11. April 2021 / 16:44 Uhr

"Mutwillige Fehlentscheidungen" gegen Würzburg: Groß-Sponsor Flyeralarm will DFB-Verträge kündigen

"Mutwillige Fehlentscheidungen" gegen Würzburg: Groß-Sponsor Flyeralarm will DFB-Verträge kündigen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Flyeralarm-Boss Thorsten Fischer kündigte an, alle Sponsorenverträge mit dem DFB kündigen zu wollen.
Flyeralarm-Boss Thorsten Fischer kündigte an, alle Sponsorenverträge mit dem DFB kündigen zu wollen. © imago images/HMB-Media
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Die Millionen-Verträge der Druckerei Flyeralarm mit dem DFB stehen auf der Kippe. Der Grund: Das Unternehmen unterstützt auch die Würzburger Kickers - und der Zweitligist war zuletzt mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen nicht einverstanden. Der Firmenchef kündigt nun Konsequenzen an.

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Nach vielen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen gegen die Würzburger Kickers in der 2. Bundesliga will die Online-Druckerei Flyeralarm ihre Verträge mit dem DFB kündigen. Das teilte Firmenchef Thorsten Fischer nach dem 1:1 der Kickers gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag mit. "Nach heute elf spielentscheidenden Fehlentscheidungen kündige ich auf diesem Wege vorab in mündlicher Form - mit aller Gelassenheit und ohne Emotionen - sämtliche Verträge mit dem DFB. Dies betrifft mein komplettes Sponsoring für die Nationalmannschaft und den DFB", hieß es in einer Mitteilung.

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Flyeralarm ist Hauptgeldgeber bei den Würzburger Kickers und daneben unter anderem Namenssponsor der Frauen-Bundesliga. Dieses Engagement wurde bis 2022/23 vereinbart. "Das Thema Frauen-Bundesliga, und das möchte ich explizit betonen, betrachten und prüfen wir separat", sagte Fischer laut einer weiteren Mitteilung. "Weil die Frauen in dieser männerlastigen Domäne DFB überhaupt nichts dafürkönnen. Flyeralarm hat weiterhin ein großes Herz für den Frauen-Fußball."

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur geht es um Sponsoren-Gelder in Höhe von knapp 4 Millionen Euro, die die Druckerei aus DFB-Projekten abziehen will. Bekanntes Gesicht des Unternehmen im Fußballbusiness ist Trainer-Legende Felix Magath, der dort als "Head of Global Soccer" tätig ist.



Konzernchef Fischer sagte: "Ich habe den Glauben wie Hoffnung an eine Gleichbehandlung und seriöses Geschäftsgebaren verloren", sagte Fischer. Die Würzburger hätten zwar spielerisch in der Saison oft nicht überzeugt. Daneben aber listete Fischer elf Aktionen in der Saison auf, in denen die Unterfranken benachteiligt worden seien. "Diese krassen, ich sage mittlerweile mutwilligen Fehlentscheidungen gegen uns, lassen mir für uns keine andere Wahl zu", hieß es.