09. November 2020 / 19:58 Uhr

Felix Magath hofft auf Ende von Trainer-Verschleiß in Würzburg: "Haben ja jetzt den Richtigen"

Felix Magath hofft auf Ende von Trainer-Verschleiß in Würzburg: "Haben ja jetzt den Richtigen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Felix Magath und die Würzburger Kickers haben bereits nach sieben Spielen ihren dritten Trainer.
Felix Magath und die Würzburger Kickers haben bereits nach sieben Spielen ihren dritten Trainer. © imago images/foto2press/Montage
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Die Würzburger Kickers haben nach der Entlassung von Marco Antwerpen mit dessen Nachfolger Bernhard Trares bereits nach sieben Spielen der neuen Saison den dritten Trainer. De-facto-Sportchef Felix Magath spricht über die Unbeständigkeit auf dem Trainerstuhl des Aufsteigers. 

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Am Montagvormittag machte es der Verein offiziell: Marco Antwerpen ist nicht länger Trainer von Zweitligist Würzburger Kickers. Schon nach 42 Tagen im Amt ist für den 49-Jährigen, der mit Eintracht Braunschweig in der vergangenen Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte, anschließend aber keinen neuen Vertrag erhielt, bei seinem neuen Arbeitgeber wieder Schluss. Der hohe Trainer-Verschleiß des Zweitliga-Aufsteigers setzt sich damit fort. Antwerpen-Nachfolger Bernhard Trares ist nach sieben Partien in der neuen Spielzeit bereits der dritte Übungsleiter der Würzburger. Aufstiegstrainer Michael Schiele musste bereits im September nach zwei Pleiten zum Saisonstart seinen Hut nehmen.

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Mitverantwortlich für die starke Fluktuation auf dem Trainerstuhl der Würzburger: De-Facto-Sportchef Felix Magath, der unter dem Titel "Global Sports Director" für Investor Flyeralarm über die sportlichen Belange des Klubs entscheidet. Der langjährige Bundesliga-Coach sieht besonders die kurze Zeit von Antwerpen in Würzburg als gescheitert an. "Michael Schiele war vorher drei Jahre hier. Das ist außergewöhnlich lange. Die zweite Trainerwahl – ja, die ging in die Hose", resümiert Magath gegenüber der Bild und legte im Kicker nach: "Der Trainer kann weiter in Ruhe arbeiten - halt woanders. Wo ist das Problem?"

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Dass der Aufsteiger sich sowohl sportlich als auch organisatorisch seit dem Sprung in die Zweitklassigkeit noch nicht vollends gefunden hat, sei auch auf die aktuell schwierige Situation durch das grassierende Virus zurückzuführen. "Kleine Klubs wie Würzburg, die in der Corona-Krise noch einen unerwarteten Aufstieg managen müssen, haben es besonders schwer", erklärte der 67-Jährige den schwachen Saisonstart mit nur einem Punkt aus sieben Spielen und zwei Trainerwechseln.

Er selbst sei indes nie eine ernsthafte Option für den Posten als Chefcoach gewesen. "Das war und ist kein Thema. Wir haben ja jetzt den Richtigen", so Magath mit Blick auf Ex-Bundesliga-Profi Trares, der zuletzt von Januar 2018 bis Juli diesen Jahres Waldhof Mannheim trainierte und mit dem Klub in die 3. Liga aufstieg. Zuvor war er unter anderem Co-Trainer von Bruno Labbadia beim Hamburger SV. Sein Kontrakt in Würzburg läuft bis 2022. Dass Magaths ehemaligem Spieler, den er 1998 bei Werder Bremen trainierte, ein ähnlich schnelles Ende blüht wie seinen Vorgängern, schließt der einstige Bayern-Coach vorerst aus. "Sicher. Ich gehe davon aus, dass er seinen Vertrag erfüllt", stellte der langjährige Fußballehrer klar.