02. Mai 2021 / 16:57 Uhr

flippo Baskets BG 74 Göttingen: Jenny Crowder ist „Guard of the year“ der DBBL

flippo Baskets BG 74 Göttingen: Jenny Crowder ist „Guard of the year“ der DBBL

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Jennifer Crowder, wie man sie kennt: Der Point Guard der flippo Baskets kämpft sich zum Korb vor.
Jennifer Crowder, wie man sie kennt: Der Point Guard der flippo Baskets kämpft sich zum Korb vor. © Swen Pförtner
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Wenn es eine Spielerin verdient hatte, dann sie: Jennifer „Jenny“ Crowder ist nach Meinung des Basketball-Portals „Guard of the year“ der Damenbasketball-Bundesliga. Die 25-Jährige zeichnet Ehrgeiz, Disziplin und Fleiß aus.

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Das Portal eurobasket.de hat die guten Leistungen von Jennifer „Jenny“ Crowder, Point Guard des Damenbasketball-Bundesligisten flippo Baskets BG 74, mit einer Auszeichnung gewürdigt: Die Nationalspielerin wurde zum „Guard of the year“ der DBBL gekürt und steht außerdem in der Starting Five des Jahres.

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„Gerechnet habe ich nicht damit und war schon einigermaßen überrascht“, sagt Crowder. Die Wahl empfinde sie auch als „coole Belohnung und Anerkennung“ für Strapazen in den vergangenen Jahren, in denen die körperliche Belastung durchaus sehr hoch gewesen sei.

Die 25-Jährige verwies in diesem Zusammenhang aber auch auf die gute Mannschaft der vergangenen Saison, von deren Leistung sie profitiert habe. „Es hat super viel Spaß gemacht, wir haben gut als Team harmoniert. Schade ist nur, dass keine Zuschauer in der Halle dabei sein konnten.“

In der abgelaufenen Spielzeit habe sie eine bessere Wurfauswahl getroffen und in der Folge öfter von der Dreierlinie gepunktet. Das sieht auch ihr Vater, flippo Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder, so: „Ein User hat bei Facebook kommentiert, sie habe ihre Stärken ausgebaut und ihre Schwächen verbessert. Das kann ich nur bestätigen“, sagt er und konkretisiert: „Sie hat es geschafft, ihre Stärken, nämlich die Schnelligkeit, den Zug zum Korb und die Verteidigung, zu verbessern, und ist darüber hinaus bei der Freiwurf- und der Dreierquote besser geworden.“

Für Richard Crowder kam die Wahl nicht überraschend

Für den Baskets-Geschäftsführer kam die Wahl nicht so überraschend wie für seine Tochter. „Sie war in sämtlichen Statistiken vorn dabei, war beste Assistgeberin der Liga und stand im Durchschnitt rund 35 Minuten pro Partie auf dem Parkett.“ Teams wie der Deutsche Meister Keltern lebten nicht so sehr von einer Spielerin wie die flippo Baskets von Jenny Crowder. „Ohne sie wären wir nicht halb so gut. Sie ist top in der Verteidigung, gut organisiert, macht selbst Punkte und ist einfach dominant.“

Als Vater kann Richard Crowder auch am ehesten beurteilen, worin die Stärke seiner Tochter begründet ist. Die Eigenschaften Ehrgeiz, Fleiß und Disziplin träfen es ganz gut: „Sie will immer gewinnen, immer die beste sein, selbst beim ,Mensch, ärgere dich nicht’“, sagt er. Stichwort Disziplin: Die Jura-Studentin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität und hat bereits das erste Staatsexamen in der Tasche. Darüber hinaus spielt sie im Sommer auch noch ausgiebig 3x3-Basketball und gibt neben anstrengenden Trainingseinheiten auch noch selbbst Training für den Nachwuchs. „Sie hat ein gutes Zeitmanagement.“

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Zu guter letzt ist der „Guard of the year“ auch noch regelmäßig mit der Nationalmannschaft unterwegs, teilweise auf langen Fahrten. Besonders anstrengend sei die Rückreise vom Einsatz in Riga gewesen, als man im Februar mitten in den Wintereinbruch geriet und die Fahrt 38 Stunden lang dauerte. „Da kam alles zusammen inklusive eines verlorenen Koffers“, berichtet Crowder, die nicht der Typ ist, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. „Ich will weiter an meinem Wurf arbeiten und die Ballverluste reduzieren“, sagt die 25-Jährige.