25. April 2022 / 09:48 Uhr

Fehlerfestival bleibt für Spitzenreiter FSV Luckenwalde II ohne Konsequenzen (mit Galerie)

Fehlerfestival bleibt für Spitzenreiter FSV Luckenwalde II ohne Konsequenzen (mit Galerie)

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Erst in der Nachspielzeit machte der eingewechselte Neo Passow (l.) mit dem Treffer zum 4:2 den Heimsieg der Luckenwalder über Woltersdorf perfekt. 
Erst in der Nachspielzeit machte der eingewechselte Neo Passow (l.) mit dem Treffer zum 4:2 den Heimsieg der Luckenwalder über Woltersdorf perfekt. © Frank Neßler
Anzeige

Landesklasse Ost: FSV 63 Luckenwalde II gewinnt sein Heimspiel gegen ersatzgeschwächte Gäste vom SV 1919 Woltersdorf mit 4:2 (1:1).   

Trotz des Dreiers für seine Mannschaft in der Abendpartie des 22. Spieltages der Fußball-Landesklasse Ost – die Begegnung begann am Sonnabend erst um 17 Uhr – war der Trainer der Luckenwalder Reservisten nicht zufrieden. „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit fußballerisch kaum stattgefunden“, monierte Rainer Stock, „meine Mannschaft leistete sich viele Fehlpässe, viele schlechte Ballannahmen. Es fehlte an Körperspannung.“

Anzeige

Dabei erwischten die Hausherren gegen die SV Woltersdorf einen Blitzstart. Justin Ullmann erzielte in der zweiten Spielminute die Luckenwalder Führung. Der Favorit schien gegen stark ersatzgeschwächte Gäste auf Kurs. Doch fast im Gegenzug kamen die Woltersdorfer durch Tino Sobzig (4. Minute) zum Ausgleich. „Ein Spiel nur so dahinplätschern zu lassen, das geht in unserer Situation nicht“, erklärte Stock.

In Bildern: Luckenwalder Landesklassefußballer gewinnen Heimspiel gegen den SV Woltersdorf trotz vieler Fehler in den eigenen Reihen mit 4:2 (1:1).

Luckenwalder Landesklassefußballer (gelb-blaue Spielkleidung) gewinnen Heimspiel gegen SV Woltersdorf trotz vieler Fehler in den eigenen Reihen mit 4:2 (1:1). Zur Galerie
Luckenwalder Landesklassefußballer (gelb-blaue Spielkleidung) gewinnen Heimspiel gegen SV Woltersdorf trotz vieler Fehler in den eigenen Reihen mit 4:2 (1:1). © Frank Neßler

In der zweiten Hälfte machten es die Hausherren vor 102 Zuschauern auf dem Sportplatz am Baruther Tor dann etwas besser. Das Spiel war allerdings noch immer von vielen Fehlern geprägt. Obwohl sich die Gastgeber zahlreiche gute Möglichkeiten erarbeiteten, dauerte es bis zur 68. Minute, ehe Peer Heinze die Luckenwalder mit einem 25-Meter-Freistoß wieder in Führung brachte. Als Robin Spreitzer (72.) kurz darauf auf 3:1 stellte, schien die Entscheidung gefallen. Doch die Gäste kamen wie beim 1:1-Ausgleich in der ersten Halbzeit fast postwendend zum Anschlusstreffer. FSV-Schlussmann Daniel Krenz hielt einen scharfen Schuss nicht fest, Maurice Buley (74.) war zur Stelle und schob den Abpraller ein. Erst in der Nachspielzeit machte Neo Passow (90.+1) den 16. Saisonsieg der Luckenwalder mit dem Treffer zum 4:2-Endstand endgültig perfekt.

Anzeige

„Wir hätten das Spiel schon viel eher für uns entscheiden müssen“, erklärte FSV-Coach Stock, „genügend Chancen dafür waren vorhanden. Zweimal klärte der Gegner auf der Linie oder wir setzen Kopfbälle nicht richtig an, obwohl wir blank vor dem Tor stehen. Insgesamt war es heute ein sehr fehleranfälliges Spiel von uns.“ Die Luckenwalder Reservisten haben sich jedoch durchgebissen und ihre Tabellenführung in der Landesklasse Ost im Fernduell mit Blau-Weiß Markendorf vorerst verteidigt.

„Meine Spieler werden in Zukunft die Arschbacken zusammenkneifen müssen, denn heute hatten wir noch Glück, dass wir Unterstützung aus der ersten Mannschaft und den A-Junioren bekommen haben. Personell hätte es bei uns sonst schlecht ausgesehen.“

Kadersorgen hatte am Sonnabend auch Gästetrainer Ronny Hupert. Der 48-jährige Defensivspezialist mit Oberligaerfahrung spielte etliche Jahre bei Germania Schöneiche. Ihm standen nur elf Spieler, darunter zwei A-Junioren, zur Verfügung. In höchster Not hätte er sich selbst einwechseln müssen. „Ich bin zufrieden mit der Leistung, die meine Mannschaft hier abgeliefert hat“, so sein Fazit, „ich bin etwas überrascht, dass die Luckenwalder dieses Spiel nicht frühzeitiger für sich entscheiden konnten. Der Meisterschaftsfavorit hat sich heute nicht gezeigt.“