23. Mai 2020 / 10:35 Uhr

Bericht über Charterflug: FIFA verteidigt Präsident Gianni Infantino gegen Vorwürfe

Bericht über Charterflug: FIFA verteidigt Präsident Gianni Infantino gegen Vorwürfe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Um FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt es Wirbel wegen eines vermeintlichen Privatflugs.
Um FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt es Wirbel wegen eines vermeintlichen Privatflugs. © imago images/Xinhua
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Die FIFA hat ihren Präsidenten Gianni Infantino gegen den Vorwurf der Falschaussage über einen Flug in einem Privatjet verteidigt. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" über einen von Infantino gecharterten Privatflieger und einen angeblich erfundenen Termin mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin berichtet.

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Der Fußball-Weltverband FIFA hat seinen Präsidenten Gianni Infantino gegen den Vorwurf der Falschaussage über einen transkontinentalen Flug in einem Privatjet verteidigt. „Der FIFA-Präsident besuchte Surinam im April 2017 im Rahmen einer Reise in die CONCACAF-Region“, hieß es auf Anfrage. Der Rückflug habe „den Regeln und Vorschriften der FIFA“ entsprochen.

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Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, Infantino habe kurzfristig einen Privatflieger gechartet, um aus Südamerika in die Schweiz zurückzureisen. Gegenüber dem Compliance-Chef des Weltverbandes habe er die dadurch anfallenden höheren Kosten mit dringenden Terminen am Folgetag gerechtfertigt. Unter anderem sei er mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin verabredet gewesen. Diesen Termin hat es laut „SZ“-Bericht aber nie gegeben.

Infantino schon 2016 wegen Flügen in der Kritik

Infantino war schon zu Beginn seiner Amtszeit 2016 wegen seiner Fluggewohnheiten in die Kritik geraten. So hatte er die Reise zu einem Besuch beim Papst im Privatflieger vorgenommen und auch den Flieger eines russischen Oligarchen genutzt. Konsequenzen gab es für Infantino nicht. Auch um Infantinos Verhältnis zu Michael Lauber, dem Chef der Schweizer Bundesanwaltschaft, hatte es Debatten gegeben. Zudem muss sich die FIFA nach wie vor gegen Kritik an der WM-Vergabe 2022 nach Katar - die vor Infantinos Amtszeit erfolgte - zur Wehr setzen.

So viele Abstellungsgebühren kassieren die deutschen Mannschaften von der FIFA:

Platz 25: TSV 1860 München (35.000 Euro) für Milos Degenek (Australien). Zur Galerie
Platz 25: TSV 1860 München (35.000 Euro) für Milos Degenek (Australien). ©

Seinen ersten Flug als FIFA-Chef zu einem Treffen des International Football Association Board in Wales hatte Infantino einst mit einem Billig-Linien-Flieger absolviert und damit Hoffnungen auf einen Sinneswandel bei der damals von Korruptionsskandalen erschütterten FIFA geschürt. „Die Gesamtkosten für solche Privatflüge sind mit der neuen FIFA-Führung im Jahr 2016 erheblich gesunken“, hieß es nun vom Weltverband.