21. März 2020 / 18:11 Uhr

Financial Fairplay: UEFA gibt Klubs wegen Corona-Krise mehr Zeit

Financial Fairplay: UEFA gibt Klubs wegen Corona-Krise mehr Zeit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die UEFA lässt den Klubs mehr Zeit beim Einhalten der Vorgaben des Financial Fairplays.
Die UEFA lässt den Klubs mehr Zeit beim Einhalten der Vorgaben des Financial Fairplays. © imago images/Jan Huebner
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Die Corona-Krise hat den internationalen Fußball weiter im Griff. Da den Vereinen durch den Spielstopp aktuell Geld fehlt, lässt die UEFA den Klubs nun mehr Zeit, um die Bedingungen des Financial Fairplays zu erfüllen.

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Der internationale Fußball steckt in der Krise - und die UEFA reagiert: Wegen der Coronavirus-Pandemie lässt die Europäische Fußball-Union den Klubs mehr Zeit, um die Vorgaben des Financial Fairplays zu erfüllen. Als "erste Maßnahme" und "Reaktion auf die aktuelle außergewöhnliche Situation" wurde die Frist für die Vereine, um nachzuweisen, dass sie keine ausstehenden Zahlungen gegenüber anderen Vereinen, ihren Mitarbeitern und Steuerbehörden haben, um einen Monat bis 30. April verlängert. Das teilte die UEFA am Donnerstag auf Anfrage mit. Zuvor berichtete das Portal The Athletic über den UEFA-Beschluss. Durch das Financial Fairplay wird die wirtschaftliche Situation der Klubs geprüft. Bei Verstößen können Vereine aus den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen werden.

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Außergewöhnliche Ereignisse, die außerhalb der Kontrolle von Vereinen stehen, werden als "höhere Gewalt" angesehen und können zu einer anderen Beurteilung im Rahmen des Financial Fairplays führen. Der Spielstopp im europäischen Fußball aufgrund der Coronavirus-Pandemie stellt viele Vereine vor wirtschaftliche Schwierigkeiten. So droht der Bundesliga etwa bei einem Saisonabbruch ein Schaden von 750 Millionen Euro. Laut The Athletic wurde den Premier-League-Klubs zudem von der Liga mitgeteilt, dass sie 762 Millionen Pfund (rund 824 Millionen Euro) an Sendeeinnahmen zurückzahlen müssen, wenn die Saison aufgrund des Coronavirus nicht abgeschlossen wird. Für einige Klubs könnte das den finanziellen Ruin bedeuten, deshalb nun das Entgegenkommen der UEFA.

Manchester City nach Verstößen gegen das Financial Fairplay für zwei Jahre aus Champions League ausgeschlossen

Das Financial Fairplay der Europäischen Fußball-Union soll seit 2011 im Grundsatz dafür sorgen, dass die Europapokal-Teilnehmer nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen. Die UEFA hatte zuletzt den englischen Meister Manchester City Mitte Februar wegen "schwerwiegender Verstöße" gegen die Regeln des Financial Fairplay für die kommenden beiden Spielzeiten aus dem Europapokal ausgeschlossen. City muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Euro zahlen. Der Klub von Startrainer Pep Guardiola soll Sponsoreneinkünfte weit über Gebühr bewertet und damit bewusst getäuscht haben.

Am Dienstag hatte die UEFA die Europameisterschaft um ein Jahr auf den Sommer 2021 verschoben. Zudem sind alle Spiele für Vereine und Nationalmannschaften „bis auf Weiteres“ ausgesetzt.