12. August 2018 / 22:12 Uhr

FC Verden 04: Leistung gut, Ergebnis nicht

FC Verden 04: Leistung gut, Ergebnis nicht

Patrick Hilmes
Weser-Kurier
Der FC Verden 04, hier mit Mirko Temp und Jonas Austermann (Mitte), bot eine gute Partie.
Der FC Verden 04, hier mit Mirko Temp und Jonas Austermann (Mitte), bot eine gute Partie. © Björn Hake
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Der Landesliga-Aufsteiger verliert daheim gegen den TuS Harsefeld

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Steen Burford versucht per Grätsche noch zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Der Ball, den er versucht zu erreichen, ist unerreichbar – zumindest nicht mehr vor der Linie. Somit rutschen Burford und sein Gegenspieler parallel über die Linie, samt Ball. Das war das 1:0 in der ersten Hälfte für die Gäste in der Reiterstadt und gleichzeitig auch das einzige Tor des Tages. Der FC Verden 04 verlor damit bei seiner Rückkehr in die Fußball-Landesliga Lüneburg sein Heimdebüt gegen den TuS Harsefeld.

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Bis zu der Szene, als Harsefelds Matej Kocmarsky Verdens Keeper Bastian Rosilius per Lupfer überwand und Burford plus Gegenspieler Pascal Schawaller über die Torlinie rutschten, waren es die Gastgeber, die das Spiel bestimmten. Doch in dieser Anfangsphase wurden auch die Unterschiede zwischen Landes- und Bezirksliga deutlich. In der vergangenen Saison erspielten sie die Domstädter reihenweise Chancen, nutzen mussten sie davon nur einen Bruchteil, um am Ende den Platz als Sieger zu verlassen. So groß war ihre Überlegenheit. Nun, wieder zurück in der Landesliga nach dem einen Jahr, erspielten sich die Verdener ebenfalls einige Chancen in der ersten halben Stunde gegen Harsefeld, genutzt wurden sie allerdings nicht. Die größte hatte in Minute 30 Maximilian Schulwitz, der nach schönem Steilpass von Patrick Zimmermann allein auf weiter Flur war. Der Schuss des Top-Stürmers, der mit 46 Toren die Bezirksliga vergangene Saison kaputt geschossen hatte, landete aber am langen Pfosten. "Der geht in der Regel rein", betonte FC-Coach Sascha Lindhorst nach Abpfiff.

Doch wenig später gingen die Gäste und nicht die Gastgeber in Front. "Danach gingen die Köpfe runter", beobachtete Lindhorst. Harsefeld hatte sich nun gefunden und agierte clever aus einer nun kompakten Defensive. Bis zur Pause passierte auf beiden Seiten nur noch wenig. In Halbzeit zwei waren es dann die Harsefelder, die die erste Chance verbuchten. Rosilius entschärfte aber gegen den emsigen Kocmarsky (52.). In Minute 61 war es nochmals Schulwitz, der mal etwas Platz bekam, sich aber den Ball einen Tick zu weit vorlegte. Bis
auf einen verheißungsvollen Konter über Zimmermann, Schulwitz und Tavan, der den Ball über das Gehäuse jagte, wurde es im Harsefelder Strafraum nicht mehr spannend. Verden gelangte nicht mehr in die gefährliche Zone, was vor allem auf die nun immer größer werdende Fehlpassquote zurückzuführen war. "Das waren am Ende zu viele, da hat dann auch einfach die letzte Konzentration gefehlt", analysierte der Verdener Trainer.

Ein starker Bastian Rosilius


Gefährlich wurde es somit nur noch auf der anderen Seite. Ein 2:0 der Gäste verhinderte aber der überzeugende Bastian Rosilius. Gegen Harsefelds in den Sechzehner eingelaufenen Henry Sung reagierte Rosilius bärenstark (81.). Ansonsten zeigten sich die Gäste abgezockt und abgeklärt, nahmen geschickt Zeit von der Uhr und fuhren
schlussendlich den nicht ganz unverdienten Sieg ein. "In dieser Liga werden die Fehler halt schneller bestraft. Bei dem Gegentor wollen wir zu früh in den Zweikampf. Lassen
wir uns da fallen anstatt draufzugehen, dann sieht das ganz anders aus. Aber ich habe über weite Strecken ein ansehnliches Spiel gesehen. Das war ein guter Auftakt, bei dem wir gut
geordnet waren. Was fehlte, waren die letzten Pässe, insbesondere am Ende. Grundsätzlich bin ich aber zufrieden", lautete Sascha Lindhorsts Fazit.