09. Juli 2021 / 14:22 Uhr

Fix: Niklas Dorsch verzichtet auf Olympia-Teilnahme – Schlotterbeck und Ache nachnominiert

Fix: Niklas Dorsch verzichtet auf Olympia-Teilnahme – Schlotterbeck und Ache nachnominiert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niklas Dorsch (rechts) verzichtet auf Olympia, Keven Schlotterbeck (links) und Ragnar Ache stehen neu im DFB-Aufgebot.
Niklas Dorsch (rechts) verzichtet auf Olympia, Keven Schlotterbeck (links) und Ragnar Ache stehen neu im DFB-Aufgebot. © Getty Images/IMAGO/Jan Huebner/Matthias Koch (Montage)
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DFB-Trainer Stefan Kuntz reagiert vor den Olympischen Spielen auf zwei kurzfristige Ausfälle. Neben dem verletzten Josha Vagnoman tritt auch Niklas Dorsch die Reise nach Japan nicht mit an. Ragnar Ache und Keven Schlotterbeck rücken in den Kader.

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Ein herber Verlust für Stefan Kuntz und den Olympia-Kader der deutschen Nationalmannschaft: Niklas Dorsch verzichtet freiwillig auf eine Teilnahme am Großevent in Tokio. Das bestätigte der FC Augsburg am Freitag. Erst am Donnerstag hatte der 23-Jährige einen Fünf-Jahres-Vertrag beim Bundesliga-Klub unterzeichnet. Die Leidtragenden des Wechsels von KAA Gent zum FCA sind nun die deutschen Olympia-Fußballer: Weil Augsburg schon Felix Uduokhai und Marco Richter nach Japan entsendet, wäre Dorsch bereits der dritte Profi gewesen, den die Augsburger für die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz abgestellt hätten.

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Wie der DFB mitteilte, werden Ragnar Ache von Eintracht Frankfurt und Keven Schlotterbeck vom SC Freiburg als Ersatz für Dorsch und den ebenfalls ausfallenden Josha Vagnoman das DFB-Aufgebot in Tokio komplettieren. "Ich bin Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg sehr dankbar dafür, dass sie unsere Olympiamannschaft nach den zwei Ausfällen mit ihren Spielern unterstützen. Das ist insbesondere in Anbetracht der Kurzfristigkeit dieser Nachnominierungen keine Selbstverständlichkeit", sagte Kuntz.

Dorsch: "Durch den Vereinswechsel war ich in einer Zwickmühle"

Dorsch begründete seinen Schritt, freiwillig auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen zu verzichten, damit, sich in Augsburg zunächst einfinden zu müssen. Im Fall einer Olympia-Teilnahme hätte der Mittelfeldmann die gesamte Vorbereitung verpasst. "Durch den Vereinswechsel war ich in einer Zwickmühle", erklärte Dorsch seine Entscheidung auf der Vereinsseite. "Einerseits will man das einmalige Erlebnis einer Teilnahme an den Olympischen Spielen natürlich wahrnehmen. Andererseits will ich natürlich auch so schnell wie möglich beim FCA ankommen, die Mannschaft kennenlernen und die speziellen fußballerischen Inhalte verinnerlichen."

Der Wegfall von Dorsch ist für Trainer Stefan Kuntz ein nächster herber Rückschlag in der Kader-Planung, nachdem etliche Bundesliga-Vereine – anders als Augsburg – gar keine Spieler abstellen wollten. "Einige große Vereine wollten leider nicht so wie erhofft helfen", hatte er zuletzt bemängelt. Wegen diverser Absagen hatte er am vergangenen Montag nur 19 statt der erlaubten 22 Spieler für die Olympischen Spiele nominiert – zunächst inklusive Dorsch. Der 23-Jährige hatte beim Titelgewinn bei der U21-EM noch eine tragende Rolle im Kuntz-Aufgebot gespielt und im Turnierverlauf lediglich eine Partie aufgrund einer Gelbsperre verpasst. Nun muss der DFB-Trainer ohne seinen Leistungsträger auskommen.