24. Mai 2019 / 15:05 Uhr

Finalschiedsrichterin Sandra Stolz: "Habe Respekt, aber keine Angst"

Finalschiedsrichterin Sandra Stolz: "Habe Respekt, aber keine Angst"

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Sandra Stolz wird eine große Ehre zuteil.
Sandra Stolz wird eine große Ehre zuteil. © Stefan Peglow
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AOK-Landespokal: Die Pritzwalkerin leitet das Landespokal-Endspiel zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus.

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Vor fast genau einem Jahr, am 19. Mai 2018, leitete Sandra Stolz das DFB-Pokalfinale der Frauen zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern (3:2 n.E.) vor 17692 Zuschauern im Kölner Rheinenergiestadion. Am Sonnabend pfeift die 36-Jährige, die für den Pritzwalker FHV aktiv ist, das Landespokal-Endspiel der Männer zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus (14.15 Uhr, Stadion Vogelgesang).

Frau Stolz, ist diese Ansetzung der zweitgrößte Höhepunkt ihrer Karriere?

Sandra Stolz: Ich würde es sogar gleichstellen. Natürlich war das Drumherum im letzten Jahr besonders, aber jedes Finale ist toll. Zumal ich eine Spielleitung bei den Männern einen Tick schwieriger sehe.

Wann haben Sie von ihrer Nominierung erfahren und freuen Sie sich auf die Partie?

Das war vor knapp drei Wochen. Natürlich ehrt mich das, ich habe mich sehr gefreut, auch wenn dieses Spiel bestimmt nicht einfach wird und eine Menge Arbeit auf unser Kollektiv wartet.

In Bildern: Die Sieger des Brandenburger Landespokals seit 2005.

<b>2005</b>: MSV Neuruppin gewinnt nach Verlängerung (2:1 gegen Babelsberg) erstmals den Pokal, darf im DFB-Pokal später gegen Bayern München spielen. Zur Galerie
2005: MSV Neuruppin gewinnt nach Verlängerung (2:1 gegen Babelsberg) erstmals den Pokal, darf im DFB-Pokal später gegen Bayern München spielen. ©
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Was könnten die größten Schwierigkeiten werden?

Ich hoffe, dass es auf den Rängen ruhig bleibt, anders als im letzten Jahr, wo es zwischen Babelsberg 03 und Cottbus zu einigen unschönen Szenen kam. Ich gehe vorurteilsfrei in die Partie und will mich im Vorfeld nicht verrückt machen. Ich habe Respekt vor der Aufgabe, aber keine Angst.

Optik-Trainer Ingo Kahlisch und Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz sind für ihre impulsive Art bekannt. Kennt man sich untereinander?

Kennen ist übertrieben, mir sind beide aber aus vergangenen Spielen bekannt, ja. Die Trainer waren in unserem Kollektiv auch Thema. Wir sind da aber unvoreingenommen.

An den Seiten assistieren Katharina Kruse (Ludwigsfelder FC) und Robert Nitz (Victoria Seelow). Sind Sie zufrieden mit den Kollegen?

Erstmal ist es auch für mich eine Premiere, dass wir zwei Frauen und zwei Männer sind. Mit Katharina war ich schon mehrfach unterwegs, zudem hatten wir bei einem Brandenburgliga-Spiel in Falkensee eine Art Probe. Es lief super, auch menschlich passt es gut. Ich bin da wirklich guter Dinge.

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Sind die Cottbuser der Favorit?

Könnte man meinen, zumindest vom Papier her. Rathenow hat sich aber gemacht und in der Regionalliga einige Mannschaften überraschend geschlagen. Cottbus wird gewarnt sein, den Gegner nicht unterschätzen und auch wenn der Stachel nach dem Abstieg noch tief sitzt, sind sie favorisiert.

Dürfen auch Sie sich über Unterstützung von den Rängen freuen?

Ja, ich reise zusammen mit meinem Mann Andy, meiner Tochter und meinen Eltern nach Rathenow. Das stärkt mir den Rücken.

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