19. April 2019 / 13:22 Uhr

Finale im AOK-Landespokal auf neutralem Boden? - "Lächerlicher Vorschlag"

Finale im AOK-Landespokal auf neutralem Boden? - "Lächerlicher Vorschlag"

Lennart Wunderlich
Märkische Allgemeine Zeitung
Ingo Kahlisch vor dem Spiel noch in Gedanken.
Optik Rathenow-Coach Ingo Kahlisch ist mit der Austragung des Endspiels auf neutralem Boden nicht einverstanden. © Christoph Laak
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AOK-Landespokal: Energie Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz würde ein Finale auf neutralem Boden begrüßen. Optik-Coach Ingo Kahlisch hält vehement dagegen.

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Erst am Mittwochabend machte der FSV Optik Rathenow durch einen verdienten 2:0-Sieg gegen den FSV 63 Luckenwalde den Einzug in das Finale des AOK-Landespokals perfekt. Am 25. Mai ist Drittligist FC Energie Cottbus zum Endspiel um 14.15 Uhr oder 16.15 Uhr im Rathenower Stadion "Am Vogelgesang" zu Gast - eigentlich. Denn auf einer Pressekonferenz am Donnerstag äußerte Claus-Dieter Wollitz den Wunsch nach einem neutralen Austragungsort. Dabei brachte er das Werner-Seelenbinder-Stadion in Luckenwalde ins Spiel, in dem Rathenow am Mittwoch unter den Augen von Wollitz den Finaleinzug perfekt gemacht hat: "Luckenwalde hat eine sehr schöne Anlage und einen super Platz. Das wäre für beide Mannschaften die gleiche Anfahrt. In Rathenow sind die Bedingungen für eine Übertragung vielleicht nicht so gegeben."

Doch die Umstände sind klar geregelt: Der FSV Optik Rathenow genießt als spielklassentiefere Mannschaft das Heimrecht im Finale und ist auch nicht bestrebt, dieses abzugeben, wie Trainer Ingo Kahlisch auf SPORTBUZZER-Nachfrage bestätigte: "Das ist ein lächerlicher Vorschlag. Wenn das so stattfindet, lasse ich das Endspiel platzen." Er habe sich bereits bei Frank Fleske, dem Staffelleiter des AOK-Landespokals, rückversichert und verweist darauf, dass es sich bei der Option auf einen neutralen Endspielort nur um eine Kann-Bestimmung handle. Diese würde dann zum Tragen kommen, wenn der Gastgeber nicht in der Lage wäre, das Spiel auszutragen.

Optik Rathenow gewinnt Landespokal-Halbfinale beim FSV 63 Luckenwalde.

Regionalligist Optik Rathenow zieht durch ein 2:0 beim FSV 63 Luckenwalde ins Finale des AOK-Landespokals ein. Zur Galerie
Regionalligist Optik Rathenow zieht durch ein 2:0 beim FSV 63 Luckenwalde ins Finale des AOK-Landespokals ein. © Frank Neßler

Dass die Rathenower dies können, stellten sie schon mehrfach unter Beweis. Im Jahr 2014 trug der FSV Optik Rathenow bereits das Finale im AOK-Landespokal gegen den SV Babelsberg 03 vor 1695 Zuschauern aus und konnte sich mit 3:1 durchsetzen. Zur ersten Runde im DFB-Pokal, ebenfalls im Stadion "Am Vogelgesang" ausgetragen, gegen Zweitligist FC St. Pauli (1:3) kamen gar 4500 Fans. Und auch ein Jahr zuvor trug der FSV Optik Rathenow die Erstrunden-Partie im DFB-Pokal gegen den FSV Frankfurt (1:3 n.V.) in der Heimstätte aus. "Auch Frank Fleske geht 100-prozentig davon aus, dass die Partie bei uns stattfindet", so Kahlisch abschließend. Auch Wollitz weiß: "Wenn ich entscheiden dürfte, wäre es anders, aber ich gehe davon aus, dass es in Rathenow stattfindet."