26. Juni 2022 / 11:28 Uhr

1. FC Köln steckt im Finanz-Dilemma: Zweistellige Millionensumme "schon verfrühstückt"

1. FC Köln steckt im Finanz-Dilemma: Zweistellige Millionensumme "schon verfrühstückt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der 1. FC Köln steckt in einer herausfordernden finanziellen Situation.
Der 1. FC Köln steckt in einer herausfordernden finanziellen Situation. © IMAGO/Herbert Bucco (Montage)
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Trotz der Qualifikation für den Europapokal geht der 1. FC Köln wirtschaftlich angeschlagen in die kommende Saison. Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff gibt einen Einblick in die Situation und erklärt, dass man "jeden Euro fünfmal umdrehen" müsse.

Der 1. FC Köln geht mit einer großen finanziellen Schwächung in die neue Saison. Für das neue Geschäftsjahr habe der Conference-League-Teilnehmer "von den eigentlichen Einnahmen schon eine zweistellige Millionensumme verfrühstückt", sagte der im April gekommene Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff im Interview dem Express.  "Der Klub hat sich also bereits geschwächt für eine Saison, die eigentlich zur Gesundung beitragen soll", führte der 46-Jährige weiter aus: "Das ist das Allererste, was wir als Geschäftsführung zurücknehmen möchten: Wir müssen diesen Klotz am Bein loswerden und dafür sorgen, dass das Geld, das Sponsoren in einer Saison zahlen, in der jeweiligen Saison auch zur Verfügung steht."

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Wie der FC in diese Situation geraten ist, erklärte Türoff auch. "Die gegebenen Betriebsmittelkredite sind genutzt worden, um der Krise zu begegnen", sagte er: "Auf ein sattes Eigenkapital können wir nicht mehr zurückgreifen – es gibt keine Fettschicht, die wir uns runterhungern können bei Gegenwind. Wir haben in einem signifikanten Umfang Sponsoreneinnahmen der Zukunft bereits als bilanzielle Maßnahme verkauft, um im Eigenkapital überhaupt positiv zu bleiben."

Künftig müsse der der Bundesliga-Siebte "bei allen Transaktionen, die wir tätigen, jeden Euro fünfmal umdrehen". Die Zahlungsfähigkeit sei "sicherlich angespannt und muss gemanagt werden – aber gemeinsam mit einer Ablöse, die reinkommt, ist die Liquidität eine zu bewältigende Aufgabe".

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