07. August 2020 / 12:22 Uhr

Dahme/Fläming-Finale: Dahlewitz zuhause gegen Bestensee

Dahme/Fläming-Finale: Dahlewitz zuhause gegen Bestensee

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Spieler des SV Blau-Weiß Dahlewitz wollen sich auch über einen Endspielsieg, wie bereits beim Erfolg gegen Miersdorf/Zeuthen II, freuen.  
Die Spieler des SV Blau-Weiß Dahlewitz wollen sich auch über einen Endspielsieg, wie bereits beim Erfolg gegen Miersdorf/Zeuthen II, freuen. © Oliver Schwandt
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Kreispokal Dahme/Fläming: Nur 200 Fans dürfen das Finale zwischen dem Kreisoberligisten und dem Team aus der Landesklasse Ost am Sonntag sehen.

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Das größte Spiel in seiner Vereinsgeschichte bestreitet der SV Blau-Weiß Dahlewitz am Sonntag, den 9. August, auf seinem Sportplatz. Um 15 Uhr empfängt die Fußball-Kreisoberliga-Mannschaft des SV im Kreispokalendspiel der Saison 2019/2020 den SV Grün-Weiß Union Bestensee aus der Landesklasse Ost. Schiedsrichter der Partie wird Marko Schmidt aus Dahme sein. Seine beiden Assistenten sind Daniel Läser und Nico Läufer.

Wie Dahlewitz auf seiner Facebookseite mitteilt, ist die maximale Zuschauerzahl aufgrund der derzeitigen Situation durch das Coronavirus auf 100 Personen pro Mannschaft begrenzt. „Ihr werdet an den Barrieren Bänder finden, die euch den Mindestabstand zeigen werden, den ihr zu eurem Nachbarn am Spielfeldrand einhalten solltet – ausgenommen familiäre Gruppen“, heißt es an die Fans gerichtet, „die Sportanlage wird erst um 14 Uhr für die Zuschauer geöffnet. Ausgenommen sind Spieler, Trainer, Betreuer, die Verantwortlichen der Vereine sowie des Fußballkreises.“

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Wie die Verantwortlichen des Fußballkreises Dahme/Fläming bei einer gemeinsamen Besprechung festlegten, sind für das Finale keine weiteren Zuschauer zugelassen, egal ob diese auch ohne Eintrittskarten Spiele anschauen können (Schiedsrichter-Ausweis, DFB-Trainer, Kreisausweise). Verantwortliche des Fußballkreises dürfen dem Finale jedoch beiwohnen, müssen ihre Namen aber dem Endspiel-Gastgeber im Vorfeld der Begegnung mitteilen.

Der SV Blau-Weiß Dahlewitz erreichte durch einen verdienten 2:0-Erfolg am vergangenen Sonntag im Halbfinale gegen die Brandenburgliga-Reserve des SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen das Finale auf dem eigenen Sportplatz. „Ich freue mich auf mein erstes Endspiel als Trainer im Fußballkreis Dahme/Fläming. Den Berlin-Pokal habe ich als Spieler und Trainer bereits gewonnen“, informiert Blau-Weiß-Trainer Dirk Kasprzak.

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Im Kreispokal-Halbfinale dezimierte sich Miersdorf/Zeuthens zweite Vertretung schon nach 12 Minuten durch eine Rote Karte. Fabian Szkoda (32.) und Pascal Hannemann (75.) schossen Blau-Weiß Dahlewitz dann ins Pokalfinale. Zur Galerie
Im Kreispokal-Halbfinale dezimierte sich Miersdorf/Zeuthens zweite Vertretung schon nach 12 Minuten durch eine Rote Karte. Fabian Szkoda (32.) und Pascal Hannemann (75.) schossen Blau-Weiß Dahlewitz dann ins Pokalfinale. © Oliver Schwandt

„Für unseren Verein ist es eine richtig tolle Sache, ein Endspiel mit einer eigenen Mannschaft auszurichten. Ich erwarte ein Fußballfest, das leider zu wenig Zuschauer sehen können. Mir tut es für die neutralen Fans etwas leid, dass sie dieser Begegnung nicht beiwohnen können“, so der Dahlewitz-Coach weiter. Bestensee hat er das letzte Mal in der vergangenen Saison spielen sehen, als Union das Pokal-Halbfinale beim SV Waßmannsdorf mit 3:4 nach Verlängerung verloren hatte.

Dirk Kasprzak kann auf seinen kompletten Kader im Duell gegen Bestensee zurückgreifen

„Bestensee hat schon eine ziemlich spielstarke Mannschaft, die nicht nur den Ball einfach nach vorne ballert. Leistungsträger des Teams ist Paul Nießler, den wir kontrollieren müssen. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe zweier sehr offensiv ausgerichteter Teams. Für mich sind die Gäste der leichte Favorit, da sie doch durch ihre Landesklasse-Zugehörigkeit etwas mehr Erfahrung besitzen“, sagt Kasprzak. Gegen Grün-Weiß steht ihm sein gesamter Kader zu Verfügung. „Ist doch klar, dass jeder meiner Spieler im Finale auflaufen will“, grinst der Blau-Weiß-Coach, „jedoch werde ich den Jungs die Aufstellung erst eine Stunde vor dem Anpfiff mitteilen.“

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Diesen Luxus kann Bestensee-Trainer Thomas Nießler nicht genießen, denn mit Fabian Huschke und Gustav Lemke verpassen zwei wichtige Akteure das Endspiel, weil sie an Fußverletzungen laborieren. „Wir fahren als Favorit nach Dahlewitz und wollen den Pokal holen“, kündigt Nießler an, „natürlich wird dieses Vorhaben alles andere als leicht werden, da Dahlewitz eine richtig gute Mannschaft ist, gegen die wie in der Vergangenheit bei Testspielen immer verloren haben.“

Nießler möchte auch kein erneutes böses Erwachen erleben, wie es am 24. März 2019 der Fall war, als sein Team in Waßmannsdorf aus dem Pokal flog. „Da waren wir läuferisch viel zu schlecht. Das darf uns am Sonntag bei Blau-Weiß nicht erneut passieren.“