01. Mai 2022 / 19:57 Uhr

"Würde so etwas nicht erlauben": Hertha-Coach Magath legt gegen die Party-Bayern nach

"Würde so etwas nicht erlauben": Hertha-Coach Magath legt gegen die Party-Bayern nach

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hat kein Verständnis für den Party-Urlaub der Bayern-Spieler: Hertha-Coach Felix Magath.
Hat kein Verständnis für den Party-Urlaub der Bayern-Spieler: Hertha-Coach Felix Magath. © IMAGO/Metodi Popow/MIS/Montage
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Herthas größter Verfolger im Kampf um den Klassenerhalt, Stuttgart, muss am kommenden Wochenende zu Meister FC Bayern. Nach der Niederlage der Münchner gegen Mainz und Berichten über einen Party-Urlaub, die Sportvorstand Hasan Salihamidzic wenig später bestätigte, holt Felix Magath zur Verbalattacke aus. 

Ist da jemand um Gerechtigkeit bemüht oder ist doch alles nur Taktik? Am Samstag sorgte Felix Magath nach dem 1:1 seiner Hertha bei Arminia Bielefeld mit einer überraschenden Verbalattacke Richtung München für Aufsehen. Am Sky-Mikrofon kritisierte der Hertha-Trainer den FC Bayern nach seiner 1:3-Niederlage gegen Mainz. "Der FC Bayern ist zwar schon Meister, aber die Saison geht bis zum letzten Spieltag. Für alle“, sagte der 68-Jährige: „Ich weiß nicht, warum eine Mannschaft sagt, wir spielen diesmal die Saison nicht zu Ende, sondern machen drei Wochen vorher Schluss.“ Doch damit nicht genug: Einen Tag später legte er noch einmal nach.

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Nachdem Berichte bekannt wurden, wonach zahlreiche Bayern-Stars mit Erlaubnis des Vereins zu einem Kurztrip nach Ibiza aufgebrochen sein sollen, erneuerte Magath seine Kritik. "Was soll ich dazu sagen", sagte er der Bild: "Ich würde so etwas auf jeden Fall nicht erlauben, so etwas käme mir nicht in den Sinn. Einmal ist eine Meisterfeier ja verständlich, aber nicht drei Wochen lang." Münchens Sportvorstand Hasan Salihamidzic bestätigte am Sonntag schließlich den Kurztrip: "Wir haben das als teambildende Maßnahme akzeptiert", sagte der Bayern-Boss und fügte an: "Ich habe als Spieler gelernt, wie aus Niederlagen Stärke erwachsen kann. So eine gemeinschaftliche Aktion der Mannschaft kann hier eine wichtige Grundlage sein."

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Tags zuvor hatte sich Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zu dem Vorstoß, der durchaus als Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung zu verstehen sein konnte, bereits geäußert und eine Taktik dahinter vermutet. Das sei "sehr clever von ihm", so der 34-Jährige, "aber er soll sich das Spiel anschauen, und dann kann er bei mir anrufen." Nagelsmann weiß auch, dass Magath sich für die Leistung der Bayern vor allem deshalb interessiert, weil die der nächste Gegner von Herthas ärgstem Verfolger Stuttgart sind. Diesen Verdacht hat jedenfalls auch VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo.

"Ich habe Felix mal kennengelernt, ich habe auch seine Aussagen in den letzten Wochen beobachtet. Er sagt nichts ohne Grund. Er zeigt wieder seine Fuchs-Qualitäten – und ich glaube, mit Absicht", so Matarazzo, für den eine mögliche Wettbewerbsverzerrung durch unmotivierte Bayern-Spieler jedoch kein Thema ist – dafür würde Trainer Julian Nagelsmann schon sorgen: "Ich kenne Julian auch sehr gut. Und ich weiß auch, dass er jedes Spiel gewinnen will. Auch, um in München den Titel zu feiern.“ Felix Magath scheint sich da offenbar nicht ganz so sicher zu sein. Oder er will mit seinen Aussagen einfach auf Nummer sicher gehen.

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