07. Dezember 2021 / 18:55 Uhr

Zwayer über Aussagen von BVB-Profi Bellingham: "Persönlich, verunglimpfend und respektlos"

Zwayer über Aussagen von BVB-Profi Bellingham: "Persönlich, verunglimpfend und respektlos"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schiedsrichter Felix Zwayer am vergangenen Samstag im Zwiegespräch mit BVB-Profi Jude Bellingham.
Schiedsrichter Felix Zwayer am vergangenen Samstag im Zwiegespräch mit BVB-Profi Jude Bellingham. © IMGAO/Norbert Schmidt
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Schiedsrichter Felix Zwayer hat tief getroffen auf die Aussagen von BVB-Profi Jude Bellingham reagiert und diese mit deutlichen Worten zurückgewiesen. Der Referee regt eine Aussprache an und hat mit Borussia Dortmund offenbar bereits Kontakt aufgenommen. 

Auch nach der vom DFB verhängten Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro für Jude Bellingham will der vom BVB-Profi kritisierte Schiedsrichter Felix Zwayer die Vorgänge der vergangenen Tage noch nicht ad acta legen. "Ich möchte das am liebsten in einem persönlichen Gespräch mit Jude Bellingham klären und habe gegenüber Borussia Dortmund ein solches persönliches Gespräch angeboten", sagte der Referee der Bild: "Mir geht es nicht um Bestrafung, sondern um die Einsicht, dass er zu weit gegangen ist. Eine aufrichtige Entschuldigung würde ich annehmen."

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Bellingham hatte sich nach dem 2:3 von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern am vergangenen Samstag über die Leistung Zwayers echauffiert. Unmittelbar nach dem Abpfiff und mit Blick auf die umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters, der dem BVB einen Foulelfmeter verwehrte und den Bayern einen Handelfmeter gab, sagte er beim norwegischen TV-Sender Viaplay Fotball: "Du gibst einem Schiedsrichter, der schon in Spielmanipulationen verwickelt war, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?" Es war eine Anspielung des erst 18 Jahre alten Mittelfeldspielers auf die Verwicklungen Zwayers in den 2005 aufgedeckten Wettskandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer.

Zwayer weist die Andeutungen Bellinghams entschieden zurück. "Die Aussage erweckt bewusst den falschen Eindruck, ich hätte das Spiel nicht nach bestem Wissen und Gewissen geleitet. Sie ist persönlich, verunglimpfend und respektlos. Selbst wenn man sich in die subjektive, von Emotionen geprägte Perspektive versetzt, bleibt die Aussage fernab jeglicher fachlicher oder sachlicher Kritik", sagte der 40-Jährige der Bild. Die Worte "Was erwartest du?", seien eine "rhetorische Schlussfolgerung auf die Gegenwart und Zukunft". Die Aussage hätte "beleidigenden und verleumderischen Charakter". Dies dürfe "so nicht stehenbleiben."