13. November 2020 / 17:12 Uhr

Findet die Rostocker Stadtmeisterschaft statt? Frank Goesch hat noch Hoffnung

Findet die Rostocker Stadtmeisterschaft statt? Frank Goesch hat noch Hoffnung

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Seit vielen Jahren engagiert bei der Rostocker Stadtmeisterschaft: Frank Goesch.
Seit vielen Jahren engagiert bei der Rostocker Stadtmeisterschaft: Frank Goesch. © privat
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Der Mitorganisator des Hallenspektakels hat die Austragung des Ereignisses noch nicht abgehakt. Alle Turniere sollen in der Ospa-Arena steigen. Frank Goesch weiß allerdings auch, dass ihm die Hände gebunden sind.

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Rostock. Die kommende Hallenfußball-Saison wird komplett ausfallen – nicht ganz! Während fast alle Vereine ihre Turniere wegen zu hoher Hygieneauflagen in der Corona-Pandemie abgesagt haben, kämpft Frank Goesch weiterhin dafür, dass der Ball unter den Hallendach rollen soll. Der 49-Jährige ist noch optimistisch, dass zumindest die Rostocker Sportbuzzer Stadtmeisterschaft stattfinden wird. Das beliebte Ereignis in der Hansestadt würde in diesem Winter sein zehnjähriges Jubiläum feiern.

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„Ich hoffe immer noch, dass alles stattfinden kann. Wir haben für die Turniere ein Hygienekonzept entwickelt, von dem wir glauben, dass es gut ist“, sagt Goesch, der zusammen mit seiner Agentur „Daylight“ das Event organisiert. Die Jahre zuvor hatte er die Organisation mit den Grashoppers Rostock durchgeführt.

Hier gibt es einige Eindrücke von der Endrunde der 9. Rostocker Sportbuzzer Stadtmeisterschaft:

Endrunde der 9. Rostocker Sportbuzzer Stadtmeisterschaft Zur Galerie
Endrunde der 9. Rostocker Sportbuzzer Stadtmeisterschaft ©

Ein Blick auf die aktuellen bundesweiten Regelungen verdeutlicht jedoch, dass es für Goesch und seine Pläne eng werden könnte. Der Amateursport ist drinnen wie draußen bis Ende November untersagt. Zudem gelten Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit. Nur 10 Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen. Schon demnächst wird die Bundesregierung darüber beraten, ob die Maßnahmen über den Monat hinaus verlängert werden.

Trotz der düsteren Aussichten will sich Goesch den Optimismus nicht nehmen lassen. Er plant die Vorrunde für die Stadtmeisterschaft am 19. Dezember ausrichten zu lassen. Einen Tag später sollen die Wettbewerbe für die E- und F-Junioren steigen. Schon am 18. Dezember soll die Stadt-Rand-Meisterschaft stattfinden. Alle Turniere inklusive der Endrunde (am 2. Januar 2021) sollen in der Ospa-Arena ausgetragen werden. „Dort können wir die hygienischen Vorschriften am besten umsetzen“, kommentiert Goesch.

Er und sein Organisationsteam haben sich bei anderen Vereinen in der Stadt informiert, welche Hygienevorkehrungen sie getroffen haben. Bei der Stadtmeisterschaft sollen unter anderem die Abstände eingehalten und ein Mund-Nasen-Schutz in der Halle getragen werden. Am Sitzplatz kann die Gesichtsbedeckung aber abgenommen werden. „Gruppen, die Tickets erwerben wollen, müssen sich vorher registrieren. Jede Bestellung wird von uns auch schriftlich festgehalten“, erklärt Goesch.

Mit seinem Team will er darauf achten, dass die Regelung mit zehn Personen aus zwei Haushalten auf den Rängen eingehalten wird. Wenn allerdings doch mehrere verschiedene Leute zusammensitzen wollen, sollen sie einen negativen Corona-Test vorzeigen. „Vereine und Zuschauer sollen selbst vorsorgend dazu beitragen, dass wir die Veranstaltungen durchführen können. Wir erwarten, dass sich alle Beteiligten an die Regeln halten“, betont Goesch, der nach eigenen Aussagen noch keine Absage von einer Mannschaft erhalten habe.

Auch die vielen treuen Sponsoren haben trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage ihre Unterstützung zugesagt. Die Stadtmeisterschaft ist eine Veranstaltung, die durch die Einnahmen aus Eintritt, Tombola und Spenden gefördert wird. Der Erlös der Veranstaltung ging in der Vergangenheit an viele gemeinnützige Zwecke.

Ob auch in diesem Winter Spendengelder zusammenkommen, hängt davon ab, ob das Hallenspektakel stattfinden kann. Goesch drückt fest die Daumen. Er weiß aber auch, dass ihm die Hände gebunden sind. „Sollten wir an den genannten Terminen nicht spielen dürfen, werde ich die Turniere nicht in den Februar verschieben. Dann machen wir es halt im nächsten Jahr.“