19. April 2021 / 12:07 Uhr

FLB beschließt: AOK-Landespokal wird nur mit den vier Regionalligisten beendet

FLB beschließt: AOK-Landespokal wird nur mit den vier Regionalligisten beendet

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
22.08.2020, Brandenburg, Luckenwalde: Fußball: Pokal Brandenburg, SV Babelsberg 03 - Union Fürstenwalde, Finale, im Werner-Seelenbinder-Stadion. Spieler und Betreuer von Fürstenwalde bejubeln den Pokalsieg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der amtierende Landespokalsieger FSV Union Fürstenwalde ist einer von vier Regionalligisten, die den Pokalsieg 2021 ausspielen. © Soeren Stache/dpa
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Der Fußball-Landesverband Brandenburg hat sich entschieden: Union Fürstenwalde, FSV Luckenwalde, Energie Cottbus und Babelsberg 03 spielen den Pokalsieg unter sich aus.

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Vor drei Wochen brach der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) die aktuelle Saison vorzeitig ab, der FLB stand jedoch unter Zugzwang - muss doch bis Ende Juni ein Teilnehmer für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal gemeldet werden. Über die Fortführung des AOK-Landespokals wurde bis vor Kurzem noch geschwiegen - der Verband traf nun die Entscheidung, dass die vier noch im Wettbewerb vertretenen Regionalligisten Union Fürstenwalde, FSV Luckenwalde, Energie Cottbus und Babelsberg 03 den Landespokalsieger unter sich ausspielen.

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"Der Wettbewerb um den AOK-Landespokal Brandenburg wird mit den vier noch im Wettbewerb verbliebenen Regionalligisten fortgeführt", vermeldete der FLB am Montagmittag. Am Freitag wurden die Vereine über die am Donnerstag erarbeitete Beschlussvorlage informiert.

In Bildern: Die Sieger des Brandenburger Landespokals seit 2003.

2003: Der damalige Verbandsligist Ludwigsfelder FC gewinnt am 4. Juni 2003 das Landespokalfinale mit 1:0 im heimischen Waldstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 (Oberliga). Siegtorschütze war vor 1100 Zuschauern Mike Jesse (28.). Als Landespokalsieger trifft der LFC in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 30. August 2003 auf den Bundesligisten Werder Bremen und verliert 1:9. Zur Galerie
2003: Der damalige Verbandsligist Ludwigsfelder FC gewinnt am 4. Juni 2003 das Landespokalfinale mit 1:0 im heimischen Waldstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 (Oberliga). Siegtorschütze war vor 1100 Zuschauern Mike Jesse (28.). Als Landespokalsieger trifft der LFC in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 30. August 2003 auf den Bundesligisten Werder Bremen und verliert 1:9. ©

Die Regionalligisten Union Fürstenwalde, FSV Luckenwalde, Energie Cottbus und Babelsberg 03 dürfen, anders als die Amateur-Vereine unterhalb der vierten Liga, trotz der verhängten Eindämmungsmaßnahmen sowohl trainieren, als auch ligainterne Testspiele bestreiten. Sowohl der Oberligist Ludwigsfelder FC, als auch die drei Brandenburgligisten MSV Neuruppin, 1. FC Frankfurt und Frankonia Wernsdorf, bei denen regelmäßiges Mannschaftstraining zuletzt im Oktober vergangenen Jahres stattgefunden haben dürfte, hätten keine Chance mehr den Pokal in dieser Spielzeit zu gewinnen. Die Vereine sollen jedoch finanziell entschädigt werden, ähnlich wie es der Sächsische Fußballverband im Freistaat regelte.

Zur finanziellen Entschädigung der vier nicht mehr am Wettbewerb teilnehmenden Vereine vermeldet der FLB: "Für ihr unverschuldetes Ausscheiden aus dem Wettbewerb erhalten die vier verbliebenen Mannschaften eine Ausgleichszahlung. Der Pokalsieger tritt zusätzlich weitere zehn Prozent von der Geldleistung ab, die er als Teilnehmer am DFB-Pokal der Herren in der Saison 2021/2022 erhält. Diese weiteren zehn Prozent werden zu gleichen Teilen auf die vier Vereine Ludwigsfelder FC, MSV Neuruppin, 1. FC Frankfurt, SV Frankonia Wernsdorf) aufgeteilt. Sie erhalten somit insgesamt den dreifachen Betrag, der bei ordnungsgemäßer Durchführung ursprünglich für die ausscheidenden Viertelfinalisten vorgesehen war und der der Prämie für die ausscheidenden Halbfinalisten gleichgesetzt ist."

Die beiden Halbfinalspiele sollen am 8./9. Mai stattfinden und die Endspielteilnehmer für den drei Wochen später stattfindenden "Tag der Amateure" (29. Mai) ermitteln. Wer in den Halbfinalpartien aufeinander trifft, wird per Auslosung am 20. April entschieden.