17. Februar 2021 / 22:22 Uhr

flippo Baskets BG 74 Göttingen bezwingen Marburg nach Verlängerung

flippo Baskets BG 74 Göttingen bezwingen Marburg nach Verlängerung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ruzica Dzankic ist in dieser Szene nur schwer von den Marburgerinnen zu stoppen.
Ruzica Dzankic ist in dieser Szene nur schwer von den Marburgerinnen zu stoppen. © Swen Pförtner
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Erst in der Verlängerung wurde die Partie entschieden: Nach der Niederlage am Sonntag drehten die flippo Baskets BG 74 am Mittwochabend den Spieß um und bezwangen Marburg nach 45 umkämpften Minuten.

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Die flippo Baskets BG 74 haben sich am Mittwochabend im Nachholspiel des zehnten Spieltags in der Damenbasketball-Bundesliga für die deutliche 62:89-Niederlage in Marburg am Valentinstag revanchiert. Nach Verlängerung und insgesamt 45 kräftezehrenden und spannenden Spielminuten besiegten die Göttingerinnen die Gäste aus Hessen schließlich mit 64:59. Durch diesen Heimsieg bleiben die Göttingerinnen weiter im Rennen um den vierten Platz, der in der ersten Runde der Playoffs das Heimrecht mit sich bringt.

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Eine gute Nachricht gab es bereits lange vor Spielbeginn: Die defekte Heizungsanlage wurde repariert und die Temperaturen in der Halle erlaubten einen für die Spielerinnen zumutbaren Spielbetrieb. Dass Riley Lupfer ihr Langarmshirt dieses Mal nicht vor dem Spiel erneut ausziehen musste, war dabei ein weiterer positiver Nebenaspekt für die Gastgeberinnen.

flippo Baskets BG 74 - Pharmaserv Marburg, DBBL 2020/21

Basketball 1. Bundesliga Frauen, Flippo Baskets BG 74 Göttingen - BC Pharmaserv Marburg, Saison 2020/21, 17.02.2021, Göttingen. Göttingens Riley Lupfer am Ball. Foto: Swen Pförtner Zur Galerie
Basketball 1. Bundesliga Frauen, Flippo Baskets BG 74 Göttingen - BC Pharmaserv Marburg, Saison 2020/21, 17.02.2021, Göttingen. Göttingens Riley Lupfer am Ball. Foto: Swen Pförtner ©

Den besseren Start erwischten auch in der zweiten Begegnung zwischen diesen beiden Teams innerhalb von rund 72 Stunden wieder die flippo Baskets. Ivana Blazevic und Ruzica Dzankic sorgten für die frühe 6:2-Führung (3.). Getrübt wurde die anfängliche Euphorie im Spiel der Göttingerinnen durch zwei frühe persönliche Fouls, die gegen Blazevic gepfiffen wurden. Nach dem Ausgleich durch Samantha Roscoe zum 11:11 (7.) sorgte anschließend die Marburgerin Rachel Arthur mit sieben Punkten innerhalb von 20 Sekunden für Furore. Wie schon am vergangenen Sonntag arbeiteten die Hessinnen in dieser Phase besser beim offensiven Rebound, sodass weitere Punkte folgten, bevor Ruzica Dzankic den Rückstand zum Ende des ersten Viertels verkürzte (14:22/10.).

Im zweiten Spielabschnitt konzentrierten sich die Göttingerinnen zunehmend auf die Verteidigung, bis zur 15. Minute erzielten ausschließlich die flippo Baskets durch Jenny Crowder und Viki Karambatsa die Punkte. In der Folge war es ein Duell zweier deutscher Nationalspielerinnen. Marie Bertholt, die auf Seiten der Marburgerinnen in diesem Viertel acht von insgesamt zehn Punkten erzielte und Crowder, die ihrerseits für elf Punkte verantwortlich war, lieferten sich ein ansehnliches Duell. Mit einem knappen 29:32-Rückstand ging es für die flippo Baskets schließlich in die Halbzeitpause. Richard Crowder, Geschäftsführer der Göttingerinnen, forderte in der Pause insbesondere eine Leistungssteigerung von Lupfer und Samantha Roscoe, die beide gut verteidigt wurden und entsprechend blass blieben.


Starke Verteidigung sorgt für Führungswechsel

Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeberinnen zunächst den besseren Start. Erneut Blazevic und Dzankic sorgten für den frühen Führungswechsel zum 35:32 (23.). Nach einem erfolgreichen Freiwurf von Ex-Göttingerin Theresa Simon dauerte es bis zur 27. Minute, ehe die Gäste den ersten erfolgreichen Feldwurf durch Tonisha Baker zum 35:36 zum erneuten Führungswechsel verzeichneten. Blazevic und zum Ende des Spielabschnitts Roscoe antworteten auf den nächsten Dreier von Arthur. Da die gute Verteidigung der flippo Baskets in diesem Viertel lediglich acht Punkte zuließ, gingen die Göttingerinnen mit einer 42:40-Führung in das Schlussviertel.

Karambatsa dreht im Schlussviertel auf

In diesem Abschnitt schlug endgültig die Stunde von Karambatsa. Bis zu diesem Viertel war von der griechischen Nationalspielerin mit jeweils zwei Punkten und Rebounds nicht viel zu sehen. Sechs weitere Rebounds und starke acht Punkte ließ sie jedoch in diesem Abschnitt folgen und war maßgeblich daran beteiligt, dass die flippo Baskets in die Verlängerung gingen. Diese hätten sich die Göttingerinnen möglicherweise ersparen können, wenn sie den letzten Ballbesitz effektiver ausgespielt hätten.

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In der Verlängerung erwischten zunächst die Hessinnen den besseren Start. Die ersten Punkte erzielte ausgerechnet Simon, die von Sandra Azinovic nicht eng genug verteidigt wurde. Im Anschluss sorgte zunächst Roscoe für die wichtigen Punkte, bevor Crowder von Simon gefoult wurde. Beim Stand von 57:58 bedeutete das unsportliche Foul gegen die Ex-Göttingerin zwei Freiwürfe für Crowder und anschließend den Ballbesitz für die flippo Baskets. Erneut Roscoe und schließlich Azinovic erzielten die weiteren Punkte und belohnten damit die Mannschaft, die im Vergleich zur deutlichen Niederlage am Sonntag in Marburg eine enorme Leistungssteigerung zeigte. – flippo Baskets BG 74: Blazevic (12 Punkte/ 1 Rebound/- Assists), Roscoe (10/9/3), Oevermann (dnp), Crowder (17/5/4), Azinovic (2/7/2), Karambatsa (10/8/-), Bosilj (dnp), Wenke (dnp), Lupfer (-/1/1), Dzankic (13/11/-), Kentzler (-/1/-), Fengkohl (dnp).

Von Florian Schmidt