13. Januar 2021 / 15:29 Uhr

Festanstellung statt Ehrenamt: Lok Leipzig investiert in die Zukunft

Festanstellung statt Ehrenamt: Lok Leipzig investiert in die Zukunft

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Alexander Voigt Lok Leipzig
Alexander Voigt Lok Leipzig
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Bereits seit dem 1. Dezember ist Alexander Voigt beim 1. FC Lokomotive Leipzig als dritter Geschäftsführer tätig. Zum Aufgabengebiet des 43-Jährigen gehört vor allem die Sponsorensuche- und betreuung. Mit Torsten Kracht als neues Vorstandsmitglied würde ein Probstheidaer Eigengewächs in Voigts Fußstapfen beim Verein treten.

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Leipzig. Seit Dienstag ist es auch notariell abgesegnet. Alexander Voigt ist offiziell als Vorstandsmitglied und Vizepräsident des 1. FC Lok Leipzig ausgetragen, nachdem der 43-Jährige seit dem 1. Dezember vergangenen Jahres als dritter Geschäftsführer mit den Schwerpunkten Sponsoren, Vertrieb, Marketing und Prozessmanagement tätig ist - trotz Coronakrise und dadurch fehlenden Einnahmen als Festangestellter.

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„Unser Ziel ist es, als Verein weiter zu wachsen. Das Ehrenamt leistet bei Lok bereits enorm viel. Um den nächsten Schritt machen zu können, bedarf es aber mehr Festangestellter“, erklärt Voigt gegenüber dem SPORTBUZZER und berichtet von der intensiven Arbeit, die ein Tag füllendes Programm beinhalte: "Das wusste ich jedoch bereits vorher. Mir war klar, dass so eine Stelle geschaffen werden muss. Der Verein hat so ein großes Potenzial und Möglichkeiten, die aufgrund von fehlendem Personal nicht immer angegangen werden konnten.“

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Ein Großteil seiner Expertise verwendet Voigt auf die Sponsorensuche und -betreuung. „Es bedarf vieler Gespräche, auch um ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen“, erklärt der ausgebildete Kommunikationsdesigner, der bereits als jugendlicher Stift der Lokomotive die Daumen drückte. So viele Unternehmen wie noch nie unterstützen mittlerweile den Viertligisten, einen Hauptsponsoren haben die Messestädter jedoch seit dem Weggang des Versicherungsbüros ETL im Sommer 2020 nicht gefunden.

Kracht abermals im Vorstand?

Dafür könnte jedoch bald ein möglicher Verhandlungspartner im Präsidium sitzen. Laut einem Bericht der Bild soll Voigts vakante Stelle im ehrenamtlichen Vorstand mit dem ehemaligen Bundesligaprofi und Lok-Eigengewächs Torsten Kracht besetzt werden. Der gebürtige Grimmaer, der von 1979 bis 1993 sowie 1994 und 2003 für je ein Jahr die Töppen für Lok beziehungsweise den VfB Leipzig schnürte, ist seit diesem Jahr als CEO der Geschäftsführung des Leipziger Unternehmen WINCON Immobilien GmbH tätig und dort verantwortlich für den Aufbau neuer Geschäftsfelder sowie für Vertrieb und Projektentwicklung.

Es wäre nicht das erste Mal, das Kracht im Vorstand der Probstheidaer sitzen würde. Als Notvorstand versuchte der zweifache DDR-Nationalspieler 2004, den VfB vor dem endültigen Aus zu retten und bekam von Insolvenzverwalter Friedbert Striewe Hausverbot. 17 Jahre später ist ein solches Ende wohl eher auszuschließen.