töne an. "Das mit dem Stadion bezieht sich ja nicht auf diesen wunderbaren erfolgreichen Verein FC Sevilla, bei Gott nicht", erklärte Fischer bei Sport 1 und betonte: "Der Klub hat meinen größten Respekt. Die Aussage bezieht sich lediglich auf die Größe und die Zuschauerkapazität für dieses Finale." Bei der Organisation des Endspiels, welches die Hessen gegen die Glasgow Rangers im Elfmeterschießen für sich entschieden, habe sich die UEFA "reichlich verhoben". So seien beim Public Viewing im Olympiastadion von Sevilla "mehr Schotten als ins Finalstadion rein passen und auch 20.000 Frankfurter konnten das Spiel in Sevilla leider nur am Fernseher sehen.“ Für das Endspiel vor Ort hatten beide Klubs 10.000 Tickets erhalten.

Der SGE-Boss hatte den Spielort des Endspiels unmittelbar vor dem Anpfiff mit deutlichen Worten kritisiert. "Ich war geschockt, als ich das gesehen habe", sagte Fischer bei RTL. "Das ist nicht das, was Fußballer von einem Finale erwarten." Das Estadio Ramón Sánchez Pizjuán, welches 44.000 Zuschauer fasst, sei ein "Micky-Maus-Stadion, das wurde doch von Lego gebaut. Wenn ich meinen Geburtstag feiere, kommen mehr Leute", lederte der 66-Jährige.