21. Februar 2021 / 18:51 Uhr

flippo Baskets BG 74 nehmen Punkte aus Freiburg mit nach Göttingen

flippo Baskets BG 74 nehmen Punkte aus Freiburg mit nach Göttingen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Göttingens Jennifer Crowder (l.) und Freiburgs Pauline Mayer (hier im Hinspiel in Göttingen) waren am Sonntag in Freiburg die beiden auffälligsten Spielerinnen ihrer Teams.
Göttingens Jennifer Crowder (l.) und Freiburgs Pauline Mayer (hier im Hinspiel in Göttingen) waren am Sonntag in Freiburg die beiden auffälligsten Spielerinnen ihrer Teams. © Swen Pförtner
Anzeige

Die lange Fahrt nach Freiburg hat sich für die flippo Baskets BG 74 gelohnt: Im Breisgau gewannen die Göttingerinnen in der Damenbasketball-Bundesliga am Sonntagnachmittag 72:59 nicht nur die Partie, sondern auch den direkten Vergleich.

Anzeige

Die flippo Baskets haben am 18. Spieltag in der Damenbasketball-Bundesliga einen 72:59-Auswärtssieg in Freiburg eingefahren. Dabei musste die Mannschaft von Headcoach Goran Lojo, die durch diesen Sieg in der Tabelle an den Eisvögeln vorbeizieht, nach der 71:82-Hinspielniederlage im Dezember noch bis zur letzten Sekunde um den direkten Vergleich zittern.

Anzeige

Von Reise-Strapazen war bei den flippo Baskets, die sich am frühen Morgen gegen 8 Uhr auf den Weg ins Breisgau gemacht hatten, im ersten Viertel nichts zu erkennen. Die erste Führung der Begegnung erfolgte wenige Sekunden nach Spielbeginn durch einen erfolgreichen Drei-Punkt-Wurf von Ruzica Dzankic, die von Jenny Crowder in Szene gesetzt wurde. Der gute Start setzte sich nach der Antwort der Freiburgerinnen fort, als Göttingen durch Ivana Blazevic und Riley Lupfer bis auf 7:2 davonzog (3.). In der Anfangsphase gab es kaum Zeit zum Durchatmen. Auf die ersten Punkte von Freiburgs Cassidy Boensch folgten keine zehn Sekunden später die nächsten Punkte durch Crowder. Göttingens Verteidigung wirkte sehr gut auf die gefährlichen Freiburger Werferinnen Daneesha Provo und Pauline Meyer eingestellt. Provo kam erst wenige Sekunden vor Ende des ersten Viertels zu ihrem ersten Punkt von der Freiwurflinie. Die eingewechselte Viki Karambatsa und erneut Crowder, die bereits nach zehn gespielten Minuten mit sieben Assists ihren Saisonschnitt erreicht hatte, stellten nach dem ersten Spielabschnitt auf 25:11 (10.).

Göttingerinnen lassen zu viele Offensiv-Rebounds zu

Zu Beginn des zweiten Viertels startete die Mannschaft von Trainer Goran Lojo zunächst ohne Crowder, dafür erhielt Sandra Azinovic ihre ersten Minuten im Spiel. Ohne die deutsche Nationalspielerin fehlten jedoch die Intensität in der Verteidigung sowie die Struktur und Ruhe am Ball im Spielaufbau. Nach rund zweiminütiger Pause kam Crowder zurück ins Spiel, um in der Folge direkt wieder das Kommando zu übernehmen. Nach Foulspiel erzielte die Göttingerin die ersten Punkte für ihr Team von der Freiwurflinie. Mit einem erfolgreichen Dreier durch Meyer und wenig später fünf Punkten in Folge von Provo verkürzte Freiburg den Rückstand weiter. Die Antwort kam aber postwendend durch einen Dreier von Riley Lupfer, mit dem sich die flippo Baskets wieder absetzten (30:22/15.). Wie schon zu Beginn des Spiels war auch diese Phase erneut von einer hohen Geschwindigkeit auf beiden Seiten gekennzeichnet.

Sie hatten Grund zu jubeln: die flippo Baskets BG 74 in Freiburg
Sie hatten Grund zu jubeln: die flippo Baskets BG 74 in Freiburg ©

Auch wenn Lojo mit der Leistung in der Verteidigung zur Halbzeitpause insgesamt sehr zufrieden war, so war erneut das Reboundverhalten seiner Mannschaft zu kritisieren. Zehn Offensiv-Rebounds für Freiburg (gegenüber fünf bei Göttingen) ermöglichten den Gastgeberinnen viele zweite Chancen, womit die schwächere Trefferquote von Freiburg (30 Prozent, Göttingen 40 Prozent) kaschiert wurde.


Lupfer erneut Topscorerin

Nach dem Seitenwechsel dauerte es einige Minuten, bevor beide Mannschaften ihren Rhythmus fanden. Angeführt von Pauline Meyer, die mit zwei erfolgreichen Dreiern sowie einem spektakulären Block gegen Lupfer beim Dreier-Versuch ihre Mannschaft vorantrieb, verkürzten die Gastgeberinnen den Rückstand wieder. Für die Gäste fand jedoch erneut Lupfer wenig später mit ihrem nächsten Dreier die passende Antwort. Mit insgesamt 18 Punkten war die US-Amerikanerin ein weiteres Mal die erfolgreichste Werferin an diesem Nachmittag für die Göttingerinnen. Mit fortschreitendem Verlauf agierte die Verteidigung der flippo Baskets wieder konzentrierter und zwang die Eisvögel so zu einigen Notwürfen. Nach einem erfolgreichen Abschluss von Samantha Roscoe gingen die Gäste mit einer Zwölf-Punkte-Führung ins Schlussviertel (57:45/30.).

Mehr vom Sport in der Region

Auch wenn diese Führung zunächst beruhigend schien, galt es für die flippo Baskets dennoch, nach der Hinspielniederlage den direkten Vergleich im Blick zu behalten. So begann Freiburg mit Beginn des Schlussviertels erneut energisch beim offensiven Rebound, im gesamten Spiel ließen die Eisvögel jedoch zu viele dieser zweiten Möglichkeiten aus der Nahdistanz aus. Wie schon am vergangenen Mittwoch im Heimspiel gegen Marburg war es erneut Viki Karambatsa, die in diesem Viertel für wichtige Rebounds und Punkte sorgte. Erst die griechische Nationalspielerin und wenig später Dzankic erzielten zusammen sechs erfolgreiche Freiwürfe in Folge. In den letzten Minuten war den Teams die hohe Intensität des Spiels anzumerken. Auf beiden Seiten sorgten Ballverluste dafür, dass die Begegnung bis zur letzten Sekunde spannend bleiben sollte. Mit einem weiten Dreier verkürzte Provo nach einer Freiburger Auszeit den Rückstand auf elf Punkte. Für die Antwort und den großen Jubel auf Seiten der flippo Baskets sorgte allerdings Samantha Roscoe, die mit ihrem erfolgreichen Wurf 0,3 Sekunden vor Ende des Spiels ihrem Team den direkten Vergleich noch sicherte.

Entsprechend stolz war auch Geschäftsführer Richard Crowder: „Das war mein erster Sieg als Verantwortlicher der flippo Baskets überhaupt in Freiburg.“ Ebenfalls stark spielte seine Tochter Jenny, die am Ende mit 13 Punkten, neun Assists und sieben Rebounds ihr zweites Triple-Double in dieser Saison nur knapp verpasste. – flippo Baskets: Blazevic (8 Punkte/5 Rebounds/0 Assists), Roscoe (15/10/1), Oevermann (dnp), Crowder (13/7/9), Azinovic (0/2/0), Karambatsa (10/3/0), Wenke (dnp), Lupfer (18/5/1), Dzankic (8/2/3), Kentzler (dnp).

Von Florian Schmidt