10. Dezember 2019 / 10:11 Uhr

Fix! Markus Kauczinski soll Dynamo Dresden zum Klassenerhalt führen

Fix! Markus Kauczinski soll Dynamo Dresden zum Klassenerhalt führen

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Markus Kauczinski (l.) wurde am Dienstag von Ralf Minge als neuer Trainer der SG Dynamo Dresden vorgestellt. 
Markus Kauczinski (l.) wurde am Dienstag von Ralf Minge als neuer Trainer der SG Dynamo Dresden vorgestellt.  © Jochen Leimert
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Eine Woche nach der Trennung von Cristian Fiel steht der neue Coach in den Reihen der SG Dynamo Dresden fest. Markus Kauczinski erhält einen Vertrag bis 2021.

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Dresden. Dynamo Dresden hat acht Tage nach der Trennung von Cristian Fiel einen neuen Cheftrainer präsentiert: Markus Kauczinski, zuletzt bis April beim Ligakontrahenten FC St. Pauli an der Seitenlinie, übernimmt das Steuerrad auf der Brücke des leck geschlagenen schwarz-gelben Elbdampfers. Nachdem die Verpflichtung am Vormittag per Pressemitteilung bekannt gemacht worden war, stellte der Tabellenletzte der 2. Bundesliga den neuen Übungsleiter auf einer Pressekonferenz im Harbig-Stadion vor. Vor zahlreichen Medienvertretern begründete Sport-Geschäftsführer Ralf Minge seine Entscheidung zugunsten des 49-Jährigen vor allem mit Kauczinskis Fachwissen, seiner Liga-Kenntnis, der Erfahrung mit ähnlich kritischen Situationen und seinem Vermögen, junge Spieler besser zu machen.

Markus Kauczinski über seine ersten Stunden als Dynamo-Trainer

Der gebürtige Gelsenkirchener habe am vergangenen Montag sofort Interesse an der Aufgabe in Dresden gezeigt und sich in Karlsruhe sogleich ins Auto gesetzt, um vom Rhein an die Elbe zu fahren, berichtete Minge. Kauczinski habe sich nach der Beurlaubung von Fiel als erste Option für Dynamo herauskristallisiert, die Kontaktaufnahme zu ihm sei die erste gewesen, nachdem man sich schweren Herzens zur Verabschiedung Fiels entschlossen habe, sagte der 59 Jahre alte Ex-Auswahlspieler.

Ralf Minge über die Kontaktaufnahme

Kauczinski erklärte, er freue sich riesig auf die Herausforderung: "Ich hatte noch Vertrag bei St. Pauli, hätte ihn aussitzen können, aber ich bin Trainer mit Leib und Seele. Es ist einfach geil, auf dem Platz zu stehen." Dynamo biete ihm die Aussicht, auch längerfristig etwas aufbauen zu können, wenn das Unternehmen Klassenerhalt geschafft ist. Doch weit in die Zukunft blickt der Vater eines Sohnes noch nicht. Der Coach, der in Ingolstadt als Vorgänger von Maik Walpurgis sogar Bundesliga-Erfahrung sammelte, weiß, dass jetzt alles gegen den Abstieg getan werden muss: "Ich will mich nicht ausleben, ich will mich nicht profilieren - wir müssen Punkte holen", sagte er bei seiner Vorstellung und fügte an: "Ich bin nicht hier, um Urlaub zu machen." Sein neuer Vertrag gilt jedenfalls bis 2021.

Sportbuzzer-Redakteur Jochen Leimert über Dynamo Dresdens neuen Trainer Markus Kauczinski

Einen zweiten Co-Trainer bringt der neue Chefcoach nicht mit, sondern er wird nur mit dem vor ihm von Minge verpflichteten Heiko Scholz zusammenarbeiten. Scholz habe er bisher nicht gekannt, aber nach der Entscheidung pro Dynamo schon erste Gespräche mit seinem künftigen Assistenten geführt. Mit der Mannschaft wird er am Mittwoch erstmals zusammentreffen, wenn er seine erste Einheit leitet. Wichtig für ihn, so betonte der Neue, sei es zunächst, die Profis auch persönlich kennenzulernen. Vom Namen her, aus Spielen gegeneinander und aus dem Fernseher kenne er sie fast alle schon. Zugleich sei er schon dabei, mit Minge und Chefscout Kristian Walter über Neuverpflichtungen in der Winterpause zu sprechen.

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Seinen Wohnsitz Karlsruhe will Kauczinski, der viele Jahre beim KSC im Nachwuchs und im Männerbereich arbeitete, erst einmal beibehalten, wie er das auch schon zu seiner Zeit in Hamburg und Ingolstadt handhabte. Seine Frau Christina und Sohn Gero, der mit 21 Jahren bereits studiert und "sein eignes Leben lebt", hätten ihren Segen für den neuen Job gegeben. Sie hätten über viele Jahre gelernt, mit den manchmal widrigen Umständen des Trainergeschäfts klarzukommen.