10. Oktober 2019 / 21:07 Uhr

Feriencamp: Großer Besuch aus der Welt von Alba Berlin

Feriencamp: Großer Besuch aus der Welt von Alba Berlin

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Lorenz Brenneke (hinten, mit Ball) musste viele Fragen beantworten beim Herbst-Feriencamp in Ludwigsfelde.
Lorenz Brenneke (hinten, mit Ball) musste viele Fragen beantworten beim Herbst-Feriencamp in Ludwigsfelde.
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Basketball: Albatros Lorenz Brenneke kommt zum Camp in Ludwigsfelde, das sich als Ferienevent etabliert hat.

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Die Überraschung auf dem Parkett der Stadtsporthalle war groß, im wahrsten Sinne des Wortes, schließlich misst Lorenz Brenneke stattliche 2,04 Meter: Der aufstrebende Power Forward stieß während einer Übungseinheit unangekündigt zur Nachwuchs-Trainingsgruppe. Auf einmal war er da, der Besuch vom Basketball-Traditionsverein Alba Berlin. Es gab gemeinsame Übungen und eine Fragerunde, das Interesse der Kinder war deutlich spürbar, gleich zu Beginn der Stippvisite

In Bildern: Profi-Basketballer Lorenz Brennecke beim Herbstcamp.

Beim Basketball-Feriencamp in Ludwigsfelde schaute auch Alba-Spieler Lorenz Brenneke vorbei. Zur Galerie
Beim Basketball-Feriencamp in Ludwigsfelde schaute auch Alba-Spieler Lorenz Brenneke vorbei. © Lars Sittig
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Kann der 19-Jährige, der in seiner Heimatstadt Berlin mit dem Sport begann, vom Sport leben, wollten die Nachwuchsspieler wissen: „Im Moment verdiene ich noch nicht so viel Geld, ich bin ja noch ein sehr junger Spieler und da kriegt man erst sogenannte Ausbildungsverträge. Aber nächstes Jahr, wenn mein Vertrag ausläuft und ich hoffentlich einen Profivertrag bekomme, könnte ich in jedem Fall gut davon leben“, erwiderte Lorenz Brenneke. Für die Organisatoren des Camps war der große Besuch ein Glücksfall: „Es ist extrem motivierend für Kinder in diesem Alter, jemanden zu sehen, der den gleichen Weg gegangen ist und es bis zum Profi geschafft hat“, sagt Stefan Ludwig, einer der Trainer und Organisatoren.

Besuch aus dem Alba-Land hat Tradition bei den Camps des Basketball-Vereins Ludwigsfelde, bei dem in dieser Woche 33 Nachwuchsspieler von Montag bis Freitag trainieren. Das Ferienevent in der Autobauerstadt, das von mehreren Vereinen gemeinsam ausgerichtet wird, hat sich längst als regionaler Anlaufpunkt in der schulfreien Zeit etabliert. Teilnehmer der aktuellen Auflage kommen beispielsweise aus Stahnsdorf, Trebbin, Kleinmachnow, Königs Wusterhausen, Potsdam, Mittenwalde und natürlich aus Ludwigsfelde. „Wir sind auch sehr froh, dass in diesem Jahr viele Spieler aus den jüngeren Jahrgängen zu uns gefunden haben“, sagt Stefan Ludwig, „sonst hatten wir oft einen höheren Altersdurchschnitt.“

Mehr zum Sport in der Region

Sie hat es nicht einfach, die Basketball-Fraktion, die sich im harten Konkurrenzkampf der Sportarten um Mitglieder mit Schwergewichten wie Fußball, Volleyball und Handball, die in der Dahme-Fläming-Region ebenfalls fest verwurzelt sind, messen muss. Da sind eine Kooperation mit Alba, einem der großen deutschen Leuchttürme, und ein prominenter Abgesandter beim Camp besonders wichtig. Mit Lorenz Brenneke war außerdem jemand gekommen, der selber gerade erst dem Nachwuchsbereich entwachsen ist.

Erst vor wenigen Tagen hatte er sein Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse gegeben. Zuschauer, das schillernde Fluidum der Mercedes-Benz-Arena in Berlin – ein Traum auch für die viele Nachwuchsspieler des Camps, einige hatten das Spiel sogar live verfolgt. Aus der Jugendabteilung der Albatrosse gelang ihm 2017 der Sprung in die zweite Herrenmannschaft der Hauptstädter (1. Regionalliga). In der Spielzeit 2018/19 kam er mit einer Doppellizenz auch beim SSV Lokomotive Bernau in der 2. Bundesliga ProB zum Einsatz. Schrittmacherdienste wie diese sollen helfen, die schwierige Nachwuchssituation der Korbjäger zu verbessern.

„In den vergangenen zehn Jahren lief nicht viel, aber ich denke, dass im Moment gerade etwas beginnt. In den vergangenen Jahren hat sich schon recht viel bewegt“, sagt Erik Siry von den Red Dragons Königs Wusterhausen, einem der Schwergewichte in der Region, „ich denke, dass an immer mehr Standorten verstanden wird, wie wichtig Mini-Basketball und eben auch solche Camps sind. Es gibt viele neue Teams und Schulen im Spielbetrieb oder bei den Mini-Turnieren, bei denen auch Schulen starten. Natürlich ist noch viel Luft nach oben, aber wir sind auf einem guten Weg. Die Zahl der Mannschaften hat sich auf jeden Fall auch in der Dahme-Fläming-Region zuletzt erhöht. In KW arbeiten wir an mittlerweile fünf Schulen und können teilweise mit vier Mannschaften zu Turnieren fahren.“ Auch Lorenz Brenneke hatte in einer AG seine ersten Schritte unter dem Korb gemacht: „Ich habe 2009 bei einer Ballsport-Arbeitsgemeinschaft in einer Schule begonnen und ein Alba-Coach hat dann gesagt, das sieht gar nicht schlecht aus, willst du nicht mal in den Verein kommen.“

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