24. Juli 2021 / 11:35 Uhr

Felix Uduokhai hält an Gold-Plan des DFB-Teams fest: "Müssen nicht alle Ziele über den Haufen werfen"

Felix Uduokhai hält an Gold-Plan des DFB-Teams fest: "Müssen nicht alle Ziele über den Haufen werfen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Felix Uduokhai blickt trotz der Auftaktniederlage gegen Brasilien positiv auf die weiteren Aufgaben des DFB-Teams bei Olympia. 
Felix Uduokhai blickt trotz der Auftaktniederlage gegen Brasilien positiv auf die weiteren Aufgaben des DFB-Teams bei Olympia.  © IMAGO/AFLOSPORT/imagebroker (Montage)
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Die deutschen Fußballer brauchen nach dem 2:4 zum Olympia-Auftakt gegen Brasilien im zweiten Gruppenspiel am Sonntag im Duell mit Saudi-Arabien dringend einen Sieg. Trotz der personellen Probleme innerhalb des DFB-Teams hält Innenverteidiger Felix Uduokhai an den hohen Zielen fest.

Nach der 2:4-Auftaktniederlage gegen Brasilien am vergangenen Donnerstag brauchen die deutschen Fußballer im zweiten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien am Sonntag (13.30 Uhr MEZ/ARD und Eurosport) dringend einen Erfolg, um die Chance auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio zu wahren. Vor dem Start des Turniers hatten etwa die DFB-Spieler Max Kruse und Nadiem Amiri die Goldmedaille als Ziel ausgegeben. In der Medienrunde am Samstag darauf angesprochen, erklärte Felix Uduokhai vom FC Augsburg, dass die Mannschaft trotz der Niederlage gegen den amtierenden Olympiasieger von diesem Plan nicht abrücken will.

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"Es ist immer noch das Ziel. Weil der Auftakt nicht gelungen ist, muss man jetzt nicht alle Ziele über den Haufen werfen", machte der Innenverteidiger deutlich. Um in diesem Turnier eine gute Rolle spielen zu können, benötigt die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz allerdings dringend eine Leistungssteigerung. Daraus machte auch Uduokhai keinen Hehl, der seine Erkenntnisse aus dem Brasilien-Spiel gezogen hat. "Natürlich hat man gesehen, dass die Brasilianer spritziger aussahen und auch waren. So ehrlich muss man sein", so der 23-Jährige.

Uduokhai über Saudi-Arabien: "Spielen ein bisschen wild und aus ihrem Instinkt heraus"

Man müsse sich jetzt reinfuchsen und die eigenen Fehler abstellen, wie Uduokhai erläuterte: "Wir wissen, wenn wir das machen, können wir deutlich mehr Kräfte sparen. Wir hatten gegen Brasilien ziemlich viele unnötige Wege, die am Ende des Tages ziemlich viel Kraft gekostet haben." Der nächste Gruppengegner, Saudi-Arabien, hat auf den "Fuggerstädter" - der 1:2-Auftaktpleite gegen die Elfenbeinküste zum Trotz - einen größtenteils guten Eindruck gemacht: "Sie spielen sehr offensiv, auch ein bisschen wild aus einem Instinkt heraus. Ich persönlich kenne die Spieler nicht genau. Aber man hat schon gesehen, dass sie echt gut kicken können."

Mit Blick auf die Abwehr der Saudis sieht der deutsche Nationalspieler allerdings deutliche Vorteile bei der deutschen Olympia-Auswahl: "Defensiv haben sie nicht die Struktur, die Ordnung. Die Fehler müssen wir ausnutzen." Zudem ließ er keinen Zweifel daran, wer als Favorit in diese Partie geht. "Wir müssen klar sagen, dass wir Bundesliga spielen und den absoluten Anspruch haben, das Spiel zu gewinnen", sagte Uduokhai, der bezüglich der kurzen Vorbereitung und der schwierigen klimatischen Bedingungen in Tokio keine Ausreden gelten lassen will.

So soll der gesperrte Maximilian Arnold ersetzt werden

Gegen Saudi-Arabien stehen Kuntz nur 14 Spieler zur Verfügung - die Sperre von Kapitän Maximilian Arnold, der gegen Brasilien eine Gelb-Rote Karte gesehen hatte, eingerechnet. Anstelle von Arnold wird Union-Stürmer Kruse am Sonntag als Mannschaftsführer fungieren. Der Ausfall des Leistungsträgers wiegt schwer - auch aus Sicht Uduokhais: "Maxi ist nicht nur unser Capo, sondern auch unser Zentralspieler, der unser Spiel dirigieren und lenken soll. Ich mache mir aber überhaupt keine Sorgen, weil wir gute Jungs dabei haben. Wir werden mit für Maxi spielen, damit wir im dritten Gruppenspiel ein Finale haben, bei dem er dann wieder mit dabei ist." Dieses "Finale" findet am kommenden Mittwoch (10 Uhr) gegen die Elfenbeinküste statt.