17. November 2019 / 21:22 Uhr

Ferrari-Eklat in Brasilien: So reagieren Sebastian Vettel und Charles Leclerc auf ihren Crash

Ferrari-Eklat in Brasilien: So reagieren Sebastian Vettel und Charles Leclerc auf ihren Crash

André Batistic
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Vettel und Charles Leclerc haben mit einem Crash für einen teaminternen Eklat gesorgt. Beide äußerte sich nach dem Rennen.
Sebastian Vettel und Charles Leclerc haben mit einem Crash für einen teaminternen Eklat gesorgt. Beide äußerte sich nach dem Rennen. © imago images/LaPresse
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Eklat zwischen Teamkollegen beim Großen Preis von Brasilien: Kurz vor Ende des Formel-1-Rennens in Interlagos haben sich die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc gegenseitig aus dem Grand Prix gecrasht. Nach dem Rennen reagierten beide auf den Unfall.

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Desaster für Ferrari beim Großen Preis von Brasilien. Ein teaminterner Crash im vorletzten Saisonrennen hat die Hoffnungen des vierfachen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel auf den dritten Platz in der Fahrerwertung zerstört. In der 66. Runde berührten sich der Deutsche und sein Teamkollege Charles Leclerc auf der langen Gerade nach Start/Ziel. Für beide Piloten war das Rennen danach beendet – und der ohnehin schon schwelende Zoff Vettels mit dem Monegassen eskalierte komplett. Während Vettel wenig später sichtbar angefressen vor die Presse trat, gab sich Leclerc überraschend cool.

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Ferrari-Eklat um Vettel und Leclerc - Kollision auf der Geraden

Was war passiert? Im Kampf um Platz drei ließ Leclerc Vettel nach Ende der Start-Ziel-Gerade hinter sich. Im darauffolgenden Senna-S erwischte Vettel dann die bessere Linie und blieb danach auf der langen Gerade knallhart auf dem Gas. Mit Überschuss rauschte der Vierfach-Champion an seinem Teamkollegen auf der Außenbahn vorbei. Dann kam es zum Eklat: Vettel zog vor der nächsten Kurve nach innen, Leclerc gab nicht nach – und beide Autos kollidierten. Beim Monegassen riss vorn rechts das Rad ab, der Deutsche schlitzte sich links den Hinterreifen auf. Beide mussten das Rennen aufgeben.

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Vettel, der schon via Funk fragte, „was zur Hölle“ sein Teamkollege da gemacht habe, gab sich in den Interviews nach dem Rennen gereizt. „Ich denke, es ist blöd für das Team, wenn beide Autos nicht die Zielflagge sehen“, sagte der übel gelaunte Deutsche nach dem Desaster in seinem 100. Grand Prix für Ferrari. Ein klärendes Gespräch mit Leclerc werde „es irgendwann geben“. Vettel, der von Platz zwei gestartet war und lange Platz drei belegte, war fassungslos: „Ich dachte schon, ich wäre vorbei.“ Eine teaminterne Vorfahrtsregelung lehnte er ab: „Das werden wir nicht brauchen.“

Vettel kann nach Unfall mit Leclerc nicht mehr Dritter in der Fahrer-Wertung werden

Vettel verlor durch den Ausfall die letzte Chance auf Platz drei in der Fahrer-Wertung. Dort liegt aktuell Brasilien-Sieger Max Verstappen (260 Punkte) vor Leclerc (249) und Vettel (230). Für einen Sieg plus den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde könnte Vettel im letzten Saisonrennen in Abu Dhabi theoretisch noch 26 Zähler holen – zu wenig für Platz drei. Auch mit einem Platz vor dem Teamkollegen im End-Klassement könnte es schwierig werden. Die Plätze von Weltmeister Lewis Hamilton (387) und Vize Valtteri Bottas (314) stehen bereits fest.

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Der 22 Jahre alte Leclerc, der seine erste Saison für die Scuderia fährt, analysierte den Crash-Eklat cool: „Ich habe in der Kurve 1 überholt, und vor Kurve 3 hat Sebastian versucht, außen vorbeizukommen. Ich habe ihm den Raum gelassen“, so der ehemalige Sauber-Pilot, „dann hat er mich nach innen gedrückt.“ Einen langfristigen Schaden in der Beziehung mit Vettel sieht er nach dem Ferrari-Unfall nicht: „Wir sind reif genug, um das hinter uns zu lassen. Ich denke, wir sind beide sehr enttäuscht für das Team.“

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto enttäuscht: "Leichte Berührung mit schweren Konsequenzen"

Vettel und Leclerc: ein Team-Duell mit Dauer-Feuer. Immer wieder gerieten die beiden Alpha-Tiere aneinander. Zuletzt hatte Vettel sich beim Formel-1-Rennen in Russland einer Teamorder widersetzt, wonach er Leclerc nach dem Start hätte wieder vorlassen sollen. Zuvor gab es schon bei der Qualifikation zum Großen Preis von Italien Zoff, als Leclerc seinem Teamkollegen nicht wie abgesprochen Windschatten gab, damit der Deutsche auf den Geraden schneller fahren konnte.

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zeigte sich enttäuscht von seinen Fahren nach dem Brasilien-Crash: „Es war eine leichte Berührung mit schweren Konsequenzen. Beide haben sich bei mir entschuldigt“, berichtete der Boss, der ankündigte, Videos und Daten zu analysieren, um die endgültige Schuldfrage zu klären. „Wir sind alle sehr enttäuscht, wie die Fahrer auch. Sie haben den Fehler auf der Strecke gemacht.“

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