22. Oktober 2022 / 16:33 Uhr

FIFA-Boss Infantino kritisiert Angebote für TV-Rechte der Frauen-WM: "100 Mal weniger" als bei den Männern

FIFA-Boss Infantino kritisiert Angebote für TV-Rechte der Frauen-WM: "100 Mal weniger" als bei den Männern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FIFA-Präsident Gianni Infantino war am Wochenende in Auckland für die Auslosung der Frauen-WM.
FIFA-Präsident Gianni Infantino war am Wochenende in Auckland für die Auslosung der Frauen-WM. © IMAGO/Xinhua
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Die abgegebenen Angebote für den Erwerb der Übertragungsrechte an der Frauen-WM 2023 scheinen bei der FIFA für Verärgerung zu sorgen. Verbandspräsident Gianni Infantino wolle diese Offerten "nicht hinnehmen". 

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die seiner Meinung nach zu geringen Gebote für die TV-Rechte für die Übertragung der Frauenfußball-WM in Australien und Neuseeland kritisiert. Diese seien "100 Mal weniger, manchmal sogar noch mehr als 100 Mal weniger" gewesen als für die WM der Männer in diesem Jahr in Katar, sagte Infantino am Rande der Gruppenauslosung für das Frauen-Turnier im kommenden Sommer. "Das ist nicht akzeptabel."

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Er wolle die Medienunternehmen und Rundfunkanstalten zwar nicht nennen, ergänzte der Schweizer, "aber die, die da sind, wissen es". Der Weltverband FIFA habe diese Angebote abgelehnt, "das werden wir nicht hinnehmen", sagte der Präsident. Man wisse sehr wohl, dass die Einschaltquoten der Frauen-Länderspiele gerade in großen Fußballnationen an die von den Männern heranreichen würden.

Das EM-Finale zwischen Deutschland und Gastgeber England hatten im vergangenen Juli im Schnitt knapp 18 Millionen TV-Zuschauer in der ARD verfolgt. Aufgrund der Zeitverschiebung laufen die WM-Spiele in Australien und Neuseeland in Europa im kommenden Jahr allerdings nicht zur besten Sendezeit.

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