28. März 2020 / 07:23 Uhr

Sion-Präsident Constantin kritisiert gefeuerte Spieler: Volles Gehalt "ihre einzige Sorge"

Sion-Präsident Constantin kritisiert gefeuerte Spieler: Volles Gehalt "ihre einzige Sorge"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sion-Präsident Christian Constantin hat die Entlassung von neun Spielern trotz der Corona-Krise gerechtfertigt und zudem die gefeuerten Profis kritisiert.
Sion-Präsident Christian Constantin hat die Entlassung von neun Spielern trotz der Corona-Krise gerechtfertigt und zudem die gefeuerten Profis kritisiert. © imago images/Geisser
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Die fristlose Kündigung von neun Spielern beim FC Sion mitten in der Corona-Krise sorgte für Schlagzeilen. Nun rechtfertigte Präsident Christian Constantin diesen drastischen Schritt und griff die gefeuerten Profis an. 

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Trotz massiver Kritik unter anderem durch die Spielergewerkschaft sieht Christian Constantin, Präsident des Schweizer Erstligisten FC Sion, die fristlose Entlassung von neun Spielern mitten in der Corona-Krise weiterhin als richtige Maßnahme. Die gekündigten Profis hätten die angeordnete Kurzarbeit und die damit einhergehende Gehaltskürzung nicht akzeptieren wollen, erklärte der 64-Jährige gegenüber Sport 1.

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"Sie wurden durch einen offiziellen Brief vom Verein informiert, dann per Telefon und auch noch per Videokonferenz für die, die noch weitere Erklärungen benötigten", sagte Constantin und kritisierte einige Spieler, die "Druck auf die jüngeren Spieler ausgeübt hätten, damit sie das Angebot ablehnten".

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Die fristlose Kündigung von neun Profis sei deshalb der richtige Schritt gewesen, um ein Exempel zu statuieren. "Ihre einzige Sorge war, ihr volles Gehalt zu behalten. Ein paar Spieler haben sich nicht beeinflussen lassen, andere schon", so der Sion-Präsident, der nur die "neun ältesten Spieler" ausgesucht habe, um eine "Kollektiv-Entlassung" zu vermeiden.



Constantin: "Krieg gegen unsichtbaren Gegner"

Constantin gilt wegen seiner exzentrischen Art ohnehin als umstrittene Figur im Schweizer Fußball. Auch seine drastische Maßnahme während der Corona-Krise sorgte für Schlagzeilen. "Wie alle bin auch ich über die gesundheitliche Situation in der Schweiz und in der ganzen Welt sehr besorgt. Was momentan passiert, ist ein Krieg gegen einen unsichtbaren Gegner, den wir alle zusammen besiegen müssen", mahnte der Sion-Präsident.

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