08. Oktober 2019 / 17:00 Uhr

Floorball-Europapokal: Fahrt ins Blaue für das Meisterteam des MFBC Leipzig

Floorball-Europapokal: Fahrt ins Blaue für das Meisterteam des MFBC Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In Europapokal geht es nach Malacky. Eine Reise ins Unbekannte, gerüstet sind die Spieler vom MBFC Leipzig aber trotzdem.
In Europapokal geht es nach Malacky. Eine Reise ins Unbekannte, gerüstet sind die Spieler vom MBFC Leipzig aber trotzdem. © Christian Modla
Anzeige

Reiseziel: Kleine Karpaten. Dienstagvormittag begann für den deutschen Floorballmeister vom MFBC Leipzig das Abenteuer Europapokal.

Leipzig. Die Reise in die slowakischen Kleinstadt Malacky – ein Stück nördlich zwischen Wien und Bratislava gelegen – führt ins Ungewisse. Denn sowohl der Veranstaltungsort als auch die Gegner werfen so manche Fragen auf.

Anzeige

„Immerhin ist das Internet voll von Spielmitschnitten. So konnten wir unsere Gegner relativ gut sichten“, sagt Sportdirektor und Teammanager Christian Sieber. Inwiefern aber die Videos des ersten Gruppengegners Phoenix Fireball am Mittwoch wirklich Aufschluss über die Klasse des ungarischen Vizemeisters liefern, bleibt offen (13 Uhr, live auf floorball.sport). Denn die ungarische Liga besteht gerade einmal aus vier Teams. Die Auswahl ist nur noch Nummer 30 in der Weltrangliste und rangiert hinter Lochball-Kleinkalibern wie Neuseeland, Thailand und Malaysia. Sieber: „Gegen Phoenix sind wir klarer Favorit. Wir müssen von der ersten Minute an auf der Platte zeigen, wer Herr im Hause ist.“

„Wollen ins Finale“

Wie das Haus aber genau aussieht, ist wiederum unsicher. Siebers Recherchen haben ergeben, dass es in der Halle in Malacky zwar einen Whirlpool und ein Schwimmbad gibt, aber es passen gerade 350 Zuschauer auf die Tribüne: „Dass wird alles andere als eine beeindruckende Arena. Aber ich gehe fest davon aus, dass uns am Freitagabend ein Hexenkessel erwartet.“ Denn im zweiten Gruppenspiel muss der MFBC mit Tsunami Zahorska Bystrica quasi gegen das Heimteam des Europapokals ran. Sieber: „Die Slowaken schätzen wir als deutlich stärker ein. Zudem werden sie versuchen, den Heimvorteil für sich zu nutzen.“

Mehr zum Sport in Leipzig

Mindestens einen der Gruppengegner müssen sie hinter sich lassen, um am Samstag ins Halbfinale einzuziehen. Dies käme aber nicht mehr als einem Teilziel gleich. „Wir wollen ins Finale und dieses auch gewinnen“, sagt der Feierabend-Sportdirektor optimistisch, der sich wie die meisten seiner 20 Spieler eine Woche Urlaub genommen hat. Das Diensthandy gehört für den Vertriebsmanager für Büromöbel zwar zum Reisegepäck, aber es schmälert nicht die Vorfreude auf das Turnier: „Für den Verein ist die Teilnahme am Europapokal eine Belohnung für die letzte Saison. Und aus Spielersicht weiß ich, wie viel Spaß es macht, gegen Teams aus anderen Nationen anzutreten.“

Anzeige

„Sind gut aufgestellt“

Sieber war selbst Nationalspieler und schaffte 2008 in Prag mit der deutschen Mannschaft den Aufstieg unter die Top-Nationen. Entsprechend weiß er, was seine Jungs in Malacky erwartet: „Allen voran die Härte ist international eine andere. Zudem werden die Schiedsrichter vom Weltverband gestellt, was den Spielen ein ganz anderes Niveau gibt. Und natürlich geht es auch um etwas, wobei ich ehrlich gesagt noch nirgendwo gelesen habe, ob ein Sieg beim Europapokal weiterhin zur Teilnahme am Champions Cup, also unserer Champions League, berechtigt.“

Für das Turnier der Meister aus den mittleren Floorball-Nationen, vergleichbar mit der Fußball Europa League, scheinen die Leipziger mit zwei Siegen aus drei Bundesliga-Spielen und einem 24:3-Pokalerfolg bei den unterklassigen Lilienthaler Wölfen auf Betriebstemperatur. Mit Abwehrrecke Stanislav Kanta meldete sich rechtzeitig vor der Abreise ein erfahrenen Spieler zurück, sodass dem Trainergespann Tommi Uosokainen/ Marcus Rosenthal verletzungsbedingt nur Jonas Damm fehlen wird. Sieber: „Mannschaftlich sind wir gut aufgestellt. Auf unserer erweiterten Liste stehen sogar noch Spieler bereit, die am Wochenende nachkommen würden, falls es Verletzungen gibt.“ Daran will Sieber aber nicht denken, vielmehr plant er schon, für die ab Freitagabend anreisenden Fans und Vereinsvertreter ausreichend Karten für die kleine Halle zu sichern. Mathias Liebing

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.