14. Januar 2022 / 13:56 Uhr

FC St. Pauli, HSV und Schalke 04? Michael Rummenigge macht den Zweitliga-Aufstiegscheck

FC St. Pauli, HSV und Schalke 04? Michael Rummenigge macht den Zweitliga-Aufstiegscheck

Michael Rummenigge
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Guido Burgstaller (St. Pauli), Robert Glatzel (HSV) und Marius Bülter (Schalke/v.l.) wollen mit ihrem Klubs aufsteigen.
Guido Burgstaller (St. Pauli), Robert Glatzel (HSV) und Marius Bülter (Schalke/v.l.) wollen mit ihrem Klubs aufsteigen. © IMAGO/Eibner/Philipp Szyza/Claus Bergmann (Montage)
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Eine Woche nach dem Rückrunden-Auftakt in der Bundesliga legt auch die 2. Liga wieder los. Wer schafft den Sprung ins Oberhaus? SPORTBUZZER-Kolumnist Michael Rummenigge macht den Check und nennt seine Favoriten.

Schalke 04, Werder Bremen, der Hamburger SV – dazu Mannschaften wie der 1. FC Nürnberg oder Fortuna Düsseldorf. Betrachtet man allein die Vereinsnamen, die sich in dieser Saison in der 2. Liga tummeln, muss sich das Unterhaus vor der Bundesliga kaum verstecken. Und ich gestehe: Auch ich schaue aufgrund dieses prominenten Teilnehmerfeldes noch etwas genauer hin, als ich das in der Vergangenheit getan habe. Klar ist aber auch: Was für die einen ein Gewinn, ist für andere ein Verlust. Gerade Schalke, Werder und der HSV gehen der Bundesliga ab. Folglich hoffe ich, dass man den einen oder anderen Traditionsklub in der kommenden Spielzeit wieder eine Klasse höher sieht.

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Doch leichter gesagt als getan. Vor dem Zweitliga-Wiederbeginn haben sich Tabellenführer FC St. Pauli und Verfolger Darmstadt 98 ein wenig vom Feld abgesetzt und gehen auf dem Papier mit den besten Voraussetzungen in die noch ausstehenden 16 Spieltage. Den Hamburgern traue ich durchaus zu, dass sie ihre starke Form der vergangenen Monate auch im neuen Jahr halten können und am Ende aufsteigen. Sollte das gelingen, wird sich der Klub aber gehörig strecken müssen. Ansonsten könnte ihm in der Bundesliga ein ähnliches Szenario wie der SpVgg Greuther Fürth drohen. Die im vergangenen Jahr aufgestiegenen Franken können im Oberhaus einfach nicht mithalten.

Darmstadt sehe ich hingegen trotz einiger guter Einzelspieler wie Mittelstürmer Phillip Tietz nicht in der Bundesliga. Wenn die Hessen in den kommenden Wochen schwächeln sollten, müssen Schalke, der HSV & Co. da sein und diese Phasen nutzen. Vor allem den Hamburgern traue ich den ersehnten Aufstieg zu. Dafür müssen sie jedoch in manchen Situationen noch bedingungsloser auf Sieg spielen. Neun (!) von 18 Saison-Spielen beendete der HSV mit einem Remis. Wenn sich dies fortsetzt, wird es sich in der Endabrechnung rächen.


Auch Schalke drücke ich die Daumen – selbst als Dortmunder. Die Bundesliga braucht diesen Klub und die Duelle mit dem BVB dringend. Im Fußball geht es viel um Emotionalität und diese Spiele beinhalten nun mal das, was vielen aktuellen Erstliga-Partien fehlt. Sportlich hat sich S04 nach der desaströsen Abstiegssaison gefangen und kann die zweite Saisonhälfte gefestigt angehen. Folglich ist der Aufstieg drin. Bei Werder muss man hingegen abwarten, wie die Mannschaft aus der Pause kommt. Der neue Trainer Ole Werner scheint zum Team zu passen, muss diesen Eindruck nun allerdings bestätigen. Klar ist: Je länger Schalke und Bremen in der 2. Liga bleiben, desto schwieriger wird es mit dem Aufstieg – auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten.