05. März 2020 / 22:44 Uhr

Verstoß gegen Financial Fairplay: Olympique Marseille droht Ausschluss aus Europapokal

Verstoß gegen Financial Fairplay: Olympique Marseille droht Ausschluss aus Europapokal

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Müssen eventuell auf eine Teilnahme am Europapokal verzichten: Die Fans von Olympique Marseille.
Müssen eventuell auf eine Teilnahme am Europapokal verzichten: Die Fans von Olympique Marseille. © Norbert Scanella/imago images
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Nach Manchester City droht einem weiteren namhaften Team der Ausschluss aus dem Europapokal, mindestens aber eine Strafe von der UEFA. Olympique Marseille soll wie der englische Spitzenklub gegen das Financial Fairplay verstoßen haben.

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Dem französischen Spitzenklub Olympique Marseille droht wegen vermeintlicher Verstöße gegen das Financial Fairplay eine Strafe durch die Europäische Fußball-Union. Der Champions-League-Sieger von 1993 habe „die in seinem Vergleich für die Saison 2019/20 gestellten Bedingungen nicht erfüllt“, teilte die UEFA am Donnerstag mit.

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Der Chefermittler der sogenannten Finanzkontrollkammer für Klubs habe den Fall von Marseille ebenso wie den des polnischen Klubs Lechia Danzig an die rechtsprechende Kammer weitergegeben. Diese hatte zuletzt den englischen Meister Manchester City Mitte Februar wegen „schwerwiegender Verstöße“ gegen die Regeln des Financial Fairplay für die kommenden beiden Spielzeiten aus dem Europapokal ausgeschlossen. City muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Euro zahlen. Der Club von Startrainer Pep Guardiola soll Sponsoreneinkünfte weit über Gebühr bewertet und damit bewusst getäuscht haben.

Financial Fairplay: Manchester City legt Einspruch ein

Der Kern-Vorwurf gegen den Klub: Gelder, die als Einnahmen durch wichtige Sponsoren des Klubs aus Abu Dhabi - darunter mit Etihad Airways die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate - deklariert wurden, sollen in Wirklichkeit von Klubchef Mansour bin Zayed Al Nahyan gezahlt worden sein. Diese Vorwürfe hat ManCity stets bestritten. Inzwischen hat Manchester City auch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch eingelegt.

Aus in der Vorrunde und Halbfinal-Pleiten: Der Champions-League-Fluch von ManCity

Bisher scheiterte Manchester City immer am selbstgesteckten Ziel, die Champions League zu gewinnen. Der <b>SPORT</b>BUZZER blickt zurück auf die Versuche, die nicht von Erfolg gekrönt waren. Zur Galerie
Bisher scheiterte Manchester City immer am selbstgesteckten Ziel, die Champions League zu gewinnen. Der SPORTBUZZER blickt zurück auf die Versuche, die nicht von Erfolg gekrönt waren. ©

Das Financial Fairplay der Europäischen Fußball-Union soll seit 2011 im Grundsatz dafür sorgen, dass die Europapokal-Teilnehmer nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen. Lebt ein Club deutlich und lange über seine Verhältnisse, kann die UEFA teils harte Sanktionen verhängen.