10. Januar 2020 / 17:21 Uhr

flippo Baskets Göttingen gastieren beim Double-Gewinner Herner TC

flippo Baskets Göttingen gastieren beim Double-Gewinner Herner TC

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Reicht es für BG-Spielerin Cayla Mc Morris (grünes Trikot) und die flippo Baskets BG 74 gegen Herne wieder zum Höhenflug?
Reicht es für BG-Spielerin Cayla McMorris (grünes Trikot) und die flippo Baskets BG 74 gegen Herne wieder zum Höhenflug? © Heller
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Zum amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger geht für die flippo Baskets BG 74 die Reise, wenn die Göttinger beim Herner TC zum ersten Spiel des neuen Jahres antreten. Am Sonnabend um 18 Uhr ist das Team von Headcoach Goran Lojo in der H2K-Arena klarer Außenseiter.

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Die BG hat dennoch gute Erinnerung an den HTC: Im Hinspiel gelang ein überraschender 69:65-Erfolg gegen den Double-Gewinner. „Das war der gefühlt erste Sieg gegen Herne in den letzten 100 Jahren“, sagt Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder über den Coup im Hinspiel. „Auch zu Zweitliga-Zeiten haben wir immer verloren. Das war ein Novum.“

Acht Siege und vier Niederlagen stehen bislang auf dem Konto der Hernerinnen – damit liegen sie auf Rang vier der Tabelle. Die HTC-Pleite in der FKG-Halle war spektakulär: „Wir waren an dem Tag einfach besser“, unterstreicht Crowder. „Die Mädels haben wie die Löwen gekämpft und das Spiel in der Verteidigung gewonnen.“

Die Defense ist ein gutes Stichwort für den Vergleich am Sonnabend: Bei den kassierten Punkten rangiert Göttingen mit bisher 800 Zählern auf Rang drei der DBBL-Teams. Erster ist mit lediglich 738 Zählern Keltern vor Herne mit 778 Punkten. „Die Kontrahenten haben eine gute Verteidigung“, sagt Crowder – ein Punkte-Feuerwerk ist am Sonnabend eher nicht zu erwarten.

Goran Lojo hofft, dass der Rückstand schmilzt

Die flippo Baskets haben bisher fünf Erfolge und 14 Minuspunkte auf dem Konto. Geht es nach Trainer Lojo, soll sich der Rückstand der flippo Baskets gegenüber Herne am Sonnabend auf vier Punkte reduzieren: „Dafür müssen wir hart arbeiten. Sowohl in der Vorbereitung als auch während der Partie“, sagt der Bosnier, der hofft, auf den kompletten Kader zurückgreifen zu können.

Ob Forward Megan Mullings nach ihrer Fußverletzung wieder einsatzbereit ist, bleibt abzuwarten. Mullings war in dieser Woche bereits im Training dabei, hat aber nicht unter Vollbelastung trainiert. Eventuell reicht es gegen Herne zu einem Kurzeinsatz.

So geht der Herner TC ins Spiel:

Der Herner TC hat nach einem schwierigen Saisonstart langsam in die Spur gefunden. Davon zeugen drei Siege in Serie. Der Kader von Headcoach Marek Piotrowski ist tief besetzt. Acht Spielerinnen stehen im Schnitt 20 Minuten und mehr auf dem Court. Erfolgreichste Werferin ist die US-Amerikanerin Jordan Frericks, die neben 12,64 Punkten noch neun Rebounds pro Partie einsammelt. Landsfrau Kennedy Leonard steht ihr mit 12,45 Zählern kaum nach. Zu achten gilt es für die flippo Baskets darüber hinaus auf die Holländerin Laura Westerik (11 Punkte), die Russin Adelina Abaiburova (7,64), die Schwedin Mathilda Claesson (5,55) und die Serbin Ivana Brajkovic, die neben 5,27 Punkten auch 5,3 Rebounds erzielt. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit Ex-BGerin Katharina Fikiel, die nach ihrem Wechsel zum Champion mit 5,36 Zählern und 4,55 Rebounds überzeugt.

Zur Verfügung steht Neuverpflichtung Anna Kelly, die beim Testspiel am Dienstag in Braunschweig ihren Einstand feierte – und zwar einen gelungenen: Mit 13 Zählern war sie beim 78:62-(37:18)-Erfolg gegen den Tabellenführer der 2. Liga Nord, Eintracht Braunschweig, neben Cayla McMorris und Jill Morton (beide 15) sowie Ivana Blazevic (13 Punkte, 13 Rebounds) die beste Scorerin. „Kelly hat auch viele Assists gehabt. Man hat zwar gesehen, dass sie noch nicht ins Spielsystem integriert ist. Aber es wurde auch deutlich, dass sie eine Spielerin ist, die uns auf den Guard-Positionen weiterhelfen kann. Mit ihr haben wir eine Option mehr“, sagt Crowder.

Testpartie hatte für Lojo einen hohen Stellenwert

Für Headcoach Lojo hatte die Testpartie einen hohen Stellenwert: „Wir haben uns im Wettkampfmodus stellen müssen. Die erste Halbzeit war klasse, in der zweiten Hälfte durften unsere jungen Spielerinnen ran“, resümierte er. Crowder hob die gute Verteidigungsleistung der flippo Baskets hervor: „Wir haben den Tabellenführer der 2. Liga zur Halbzeit bei 18 Punkten gehalten. Das sagt vieles aus.“ Beim Recruiting, der Verpflichtung von neuen Akteurinnen, habe man darauf geachtet, „stabile Spielerinnen, die auch beim Rebound relativ aggressiv agieren“, zu holen.

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Trainer Lojo und sein Team wissen um die Schwere der Aufgabe, die sie am Sonnabend in Herne erwartet. „Wir sind nicht favorisiert und fahren deshalb mit großer Motivation ins Ruhrgebiet. Wir wollen diese Partie für uns entscheiden“, sagt der Bosnier. Ähnlich sieht es Geschäftsführer Richard Crowder: „Wir fahren als Außenseiter hin, haben aber eine realistische Siegchance.“

Von Eduard Warda / r