22. Dezember 2020 / 11:31 Uhr

Festliche Eiswochen für Hannover: Scorpions und Indians im Dauereinsatz

Festliche Eiswochen für Hannover: Scorpions und Indians im Dauereinsatz

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Beste Laune: Die Indians feiern 
ihren Torschützen Branislav Pohanka, der soeben die Entscheidung im Spiel gegen Herne besorgt hat. 
Beste Laune: Die Indians feiern ihren Torschützen Branislav Pohanka, der soeben die Entscheidung im Spiel gegen Herne besorgt hat.  © Florian Petrow
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Rund um Weihnachten und den Jahreswechsel sind die Mannschaften in der Eishockey-Oberliga dauerhaft im Einsatz. Die Hannover Scorpions und die Hannover Indians haben sich durch gute Ergebnisse in Position gebracht. Was ist am Wochenende passiert? Wie geht es weiter? Der SPORTBUZZER beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Wie ist die aktuelle Lage?

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Formstärker könnten beide Teams nicht sein, sie bilden das Führungsduo der Staffel Nord. Die Scorpions haben 13 von 14 Spielen gewonnen und als Tabellenführer be­reits ein Polster von zehn Punkten auf die Indians als ersten Verfolger. Der ECH gewann am Sonntag nach starker Leistung mit 4:3 gegen Herne und revanchierte sich für die 1:10-Pleite eine Woche zuvor.

Wird der Indianer Maxi Pohl zum neuen Torjäger?

Genug Sprüche musste sich der Verteidiger anhören – und konnte gut damit leben. Schließlich hatte er mit einem satten Schlagschuss das 4:3-Siegtor gegen Herne erzielt. „Die Jungs haben vorm Tor dem Keeper gut die Sicht genommen, sonst wäre die Scheibe nicht reingegangen“, sagte Pohl. Bislang hatte der gebürtige Hannoveraner, in seiner achten Oberliga-Saison am Pferdeturm, nie mehr als vier Treffer erzielt. Nun hat er nach 13 Spielen schon drei Tore auf seinem Konto. „Maxi hat sich das verdient. Er arbeitet im Training sehr hart“, lobt Indians-Trainer Lenny Soccio.

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Und bei den Scorpions?

… macht aktuell ebenfalls ein Verteidiger auf sich aufmerksam: Tatsächlich führt derzeit Robert Peleikis die interne Scorerliste mit 20 Punkten an. Allein am Wo­chen­en­de erzielte der Ab­wehr­spie­ler drei Tore. Ebenfalls ein gutes Wochenende hat Julian Airich hinter sich, dem bei den Siegen gegen Rostock und in Krefeld je­weils zwei Treffer gelangen. Airich ist kein klassischer Torjäger – doch solche Spieler, die nun in die Bresche springen, braucht Tobias Stolikowski. „Die Energieleistung der Mannschaft ist unglaublich“, sagt der Scorpions-Coach angesichts des auf 13 Feldspieler dezimierten Kaders.

Warum pfeifen zwei Hauptschiedsrichter?

Bislang standen ein Hauptreferee und zwei Linienrichter auf dem Eis. Aufgrund einiger Spielausfälle in Eishockey-Deutschland sind Kapazitäten frei, daher gibt es seit vergangener Woche das Vier-Mann-System mit einem zusätzlichen Hauptschiedsrichter. „Ich finde es gut. Zwei weitere Augen se­hen mehr“, sagt Soccio. Anderer Meinung war Hernes Trainer Danny Albrecht: „Das neue System soll besser sein, ich habe es bislang aber noch nicht gemerkt.“ Der HEV-Coach war ohnehin angefressen – und legte einen Rundumschlag gegen die Referees („Im Kabinengang muss man sich vom Schiedsrichter anhören, dass wir eine Asi-Truppe sind – so etwas geht gar nicht“) und seine Mannschaft hin („Ich habe das Rie­sen­pro­blem, dass einige Spieler nicht oberligatauglich sind“).

Wie ist der Terminplan?

Stressig und flexibel. Bei den Indians hat sich der Spielplan verändert, was auch an Quarantäne bei der Konkurrenz liegt. Die Partie am Mittwoch gegen Erfurt fällt aus, es folgen Heimspiele am 26. Dezember gegen Krefeld und 28. Dezember gegen Herford. Zwei Tage später ist der ECH in Hamburg und in Rostock sogar am Neujahrstag zu Gast. Das Heimspiel gegen Hamm am 3. Januar schließt die Phase mit fünf Spielen in neun Tagen ab. Die Scorpions sind am Mittwoch in Hamm wieder im Einsatz – es ist das erste Spiel von sechs Begegnungen in 14 Tagen. Herford (26. Dezember), Halle (30. Dezember) und Rostock (3. Januar) kommen nach Mellendorf, zudem geht es nach Diez-Limburg (28. Dezember) und Tilburg (5. Januar).