15. Juli 2020 / 14:31 Uhr

Sechs Spieler infiziert: FC Zürich und Ex-Bundesliga-Profi Magnin lassen wegen Coronavirus U21 auflaufen

Sechs Spieler infiziert: FC Zürich und Ex-Bundesliga-Profi Magnin lassen wegen Coronavirus U21 auflaufen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der FC Zürich und der derzeit in häuslicher Quarantäne befindliche Trainer Ludovic Magnin sind wegen des Coronavirus in personeller Not.
Der FC Zürich und der derzeit in häuslicher Quarantäne befindliche Trainer Ludovic Magnin sind wegen des Coronavirus in personeller Not. © imago images/Geisser/Pius Koller/Imago Images/Montage
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Der FC Zürich ist wegen mehrerer Coronavirus-Fälle im Klub in personelle Nöte geraten. Gegen den FC Basel bot der FCZ am Dienstag wegen gleich sechs infizierter Spieler eine mit wenigen Profis verstärkte U21 auf. Auch der Trainer, Ex-Bundesliga-Profi Ludovic Magnin, ist in Quarantäne.

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Coronavirus-Alarm beim FC Zürich: Beim Schweizer Erstligisten sind insgesamt zehn Personen, darunter sechs Spieler des Kaders der ersten Mannschaft, positiv auf Covid 19 getestet worden. Bei der 0:4-Niederlage am Dienstag gegen den FC Basel setzte der Verein daher nur drei Akteure aus dem Profi-Kader ein. Das restliche Team rekrutierte sich aus der U21. An der Seitenlinie stand statt des früheren Bundesliga-Profis Ludovic Magnin der U21-Trainer Marinko Jurendic. Die Tore zum 0:3 und 0:4 kassierte Zürich erst in der Nachspielzeit. Offenbar hat sich das Virus am 7. Juli bei der Fahrt zum Auswärtsspiel bei Neuchâtel Xamax am 7. Juli im Mannschaftsbus verbreitet. Auch Xamax meldete am Mittwoch einen Corona-Fall, weshalb das für Mittwochabend vorgesehene Spiel gegen den FC Sion auf Donnerstag (18.15 Uhr) verschoben wurde.

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Magnin hatte das kuriose Vorgehen des FCZ vor dem Spiel gegen Basel im Telefon-Interview mit der Sportschau verteidigt. „Ich stehe zu 100 Prozent dazu. Wir müssen die Saison bis zum 3. August beenden, weil wir der UEFA dann die Teilnehmer für den Europapokal melden müssen“, hatte sagte der frühere Schweizer Nationalspieler, der 2004 mit Werder Bremen und 2007 mit dem VfB Stuttgart deutscher Meister wurde. „Ich denke, dass der Verein zum Wohl des Schweizer Fußballs die richtige Entscheidung getroffen hat. Es ist wichtig, die eigenen Interessen nicht in den Vordergrund zu stellen. Wir wollten die Solidarität vorleben, deshalb war es wichtig, zu sagen: Okay, wir nehmen es allfällig in Kauf, ein paar wichtige Punkte im Fight um einen Europapokalplatz zu verlieren, damit die Meisterschaft zu Ende geht.“

Virus verbreitet sich bei Fahrt zum Spiel bei Neuchâtel Xamax

Vor der Partie hatte der Verein mitgeteilt, dass sich „alle positiv getesteten FCZ'ler“ weiterhin in häuslicher Isolation befänden. „Zudem befinden sich alle Personen, welche im Bus (zum Auswärtsspiel, d. Red.) nach Neuenburg waren, bis mindestens am 17. Juli 2020 in Quarantäne.“ Die insgesamt sechs am Dienstag spielberechtigten Profis waren „nicht in Neuchâtel beim Spiel gegen Xamax dabei“ und hatten „nachweislich keinen engen Kontakt zu infizierten Personen“, so der Klub.

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Zur Saison 2009/10 wurde der Europapokal reformiert und die Europa League ersetzten den UEFA Cup als "kleinen Europacup". Der SPORTBUZZER zeigt alle Sieger des Wettbewerbs.  ©

Neben den sechs Corona-Fällen unter den Profis und dreien im Trainerteam war auch Klubpräsident Ancillo Canepa positiv getestet worden. Er saß auch mit im Bus. Weil das für vergangenen Samstag terminierte Spiel des FCZ gegen den FC Sion auf den 28. Juli verschoben werden musste, verlängert sich die Saison in der höchsten Spielklasse der Schweiz um einen Tag bis zum 3. August.