26. Mai 2018 / 06:00 Uhr

Toni Kroos schreibt Geschichte: 23. Titelgewinn in Kiew

Toni Kroos schreibt Geschichte: 23. Titelgewinn in Kiew

Frank Hellmann
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Toni Kroos hat mit Real Madrid gegen Liverpool zum dritten Mal in Folge die Champions League gewonnen.
Toni Kroos hat mit Real Madrid gegen Liverpool zum dritten Mal in Folge die Champions League gewonnen. © Getty
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Im Alter von 28 Jahren hat Toni Kroos schon alle Titel gewonnen, die es gibt - nun schaffte er mit Real Madrid den dritten Titelgewinn der Champions League in Folge. So tickt der bodenständige Superstar!

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Toni Kroos hat es schon wieder getan! Der deutsche Nationalspieler gewann mit Real Madrid bereits zum dritten Mal in Folge die Champions League. Dass beim Endspiel in Kiew ein anderer Deutscher die Hauptrolle spielte (nämlich Liverpools Torwart Loris Karius), dürfte Kroos herzlich egal sein. Es ist bereits sein 23. Titelgewinn in einer Karriere, die noch längst nicht am Ende ist. Eine beispiellose Erfolgsgeschichte, die nicht einmal Ex-Stars wie Franz Beckenbauer oder Lothar Matthäus vorweisen können.

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Madrid-Stars sind den Jubel gewohnt

Madrids Superstars haben im Feiern schon eine gewisse Routine entwickelt. Wie läuft eine Feierlichkeit ab? Am Ende brechen innerhalb der königlichen Garde meist alle Dämme. So ist das jedenfalls nach einem Champions-League-Finale in der Entourage bei Real Madrid in den vergangenen Jahren nach einem Triumph immer gewesen. Ob 2014 im Estadio da Luz von Lissabon, 2016 im San Siro von Mailand oder 2017 im Millennium Stadium von Cardiff: Hatten sich die Stars aus der spanischen Hauptstadt erst einmal den Henkelpott geholt und hatte ein Anführer wie Sergio Ramos ihn im Konfettiregen in die Luft gestemmt, ging es noch auf dem Rasen zum kindlichen Teil über.

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Der Nachwuchs strömte in weißen oder violetten Originalleibchen aufs Spielfeld und warfen das bunte Lametta erneut durch die Luft. Manche Minis suchten aber lieber den Arm des kickenden Papas auf. So entstanden stets nette Bilder für die Ewigkeit. Im Vorjahr waren auch welche von Toni Kroos dabei, der seinen damals dreijährigen Leon mitgebracht hatte. Stilecht wie der Vater in einem Jersey mit der Nummer acht. Später hatte die Anstoßzeit ihre Spuren hinterlassen. In der Mixed Zone gähnte der Junior so demonstrativ, dass der Senior das Gespräch mit Reportern abbrach. Es war nach Mitternacht.

"Der Titel ist speziell genug"

Gefühlt in jedem Jahr macht die UEFA am Endspielort mehr Brimborium um ihr lukrativstes Event, aber Protagonisten wie Kroos bleiben im Vorfeld kühl. Er das vierte Mal die Königsklasse holen könnte – dreimal mit Real, 2013 als verletzter Spieler mit dem FC Bayern – und einen Sepp Maier, Franz Beckenbauer oder Gerd Müller übertrumpfen würde, die dreimal den Europapokal der Landesmeister gewannen, spornte ihn nicht besonders an. „Natürlich nimmt man einen Platz in der Geschichte ein, der speziell ist. Aber der Titel an sich ist schon speziell genug“, beteuerte Kroos, den viele als die königliche Herzkammer ansehen.

Kroos steht auch in Schlüsselspielen seinen Mann, ohne allzu viel Aufhebens von sich zu machen. So wie er mit über 90-prozentiger Garantie die Bälle an die Mitspieler weiterleitet, so geerdet kommt der Greifswalder zumeist rüber. Mister Bodenständig. Sein Trainer Zinedine Zidane lobt: „Toni Kroos ist ein unglaublich intelligenter Spieler.“ Und einer, der Titel sammelt wie andere Turnschuhe.

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Real Madrid hat zum dritten Mal in Folge das Finale der Champions League gewonnen. Wir haben alle Spieler der Königlichen beim 3:1 gegen Liverpool einzeln bewertet. Zur Galerie
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