06. März 2020 / 18:46 Uhr

FIFA erklärt Videobeweis-Tests in den Niederlanden - VAR "light" für kleinere Verbände?

FIFA erklärt Videobeweis-Tests in den Niederlanden - VAR "light" für kleinere Verbände?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Videobeweis, hier von Schiedsrichter Felix Zwayer in der Bundesliga zu Rate gezogen, könnte künftig auch in Ligen und Wettbewerben mit kleinerem Budget zum Einsatz gekommen.
Der Videobeweis, hier von Schiedsrichter Felix Zwayer in der Bundesliga zu Rate gezogen, könnte künftig auch in Ligen und Wettbewerben mit kleinerem Budget zum Einsatz gekommen. © imago images/Sven Simon
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Die FIFA hat in einer Stellungnahme die Videobeweis-Tests in den Niederlanden erklärt. Der niederländische Fußballverband (KNVB) fungierte dabei als Gastgeber für die Tests, deren Ziel die Erarbeitung eines Videobeweis "light", der auch in kleineren Ligen und Verbänden verwendet werden soll.

Die FIFA hat sich in einer Stellungnahme zu den Videobeweis-Tests in dieser Woche geäußert, für die der niederländische Fußballverband (KNVB) als Gastgeber fungiert hatte. Demnach war die zweitägige Veranstaltung in Zeist die zweite in einer Reihe, die im Hinblick auf 2022 von einer FIFA-Arbeitsgruppe für Innovation organisiert wird. Ziel war ein Austausch, um künftig den Videobeweis (VAR) auch als "Light"-Version auch in Ligen und Verbänden einsetzen zu können, die ein kleineres Budget zur Verfügung haben als die großen europäischen Verbände. Meldungen, wonach in den Niederlanden auch Regeländerungen getestet worden seien, widersprach die FIFA gegenüber dem SPORTBUZZER.

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Start der Arbeitsgruppe war im Februar, wie die FIFA erläuterte, in Zürich mit 13 Funktionären und Vertretern des für das Regelwerk zuständigen International Football Association Board (IFAB). Johannes Holzmüller, der zuständige FIFA-Direktor für Technologie und Innovation, zeigte sich einverstanden mit den Ergebnissen des Treffens in den Niederlanden. "Wir sind sehr zufrieden mit der in Zeist geleisteten Arbeit und freuen uns auf die anstehenden ähnlichen Tests, die wir geplant haben", wird Holzmüller in dem Statement des Weltverbandes zitiert. Die Entwicklung in Richtung eines VAR "light" in enger Abstimmung mit den Anbietern der technischen Hilfe gehöre zu den nächsten Schritten. Holzmüller ergänzte, der VAR solle "so effizient wie möglich" werden, mit dem Ziel, die VAR-Technologie auf allen Ebenen erschwinglicher zu machen.

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Der Videobeweis hat den Fußball maßgeblich verändert. Vor allem bei Handspielen ist es in der Bundesliga zuletzt immer wieder zu heftigen Debatten gekommen. Zur Saison 2019/20 wurden einige Regelveränderungen vorgenommen, die es Schiedsrichtern und Videoassistenten leichter machen sollen. Der SPORTBUZZER hat die neuen Regeln zusammengefasst. ©

Die FIFA kündigte zudem an, in den kommenden Monaten eine Reihe von Tests auf der ganzen Welt durchführen zu wollen, um die technische Funktionsweise des VAR für die großen Wettbewerbe zu optimieren.