19. Mai 2020 / 23:33 Uhr

Felix Magath geht DFB wegen verlegtem Neustart der 3. Liga hart an: "Habe absolut null Verständnis"

Felix Magath geht DFB wegen verlegtem Neustart der 3. Liga hart an: "Habe absolut null Verständnis"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Felix Magath ist als Head of Global Soccer bei Flyeralarm tätig und damit unter anderem für die Würzburger Kickers zuständig.
Felix Magath ist als Head of Global Soccer bei Flyeralarm tätig und damit unter anderem für die Würzburger Kickers zuständig. © imago images/foto2press
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Felix Magath legt sich mit dem Deutschen-Fußball Bund an. Der ehemalige Bundesliga-Trainer, der aktuell über das Unternehmen Flyeralarm bei den Würzburger Kickers mitmischt, kritisiert die Neustart-Planungen für die 3. Liga.

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Während der Ball in der Bundesliga und 2. Liga mittlerweile wieder rollt, ist ein Neustart-Termin für die 3. Liga zuletzt noch verlegt worden. Ursprünglich sollten die Drittligisten den Spielbetrieb am 26. Mai wieder aufnehmen, nun hat der Deutsche-Fußball Bund den 30. Mai ins Auge gefasst - wenn die Bundesländer ihre Zustimmung geben. Für Felix Magath geht das alles nicht schnell genug. Magath übte nun scharfe Kritik am DFB. "Ich habe absolut null Verständnis dafür, dass der ursprünglich für den 26. Mai geplante Neustart verschoben wurde", sagte er in einem Interview der Bild.

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Der 66 Jahre alte Ex-Bundesliga-Trainer (unter anderem FC Bayern, Schalke 04, VfL Wolfsburg) ist seit Jahresbeginn als Head of Global Soccer bei Flyeralarm tätig, leitet damit unter anderem die Geschicke des Unternehmens bei den Würzburger Kickers. Dort engagiert sich Flyeralarm als wichtiger Geldgeber. Magath stört der späte Neustart-Termin der 3. Liga erheblich: "Je länger man etwas Notwendiges aufschiebt, desto größer werden doch die Probleme und sind es schon jetzt. Sportlich, wirtschaftlich und rechtlich." Es sei "nicht zu verstehen", wieso es Konzepte für die obersten beiden Spielklassen bereits gibt, eines für die 3. Liga aber noch nicht.

Magath greift DFB an - und will Reform für die 3. Liga

Magath nimmt den Verband, der diesen Wettbewerb und zudem unter anderem die Frauen-Bundesliga unter seinem Dach organisiert, dabei in die Pflicht. "Es hätte längst Klarheit geschaffen werden müssen. Stattdessen schiebt der DFB die Verantwortung hin und her", beklagte der Flyeralarm-Fußball-Boss. Im Gegensatz zu anderen Drittligisten wie Halle oder Mannheim plädiert Magath für eine Fortsetzung: "Abbruch kann nicht die Lösung für die 3. Profi-Liga sein. Die Saison muss zu Ende gespielt werden."

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Zusätzlich zur Debatte, wie der DFB derzeit die Corona-Krise in der 3. Liga zu lösen versucht, nahm Magath auch Stellung zu einer grundlegenden Reform - und hat dazu eine klare Meinung. "Grundsätzlich darf man fragen, warum eine Profi-Liga nicht bei den Profis, bei der DFL, angesiedelt ist, sondern beim DFB, bei den Amateuren", erklärte der Ex-Profi. Zudem forderte er finanzielle Unterstützung für die Klubs der dritthöchsten Spielklasse. Auch die 300.000 Euro, die von der DFL aus einem Solidaritäts-Topf der vier deutschen Champions-League-Teilnehmer an jeden Drittliga-Klub verteilt werden sollen, seien in Würzburg "noch nicht eingegangen".