18. Juli 2021 / 19:11 Uhr

Finalpaarungen sind perfekt: Blumenthal/Grabow startet im Landespokal (mit Galerie)

Finalpaarungen sind perfekt: Blumenthal/Grabow startet im Landespokal (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
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René Steinhauer durfte zweimal zum Elfmeter antreten. © Dirk Becker
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Fußballkreis Prignitz/Ruppin: Bei den Altherren avanciert Karstädt-Torhüter Steffen Gottschalk zum Elfmeter-Killer.

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Die Finaltickets sind vergeben: Am Wochenende fanden in den Pokalwettbewerben der Herren, Altherren, Alt-Senioren und Frauen die Halbfinals statt. Die Endspielpaarungen sind nun fix, die Orte dagegen noch nicht ganz. Dies soll aber zeitnah passieren, informierten die FK-Verantwortlichen.

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OBERER POKAL

SG Stahl Wittstock – MSV Neuruppin II 1:5 (1:3). Tore: 0:1 Alec Kögler (21.), 1:1 Patrick Schönfeldt (27.), 1:2, 1:3, 1:4 Kögler (30., 31., 60.), 1:5 Tim Kleeßen (87.). Zuschauer: 228. Die Landesklassen-Elf aus der Fontanestadt konnte der Favoritenrolle auf dem Stahlsportplatz gerecht werden – vor allem dank eines überragend aufgelegten Alec Kögler. Der MSV-Angreifer war von den Gegenspielern nicht zu halten und katapultierte sein Team dank eines Viererpacks quasi im Alleingang ins Finale. „Der Neuruppiner Sieg geht in Ordnung, fiel aber zwei Tore zu hoch aus“, resümierte Stahl-Coach Dietmar Andree. Seine Mannschaft sei nicht so richtig in Schwung gekommen, „der letzte Druck hat gefehlt“. Dennoch hielt sich die Enttäuschung bei den Stählernen in Grenzen: „Wir haben das akzeptiert. Nun gilt unser Fokus der kommenden Kreisoberliga-Saison.“

In Bildern: Blumenthal/Grabow zieht bei Alt Ruppin II ins Pokalfinale ein.

Der Kreisoberligist (grüne Trikots) setzt sich dank zweier Treffer von René Steinhauer im Waldstadion durch. Philip Stegemann brachte die Eintracht-Reserve in Führung. Zur Galerie
Der Kreisoberligist (grüne Trikots) setzt sich dank zweier Treffer von René Steinhauer im Waldstadion durch. Philip Stegemann brachte die Eintracht-Reserve in Führung. © Dirk Becker

Eintracht Alt Ruppin II – SV Blumenthal/Grabow 1:2 (1:1). Tore: 1:0 Philip Stegemann (33.), 1:1, 1:2 René Steinhauer (42., Strafstoßtor, 79.). Zuschauer: 165. Grabow-Coach Ralf Lengert sprach nach der Partie von einem hart erkämpften aber verdienten Erfolg für seine Mannschaft: „Die erste Halbzeit haben wir klar beherrscht, trotz guter Chancen aber die Führung verpasst.“ Auf der anderen Seite ging der Kreisligist mit dem ersten Schuss in Front. Ein Strafstoß verhalf den Gästen zum Ausgleich. Kurios: René Steinhauer scheiterte an Alt Ruppins Torwart Denny Fischer, durfte aber nochmal ran, weil sich der Keeper laut Schiedsrichter-Assistent Kristof Gräbel zu früh bewegte. „Regelkonform aber glücklich“, kommentierte Lengert die Szene. Gegen kompakte Hausherren gelang Grabow elf Minuten vor dem Ende der Siegtreffer – erneut dank Steinhauer. Damit erwartet der Kreisoberligist am 30. Juli (18.30 Uhr) den MSV Neuruppin II am heimischen Vereins-, Freizeit- und Kulturzentrum. „Wir werden uns sportlich und organisatorisch gut vorbereiten“, sagt Lengert, der mit seinem Team den Fußballkreis Prignitz/Ruppin im AOK-Landespokal vertreten wird. Der Gegner wird ein Landesligist sein und heißt Einheit Perleberg oder Fortuna Glienicke.

UNTERER POKAL

Eiche 05 Weisen II – SV Prignitz Maulbeerwalde 6:1 (4:1). Tore: 1:0 Nicolas Kout (21.), 2:0 Hugo Erdmann (29.), 3:0 Robin Haase (34.), 4:0 Tom Stolz (39.), 4:1 Maik Menzel (44.), 5:1 Haase (59.), 6:1 Hans Lüdke (85.). Gelb-Rote Karte: Matthias Menzel (79., Maulbeerwalde, wdh. Foulspiel). Zuschauer: 107. Aus der Traum vom Pokalfinale für den SV Prignitz Maulbeerwalde. Die Landesklassen-Reserve des SV Eiche Weisen, gespickt mit jungen Wilden, legte bereits im ersten Durchgang den Grundstein für das Weiterkommen. Die Gäste fanden auch nach dem Seitenwechsel keine Mittel, um die Partie zu kippen.

KSV Prignitz – Einheit Perleberg II 2:1 (0:0). Tore: 1:0 Justin Bank (68.), 1:1 Per Schönfelder (90.), 2:1 Thomas Mengel (90., Eigentor). Zuschauer: 133. Dank Justin Bank und einem Eigentor von Thomas Mengel steht der KSV Prignitz im Finale des Unteren Pokals. Für die Einheit-Reserve traf Per Schönfelder zum umjubelten Ausgleich. Die Freude hielt aber nur kurz - im Gegenzug entschied der KSV dank des Eigentores die Partie für sich.

ALTHERREN-KREISPOKAL

SV Union Neuruppin – SV 69 Schönberg 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Lars Pickert (66.). Zuschauer: 75. In einem gutklassigen und spannenden Pokalfight setzten sich die Gildenhaller letztlich nicht unverdient durch. Gegen die durchschnittlich junge Ü35-Truppe des SV Union konnten die Schönberger nur phasenweise an die Top-Leistung beim 4:1-Viertelfinalerfolg gegen den MSV Neuruppin anknüpfen. Der Treffer des Tages durch Lars Pickert, der von Steven Wolter mustergültig bedient wurde, fiel erst eine Viertelstunde vor Ultimo. Bis dahin hatte SV-69-Keeper Andreas Heidrich bereits mehrfach glänzend reagiert und sein Team vor einem Rückstand bewahrt. Beim Strafstoß von Christian Lenz musste er dagegen nicht eingreifen – der Unioner vergab die große Chance auf das 2:0, als er den Ball neben das Tor schoss. Dennoch jubelte am Ende der Gastgeber über den Finaleinzug.

Mehr Fußball aus Prignitz/Ruppin

SpG Herzberg/Langen – Hertha Karstädt 2:4 n.E. (0:0, 0:0). Tore im Elfmeterschießen: Christian Mathwig und Stefan Engelhardt für Herzberg/Langen. Tino Huneck, Andy Zippel, Sebastian Schuldt und Oliver Melaus für Karstädt. Zuschauer: 73. Einmal mehr bewiesen die Karstädter Routiniers Nervenstärke: Wie schon im Viertelfinale gegen Pritzwalk vor Wochenfrist setzten sich die Herthaner nach Elfmeterschießen durch. In den vorherigen 80 Spielminuten war die Spielgemeinschaft auf dem Herzberger Sportplatz die etwas tonangebendere Mannschaft, Treffer wollten aber weder hüben noch drüben fallen. Vom Punkt blieb Karstädt cool, David Maaß und Jamel Ben Toumia hatten gegen Hertha-Schlussmann Steffen Gottschalk, der zum gefeierten Helden avancierte, das Nachsehen.

ALT-SENIOREN-KREISPOKAL

MSV Neuruppin – ESV/Veritas Wittenberge 2:5 (1:1). Die Wittenberger Oldies, die ihre Torschützen nicht meldeten, folgen den bereits qualifizierten Handwerkern aus Wittstock ins Pokalfinale. Für den MSV trug sich am Freitagabend Dietmar Bletsch doppelt in die Torschützenliste ein.

FRAUEN-KREISPOKAL

Veritas Wittenberge/Breese – Eintracht Alt Ruppin 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Melanie Marie Korbel (2.). Zuschauer: 32. Dank eines Blitzstarts zogen die Veritas-Kickerinnen ins Endspiel ein. Gegen eine tapfer kämpfende Eintracht aus Alt Ruppin hatten die Schützlinge von Trainer Kristin Littau mächtig zu kämpfen. Doch die Gäste um Coach Thomas Stork kamen nicht an Luana Wietzki im Wittenberger Tor vorbei. Veritas trifft im Endspiel auf die Landesliga-Reserve der SG Sieversdorf, die am Sonntag kampflos ins Finale einzogen. Rot-Weiß Gülitz bekam kein spielfähiges Team zusammen.