24. Februar 2020 / 20:36 Uhr

1. FC Kaiserslautern nimmt Stellung zur Trennung von Fan-Idol Gerry Ehrmann

1. FC Kaiserslautern nimmt Stellung zur Trennung von Fan-Idol Gerry Ehrmann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 1. FC Kaiserslautern erhebt nach der Trennung von Ex-Torwarttrainer Gerry Ehrmann schwere Vorwürfe gegen die Klublegende.
Der 1. FC Kaiserslautern erhebt nach der Trennung von Ex-Torwarttrainer Gerry Ehrmann schwere Vorwürfe gegen die Klublegende. © imago images/Thomas Frey
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Der 1. FC Kaiserslautern hat nach der Trennung vom bisherigen Torwarttrainer und Keeper-Legende Gerald "Gerry" Ehrmann umfassend Stellung bezogen. In ihrem Statement erhebt der FCK schwere Vorwürfe gegen das Fan-Idol.

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Der 1. FC Kaiserslautern hat nach der Trennung vom bisherigen Torwarttrainer und Klub-Ikone Gerry Ehrmann schwere Vorwürfe gegen den 61-Jährigen erhoben. In einer Stellungnahme auf der Vereinshomepage äußerten die Pfälzer zwar Verständnis, dass die Freistellung Ehrmanns für viele Fans und Mitglieder "nur schwer zu ertragen sei". Auch habe sich Ehrmann durch "die Weiterentwicklung talentierter Torhüter ausgezeichnet" und sei in den vergangenen wirtschaftlich und sportlich schwierigen Jahren "einer der wenigen Anker" gewesen. Allerdings berichtet der FCK auch von einem seit Monaten schwelenden Konflikt zwischen Ehrmann und dem Trainerteam um Chefcoach Boris Schommers. In den vergangenen Tagen sei jedoch durch Ehrmann mehrfach "zu massiven, substantiellen Beleidigungen, Arbeitsverweigerungen und Drohungen gegenüber dem Trainerteam gekommen".

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FCK sah sich wegen Ehrmann zum Handeln gezwungen

Der Verein sah sich eigenen Angaben zufolge "für die Gewährung eines zielgerichteten Trainings- und Spielbetriebs" zum Handeln gezwungen. Zudem seien die beschriebenen Vorkommnisse unter Zeugen aus dem Trainer- und Betreuerteam passiert und dokumentiert. Die Freistellung Ehrmanns, der unter anderem Torhüter wie Roman Weidenfeller, Kevin Trapp und Tim Wiese zum Sprung in den Profifußball verholfen hatte, sei insofern "trotz aller unbestrittenen Verdienste um den Verein und dem Wissen um seine Popularität bei den FCK-Fans" unumgänglich gewesen.

1. FC Kaiserslautern: Tiefer Fall nach großem Erfolg

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Die 1950er Jahre, die "goldenen Jahre", sind der erste Höhepunkt in der Erfolgsvita des 1. FC Kaiserslautern. 1951 nimmt FCK-Legende Fritz Walter die erste deutsche Meisterschaft für die Pfälzer entgegen (Foto), eine weitere 1953 und zwei Finalteilnahmen in den beiden folgenden Jahren schließen sich an. ©

Die Fans hatten vehement gegen die Freistellung ihres Idols, die der Klub am Sonntag bestätigt hatte, protestiert. In einer Online-Petition mit dem Titel „Gerry Ehrmann bleibt beim FCK“ unterschrieben bis am Montagnachmittag über 3500 Personen. Weiter heißt es da: „Unsere Legende entlässt niemand - er ist der FCK!“ Zudem wird der Verein massiv in den sozialen Netzwerken kritisiert. „Ohne Gerry kein FCK!!! Schommers raus! Schämt euch!“ - ein Plakat mit diesen Worten hing zudem vor der Geschäftsstelle des krisengeplagten Traditionsklubs auf dem Betzenberg. Der Keeper absolvierte zwischen 1984 und 1998 über 300 Spiele für den FCK. Seit 1996 war Ehrmann als Torwarttrainer auf dem Betzenberg aktiv.