23. Januar 2020 / 16:33 Uhr

flippo Baskets BG 74 treten beim Tabellenletzten Saarlouis an

flippo Baskets BG 74 treten beim Tabellenletzten Saarlouis an

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Die Treffsicherheit von Cayla Mc Morris (rechts) ist auch beim Gastspiel in Saarlouis gefragt.
Die Treffsicherheit von Cayla Mc Morris (rechts) ist auch beim Gastspiel in Saarlouis gefragt. © Swen Pförtner
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Bei den flippo Baskets BG 74 läuft es rund. Vier Spiele in Folge haben die Göttingerinnen in Folge gewonnen, sind in diesem Jahr noch ungeschlagen. Das könnte auch so bleiben, denn die Mannschaft von Trainer Goran Lojo tritt am Sonntag um 16 Uhr beim Schlusslicht inexio Royals Saarlouis an.

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Vom Papier her scheint alles klar. Der Tabellensiebte Göttingen – mit 14 Punkten auf dem Konto – gastiert beim Letzten, der gerade einmal zwei Zähler verbucht hat. Doch auf die flippo Baskets BG 74 wartet eine mehr als undankbare Aufgabe. Denn die inexio Royals Saarlouis haben sich trotz zahlreicher Verletzungen im Kampf um den Klassenerhalt noch längst nicht aufgegeben. Auch kurzfristige Neuverpflichtungen sind möglich.

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Kein anderes Team der Damenbasketball-Bundesliga (DBBL) ist personell so gebeutelt wie die Royals Saarlouis. Offiziell werden 15 Spielerinnen im Kader des Tabellenletzten gelistet. Doch sechs von ihnen sind langzeitverletzt – unter anderem Nationalspielerin Nadjeschda Ilmberger, die gerade wieder mit dem Lauftraining beginnt.

Gegner will nachverpflichten

Doch damit nicht genug: Bei der 64:88-Niederlage beim Serienmeister TSV Wasserburg verletzten sich zuletzt noch die gerade erst wieder genesene Helena Eckerle (Handverletzung) sowie Ex-flippo-Akteurin Corinna Dobroniak (Nasenbeinbruch). Abzuwarten bleibt deshalb, mit welchem Team der neue Headcoach Marc Hahnemann am Sonntag auflaufen wird. Denn Saarlouis sucht händeringend nach neuen Spielerinnen, konnte allerdings bislang noch keine Verstärkung vermelden.

Auf insbesondere vier Spielerinnen werden Goran Lojo und sein Team ihr Augenmerk richten müssen. Topscorerin der Saarländerinnen ist US-Spielerin Alison Correll mit durchschnittlich 18,5 Punkten pro Partie. Ihr nur wenig nach steht Landsfrau Jessica Kovatch, die als Shooting-Guard knapp über 16 Zähler pro Spiel markiert. Dritte Amerikanerin bei den Royals ist Cherise Breynon, die mit durchschnittlich 11,7 Punkten und 6,3 Rebounds aufwartet. Noch ein wenig besser macht es die tschechische Centerin Klara Brichavoca mit 12,6 Zählern und 10,4 Rebounds, die sie pro Partie erzielt.


Defense ist entscheidend

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Der bosnische Headcoach der flippo Baskets weiß um die Schwere der Aufgabe, die auf ihn und sein Team wartet. Dabei zeigte er sich nach dem 59:50-Erfolg gegen den Tabellendritten TK Hannover insbesondere von der Verteidigung seiner Mannschaft begeistert: „Wir haben dieses Match dank einer herausragenden Defense für uns entschieden. Und das müssen wir in Saarlouis wiederholen.“ Goran Lojo sieht natürlich den Unterschied beider Teams in der Tabelle: „Aber das heißt gar nichts. Wir müssen im Training hart arbeiten, um auch gegen den Letzten unsere beste Leistung zu zeigen. Ansonsten könnte es eine unangenehme Überraschung geben.“ Ob Megan Mullings nach ihrer erneuten Fußverletzung wieder ins Geschehen eingreifen kann, ist dabei unklar.