23. Juni 2020 / 16:44 Uhr

flippo Baskets BG 74: Saison der Damen beginnt einen Monat später

flippo Baskets BG 74: Saison der Damen beginnt einen Monat später

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Vielspielerin Jennifer Crowder hat sich eine Pause verdient.
Vielspielerin Jennifer Crowder hat sich eine Pause verdient. © Swen Pförtner
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Seit Mitte März ruht der Ball in der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL). Kein Grund für die Verantwortlichen der flippo Baskets BG 74 – nach dem Saisonabbruch – untätig zu sein. Es werden schon die Weichen für die Saison 2020/21 gestellt, zumindest die Rahmenbedingungen sollen geschaffen werden.

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Regelmäßig gibt es Videokonferenzen mit allen BBL-Klubs, die – laut Auskunft von flippo Baskets-Geschäftsführer Roland Emme-Weiß – harmonisch verlaufen. „Es gibt immer kritische Teilnehmer, aber letztlich bekommen wir die Beschlüsse gemeinschaftlich hin. Alle sind so kooperativ, dass es schließlich funktioniert“, berichtet der Göttinger. Schwierig werde es immer dann, wenn die unterschiedlichen Corona-Beschränkungen in den einzelnen Bundesländer zum Tragen kommen. „In Halle sind fast alle Beschränkungen aufgehoben worden. Oder in Heidelberg können sie im Bundesleistungszentrum in der Halle ein- und ausgehen“, nennt Emme-Weiß Beispiele.

In engem Kontakt auch mit der GoeSF

Geeinigt haben sich die Klub-Verantwortlichen der BBL-Vereine inzwischen auf einen Rahmenspielplan. Demnach wird der Saisonstart um etwa einen Monat nach hinten verschoben. Die ersten Spiele würden am letzten Oktober-Wochenende laufen. Ob mit oder ohne Zuschauer stehe noch nicht endgültig fest. Das hänge, so Emme-Weiß, von den dann geltenden Vorgaben ab. „Mit einer begrenzten Höchstzahl von 500 oder 1000 Zuschauern in der Halle könnte die gesamte Liga gut leben. Das sind Zahlen, die im Damenbasketball nicht zum Tragen kommen, da stoßen wir und auch die anderen Klubs nicht an die Grenzen.“ Die flippo Baskets stehen schon jetzt in engem Kontakt mit dem Hallenbetreiber Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), dabei gehe es auch immer wieder um Hygiene-Konzepte.

Mit einigen Spielerinnen schon einig

Eine wichtige, noch nicht geklärte Frage sei auch, unter welchen Bedingungen die Amerikanerinnen und andere Spielerinnen aus Nicht-EU-Ländern einreisen dürfen. „Planungssicherheit für die anstehenden Verträge haben wir nicht. Noch haben die flippo Baskets mit noch keiner Spielerin einen Kontrakt gemacht. „Mit fünf, sechs Spielerinnen sind wir uns komplett einig. Die Inhalte der Verträge sind besprochen, Zusagen gibt es unter Vorbehalt. Wenn der genaue Zeitplan für die kommende Saison steht, werden wir auch schnell die Verträge machen“, sagt Emme-Weiß, der den Umgang der Agenten mit den Vereinen lobt. „Das läuft alles sehr offen ab.“

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Gemeinsame Trainingseinheiten hat es kaum gegeben. „Wir haben Spielerinnen wie Jenny Crowder oder Viki Karambatsa, die während der Saison auch noch mit der deutschen und griechischen Nationalmannschaft unterwegs waren. Denen gönne ich die Pause ganz besonders“, sagt Emme-Weiß, der aber auch von „lockeren Verabredungen“ der Spielerinnen Kenntnis hat, wenn sie sich mal zum Outdoor-Basketball treffen.