15. Februar 2020 / 19:03 Uhr

Trotz Pleite in Leipzig: Florian Kohfeldt bleibt Werder-Trainer - Treuebekenntnis von Boss Baumann

Trotz Pleite in Leipzig: Florian Kohfeldt bleibt Werder-Trainer - Treuebekenntnis von Boss Baumann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Boss Frank Baumann hält weiter an Trainer Florian Kohfeldt fest.
Werder-Boss Frank Baumann hält weiter an Trainer Florian Kohfeldt fest. © imago images/Nordphoto
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Werder Bremen hält an Trainer Florian Kohfeldt fest: Nach der 0:3-Niederlage gegen RB Leipzig erneuerte Werder-Sportchef Frank Baumann sein Treuebekenntnis. So sehe der Boss keinen Grund, sich vom Coach zu trennen.

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Die Situation bei Werder Bremen wird immer brisanter: Bei noch zwölf verbleibenden Spieltagen liegt der Nordklub auf Abstiegsrang 17 - mit vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. 51 Gegentore in 22 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Mehr kassierte Werder nur in der Abstiegs-Saison 1979/80. Dennoch sieht Werder-Sportchef Frank Baumann auch nach der 0:3-Niederlage am Samstagnachmittag bei RB Leipzig, keinen Grund, den Trainer auszuwechseln. Der 44-Jährige bekannte sich im Sky-Interview nach dem Spiel sogar deutlich zu Kohfeldt.

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Baumanns Worte sind ein klares Treuebekenntnis in Richtung Kohfeldt: "Irgendwann wird der Tag kommen, an dem Florian Kohfeldt kein Trainer bei Werder Bremen mehr ist. Aber wir sind absolut davon überzeugt, dass dieser Tag auch in der nächsten Zeit nicht gekommen sein wird", sagte der Bremer Ex-Profi und berichtete über seine Eindrücke: "Ich sehe jeden Tag, wie er mit der Mannschaft arbeitet und wie akribisch er sie vorbereitet. Er erreicht die Mannschaft auch, sie steht hinter ihm." Baumann wolle mit dem Werder-Coach, wie er explizit erwähnte, "die richtigen Maßnahmen finden, um uns aus der Situation zu befreien".

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RB Leipzig hat mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen den SV Werder Bremen den Aufwärtstrend nach dem 0:0-Unentschieden bei Bayern München fortgesetzt Zur Galerie
RB Leipzig hat mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen den SV Werder Bremen den Aufwärtstrend nach dem 0:0-Unentschieden bei Bayern München fortgesetzt ©

Werder-Profi Maximilian Eggestein: "Müssen uns hinterfragen"

Für die Bremer, die acht ihrer letzten neun Ligaspiele verloren, wird es nun nicht einfacher: Am kommenden Wochenende empfängt der Nordklub Borussia Dortmund um Superstar Erling Haaland im Weserstadion. Bis dahin muss abstiegsbedrohte Nordklub seine eklatante Standard-Schwäche überwinden. 17 Gegentore in dieser Saison entstanden nach ruhendem Ball. "Wenn du 17 Tore nach Standards bekommst nach 22 Spielen, dann kann irgendwas in der Zuordnung, in der Disziplin, wie du die Standards verteidigst, nicht stimmen", stellte Sky-Experte Dietmar Hamann fest. SVW-Profi Maximilian Eggestein zeigte sich ratlos: "Wir müssen uns hinterfragen, woran das liegt, vielleicht an der Fokussierung. Ich kann mir das nicht erklären", so der 23-Jährige.

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Lukas Klostermann (RB Leipzig): Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass das Tor ein bisschen improvisiert war.....Über das Champions League habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht. K.O. Spiele sind immer was besonderes und ich bin guter Dinge. Wir werden als Mannschaft den Ausfall von Upa gut auffangen. Ein Auswärtstor wäre nicht schlecht, wenn wir weiter zu Null spielen, sind wir glaube ich alle happy.....Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Heute war es auch dem Spielstand geschuldet, dass wir hinten raus nicht alles raushauen mussten. Zur Galerie
Lukas Klostermann (RB Leipzig): "Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass das Tor ein bisschen improvisiert war.....Über das Champions League habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht. K.O. Spiele sind immer was besonderes und ich bin guter Dinge. Wir werden als Mannschaft den Ausfall von "Upa" gut auffangen. Ein Auswärtstor wäre nicht schlecht, wenn wir weiter zu Null spielen, sind wir glaube ich alle happy.....Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Heute war es auch dem Spielstand geschuldet, dass wir hinten raus nicht alles raushauen mussten." ©

Kohfeldt selbst sprach nach dem Abpfiff gegen Hertha von einer "frustrierenden" Situation: "Wir haben jetzt noch 12 Spiele. Auf jeden Fall bin ich kämpferisch. Wir müssen weitermachen." Und das macht Werder vorerst auch mit Kohfeldt. Die richtige Entscheidung? Laut Hamann sollte sich Werder jedoch "die Optionen, einen Trainerwechsel vorzunehmen, offen lassen".