15. Mai 2019 / 12:17 Uhr

FC St. Pauli stellt Strafanzeige gegen polizeiliche Einsatzleitung

FC St. Pauli stellt Strafanzeige gegen polizeiliche Einsatzleitung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kritisiert das Verhalten der Polizei: St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich.
Kritisiert das Verhalten der Polizei: St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich. © dpa/Montage
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Der FC St. Pauli und sein Fanladen St. Pauli kritisieren das Vorgehen der Polizei in Bielefeld und während der Anreise der St.-Pauli-Fans zum Liga-Spiel in Ostwestfalen scharf. Der Kiez-Klub stellt nun eine Strafanzeige gegen die polizeiliche Einsatzleitung.

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Der FC St. Pauli reagiert auf die Vorfälle rund um das Zweitliga-Spiel bei Arminia Bielefeld am 4. November 2018. Wie der Klub auf der Vereinsseite mitteilte, wurde eine Strafanzeige gegen die polizeiliche Einsatzleitung erstattet. Grund dafür ist das Verhalten der Polizei in Ostwestfalen und während der Anreise.

Der Zweitligist habe unter der Leitung von Vizepräsidentin Christiane Hollander eine Anwaltskanzlei damit beauftragt, die Ereignisse juristisch zu prüfen und die Frage zu beantworten, ob das Vorgehen der Polizei rechtswidrig sei. "Auf Grundlage des anwaltlichen Gutachtens, für das über 80 Gedächtnisprotokolle betroffener Fans ausgewertet worden sind, hat der FC St. Pauli Strafanzeige gegen die polizeiliche Einsatzleitung erstattet", heißt es von Vereinsseite.

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Für die Vereinsführung habe sich das Bild ergeben, dass die Einsatzleitung der Polizei ohne rechtliche Grundlage rund 250 St. Pauli-Fans mehrere Stunden im Rahmen einer polizeilichen Maßnahme am Bielefelder Bahnhof eingekesselt hat. "Auch Personen, die im ersten ´Kessel´ bereits kontrolliert worden waren und ihre Personalien angegeben haben, wurden anschließend erneut eingekesselt und ohne Angabe von Gründen daran gehindert, das Spiel der Kiezkicker zu besuchen", schreibt der Klub aus Hamburg auf der Homepage.

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Die Fans seien bis 19 Uhr im „Kessel“ festgehalten worden und sollen erst dann die Rückreise nach Hamburg angetreten haben. Es sei für die Verantwortlichen des FC St. Pauli nicht ersichtlich, dass die Maßnahmen durch eine Rechtsgrundlage gedeckt wurden.

"Für uns liegt hier ein klarer strafrechtlich relevanter Verstoß durch die Einsatzleitung der Polizei vor, die wir so nicht akzeptieren können. Mit der Maßnahme wollen wir auch gemeinsam mit dem Fanladen ein klares Zeichen für Fußballfans setzen, die bei Auswärtsfahrten durch polizeiliche Maßnahmen ohne ersichtlichen Grund daran gehindert werden, ihre Mannschaft zu unterstützen. Dennoch wollen wir unsere Fans ermutigen, weiter so zahlreich auswärts mitzufahren wie bisher", erklärte St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich.

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