02. Januar 2018 / 07:00 Uhr

Wie das "Wunder von Wuppertal" die Planungen von 96-Präsident Ferdinand Bock zunichte machte (mit Galerie!)

Wie das "Wunder von Wuppertal" die Planungen von 96-Präsident Ferdinand Bock zunichte machte (mit Galerie!)

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Was sagt mein Trainer? Bock (im Hintergrund) hört sich die Fragen von Reporter Helmut Müller (Mitte) und die Antworten von 96-Coach Hannes Baldauf genau an.
Was sagt mein Trainer? Bock (im Hintergrund) hört sich die Fragen von Reporter Helmut Müller (Mitte) und die Antworten von 96-Coach Hannes Baldauf genau an. © imago
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Den Plan hatte Ferdinand Bock 1973 bereits in der Tasche. Der Abstieg von Hannover 96 schien festzustehen. Doch Rainer Stiller, Hans Siemensmeyer und Willi Reimann schossen die Roten zum "Wunder von Wuppertal" - machten den verstorbenen Präsidenten einen Strich durch die Rechnung und Hannes Baldauf zum Architekten des Erfolgs.

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Hannover 96 trauert um ein hannoversches Original. Ferdinand Bock, der frühere Präsident des Clubs und langjähriger Chef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Niedersachsen, ist tot. Der Höhepunkt seiner Amtszeit 1973: das „Wunder von Wuppertal“. Das Wunder bleibt immer mit dem Namen Ferdinand Bock verbunden.

Bilder der Ära Ferdinand Bock bei Hannover 96 von 1971 bis 1976

Der Präsident schaut zu: Ferdinand Bock (Mitte) bekommt von Helmut Kronsbein die Übungen beim 96-Training erklärt. Zur Galerie
Der Präsident schaut zu: Ferdinand Bock (Mitte) bekommt von Helmut Kronsbein die Übungen beim 96-Training erklärt. ©
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​Der Wunder-Präsident und sein Wunder-Trainer

Die Verträge für die damalige Regionalliga hatte Bock vor dem letzten Saisonspiel am 9. Juni 1973 in Wuppertal vorbereitet. Aber da machten seine Spieler nicht mit: Rainer Stiller, Hans Siemensmeyer und zweimal Willi Reimann trafen zum 4:0. Rivale Braunschweig verlor 1:2 gegen Düsseldorf und stieg mit 25 Punkten ab – 96 blieb mit 26 Punkten drin. Trainer Hannes Baldauf weinte Freudentränen. Wunder-Trainer Baldauf starb im Mai 2016.

Der Wunder-Präsident Bock gab sein Amt nach einer Berg-und-Tal-Fahrt 1976 ab. 1974 stieg er mit 96 ab, 1975 auf, 1976 wieder ab. Bock blieb aber als Hotelier Teil der hannoverschen Prominenz. Nach einem kurzen Klinikaufenthalt verbrachte Bock die Weihnachtszeit daheim und starb am 30. Dezember nach einem bewegten Leben.

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