02. Februar 2020 / 14:43 Uhr

Bremen in der Krise: Werder-Neuzugang Selke stärkt Kohfeldt - "Florian ist ein überragender Trainer"

Bremen in der Krise: Werder-Neuzugang Selke stärkt Kohfeldt - "Florian ist ein überragender Trainer"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Davie Selke (r.) hält viel von seinem neuen Coach Florian Kohfeldt (l.).
Davie Selke (r.) hält viel von seinem neuen Coach Florian Kohfeldt (l.). © imago images/Sven Simon
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Werder Bremen befindet sich aktuell in einer der schwersten sportlichen Krisen der vergangenen Jahre. Von den letzten zehn Spielen konnte die Mannschaft von Trainer Kohfeldt nur zwei gewinnen. Neuzugang Davie Selke, der am Freitag von Hertha BSC verpflichtet wurde, stellt sich jedoch vor den Coach und lässt keine Zweifel an ihm aufkommen.

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Bremens Neuzugang Davie Selke hat Werder-Trainer Florian Kohfeldt bei seiner offiziellen Vorstellung überschwänglich gelobt. "Florian ist ein überragender Trainer", sagte der 25 Jahre alte Rückkehrer einen Tag nach der 1:2-Niederlage beim FC Augsburg in Bremen. "Er hat uns damals schon immer top vorbereitet. Jetzt habe ich die erste Analyse als Cheftrainer gesehen, und ich war schon sehr beeindruckt, wie er uns auf den Gegner eingestellt hat."

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Selke hatte bereits zwischen 2013 und 2015 für Werder gespielt und kennt Kohfeldt als Trainer-Assistent. Selke berichtete am Sonntag auch davon, wie der Transfer von Hertha BSC an die Weser in der vergangenen Woche zustandegekommen war. "Wir hatten zwei Tage lange sehr intensive Gespräche, und ich war so oft am Telefon wie noch nie in meinem Leben", sagte er. "Als es dann grünes Licht gab, ging alles sehr schnell."

Trotz des Negativlaufs der vom Abstieg bedrohten Bremer rechnet sich der Stürmer im anstehenden DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund etwas aus: "Mit den Fans im Rücken ist am Dienstag gegen Dortmund alles möglich. Bei solchen Pokalspielen kann man sich auch Selbstvertrauen holen."

Baumann stärkt Kohfeldt: "Wir haben keine Zweifel an Florian"

Eine mögliche Entlassung von Kohfeldt, der seit November 2017 Chefcoach an der Weser ist, steht für den Geschäftsführer Sport nicht zur Debatte. "Man hat wieder gesehen, dass ein klarer Plan da war, der erste Halbzeit komplett aufgegangen ist. Wir haben keine Zweifel an Florian", sagte Frank Baumann. "Wir haben die volle Überzeugung mit Florian." Für Kohfeldt kommt ein Weglaufen aus der Situation nicht infrage. "Natürlich kann ich nachvollziehen, dass die Fans sich Sorgen machen. Jeder kann sich sicher sein, dass ich mich selber extrem kritisch hinterfrage", versicherte der Trainer.


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Die Werder-Krise sieht Baumann nicht auf einen Faktor beschränkt. "Wir haben nicht den einen Ansatzpunkt, wo wir sagen können, da greifen wir an und schon wird alles besser. Wir erreichen nicht unser bestes Niveau", sagte der Ex-Profi der Bremer. "Es ist unnötig, dass wir uns in Führung liegend auskontern lassen. Wir geben die Chancen für den Gegner zu leicht her. Und gleichzeitig sind wir in der Offensive nicht mutig genug im eigenen Ballbesitz."