10. Juni 2019 / 13:44 Uhr

Felix Seeler trifft doppelt, Schwicheldt holt den Pokal

Felix Seeler trifft doppelt, Schwicheldt holt den Pokal

Lucas Barisch
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lohn für den Kreispokalsieg: Stefan Honrath (Volksbank Brawo, 5. von rechts, vorn) überreicht den Symbol-Scheck über 1000 Euro an die Mannschaft von Rot-Weiß Schwicheldt. Kreis-Fußballchef Hans-Hermann Buhmann übergibt den Brawo-Cup.
Lohn für den Kreispokalsieg: Stefan Honrath (Volksbank Brawo, 5. von rechts, vorn) überreicht den Symbol-Scheck über 1000 Euro an die Mannschaft von Rot-Weiß Schwicheldt. Kreis-Fußballchef Hans-Hermann Buhmann übergibt den Brawo-Cup. © Isabell Massel
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Der Sieg hat sich gelohnt: 1000 Euro und den Brawo-Cup nahm Fußball-Kreisligist Rot-Weiß Schwicheldt nach dem 2:1-Sieg im Finale des Kreispokals mit nach Hause. Im vierten Aufeinandertreffen in dieser Saison gelang Schwicheldt der erste Sieg gegen den VfB Peine. Der Kreismeister verpasste dadurch das Double.

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Auf dem Bildung-Sportplatz lief die siebte Minute der Nachspielzeit des Fußball-Finales um den Brawo-Cup: Der VfB schlug nochmal einen langen Ball nach vorne, Schwicheldt klärte – und der Schlusspfiff ging im rot-weißen Jubel unter. „Pokalsieger, Pokalsieger, hey, hey“ schallte es über den Platz, es folgten die ersten Sektduschen. Im vierten Anlauf dieser Saison hat es RW Schwicheldt doch noch geschafft, den VfB Peine zu bezwingen – und verhinderte den Double-Gewinn des frischgebackenen Kreismeisters.

Rot-Weiß Schwicheldt – VfB Peine 2:1 (0:1). Bis dahin war es auf der Anlage des TSV Bildung jedoch ein langer Weg: In den ersten Minuten des Spiels agierten beide Teams abwartend, die 425 Zuschauer bekamen vor allem lange Bälle zu sehen. So dauerte es bis zur 10. Minute, ehe der VfB zum ersten Mal gefährlich vor dem Schwicheldter Tor auftauchte. Emrullah Kaya scheiterte jedoch mit seinem Schuss an RW-Keeper Philipp Kurmeier.

Volksbank BraWo-Kreispokal

Wenig später zeigte sich auch das Team von Christian Gleich in der Offensive, der Schuss von Lukas Bartscht wurde jedoch im VfB-Strafraum geblockt (14.) – es sollte der letzte Schwicheldter Vorstoß für einige Zeit gewesen sein.

Stück für Stück übernahm der VfB die Spielkontrolle und drängte den Gegner in die eigene Hälfte zurück. Ilas Kraftschick per Kopf (21.) und Markus Reiff (23.) scheiterten noch mit ihren Versuchen, Lividon Popovci machte es schließlich besser: aus 16 Metern setzte er den Ball überlegt neben dem Pfosten ins Tor. Dieses Mal war Kurmeier chancenlos (24.). Der Treffer zeigte Wirkung, Schwicheldt fand nur schwer zurück ins Spiel. In der 35. Minute dann der nächste Schock: Nach einem Zweikampf blieb Spielmacher René Rieger verletzt liegen und musste ausgewechselt werden.

Im Peiner Fußball-Kreispokal hat RW Schwicheldt zu Pfingsten den VfB Peine mit 2:1 besiegt.

Im Peiner Fußball-Kreispokal hat RW Schwicheldt zu Pfingsten den VfB Peine mit 2:1 besiegt. Zur Galerie
Im Peiner Fußball-Kreispokal hat RW Schwicheldt zu Pfingsten den VfB Peine mit 2:1 besiegt. ©
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Kurz vor der Pause hätte Emrullah Kaya auf 2:0 stellen können, sein Schuss landete nach einem feinen Solo jedoch neben dem Tor (42.) – offenbar ein „Hallo-Wach“-Ball für RW. In der Nachspielzeit wurde ein Schuss von Lukas Bartscht zur Ecke geklärt, die der VfB in der Folge nur unzureichend klären konnte. Felix Seeler fasste sich aus 16 Metern ein Herz – und traf nur die Latte.

Diesen Schwung nahm Schwicheldt mit aus der Kabine und startete gut in den zweiten Durchgang. Nach Vorarbeit von Kevin Badey tauchte Pascal Taraschewski frei vor dem Tor auf, setzte den Ball jedoch an den Pfosten (53.). Einige Augenblicke später machte es Felix Seeler besser und traf ins lange Ecke zum Ausgleich (54.).

Es entwickelte sich eine dynamische Partie, in der beide Seiten munter nach vorne spielten. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich hätte der VfB wieder in Führung gehen können, Markus Reiff setzte den Ball nach einer Flanke aus fünf Metern per Kopf jedoch knapp neben den Pfosten (59.).

Wenig später eroberte Schwicheldts Außenverteidiger Dennis Scharenberg den Ball in der eigenen Hälfte, marschierte durchs Mittelfeld und steckte für Felix Seeler durch – der behielt frei vor dem Tor die Nerven und erzielte das 2:1 (72.). Der VfB warf nun alles nach vorne, stellte auf drei Stürmer um und drängte Schwicheldt in die eigene Hälfte zurück. Erst verzog der eingewechselte Maik Düsterhöft (82.), dann setzte Timo Otte einen Kopfball knapp über das Tor (88.). In der Nachspielzeit hatten die Peiner den Torschrei schon auf den Lippen, Kurmeier lenkte einen Freistoß von Constantin Schlote jedoch an die Latte. Die letzte gute Aktion, danach war Schluss – und der rot-weiße Freudentaumel nahm seinen Lauf.

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Rot-Weiß Schwicheldt: Kurmeier – Renk, Edeler, Bock, Scharenberg – Taraschewski, Seeler, Mansfeld, Bartscht (46. Del Rio) – Rieger (35. Dornelas da Silva) – Badey (81. Werner).

VfB Peine: Stets – Arlt, P. Lieckfeldt, Kraftschik, Otte – Schlote, Akar (46. Doppelhammer, 77. Schrader), Bytyci, Popovci (67. Düsterhöf) – Kaya – Reiff.

Tore: 0:1 Popovci (24.), 1:1, 2:1 Seeler (54., 72.).

Schiedsrichter: Björn Kleinelanghorst (Lennart Ilsmann, Ilgar Guliyev).

Zuschauer: 425.

Stimmen zum Finale:

Rüdiger Kreis, „Stadionsprecher“ des TSV Bildung: „Wir freuen uns natürlich besonders darüber, das über 400 Zuschauer vor Ort waren. Es war ein unterhaltsames Spiel, in dem erst der VfB und dann die Schwicheldter am Drücker waren. Der Schwicheldter Sieg geht am Ende in Ordnung.“

Dennis Mansfeld, Routinier des TSV Schwicheldt: „Nach dem dritten Platz beim PAZ-Cup und Rang zwei in der Liga ist es ein gutes Gefühl, den Pokal geholt zu haben. Das werden wir ausgiebig feiern, es wird eine lange Nacht.“

David Lieckfeldt, Stürmer des VfB Peine: „Wir hätten im ersten Durchgang den Sack zumachen müssen, halten den Gegner so im Spiel. Auch im zweiten Durchgang hatten wir Chancen, Schwicheldt hatte am Ende jedoch das entscheidende Quäntchen Glück.“

Tobias Dreyer, Co-Trainer des TSV Schwicheldt: „Wir waren im ersten Durchgang klar unterlegen, haben nach der Pause allerdings ein komplett anderes Gesicht gezeigt. Die Jungs haben sich in die Partie gekämpft und am Ende verdient gewonnen.“

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