04. Juni 2021 / 09:22 Uhr

"Unbeschreibliches Gefühl": So denkt U21-Matchwinner Wirtz über den Final-Einzug und seinen Tor-Rekord

"Unbeschreibliches Gefühl": So denkt U21-Matchwinner Wirtz über den Final-Einzug und seinen Tor-Rekord

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niklas Dorsch (Mitte) und Lukas Nmecha (re.) wissen, bei wem sie sich zu bedanken haben: bei Matchwinner Florian Wirtz (li.).
Niklas Dorsch (Mitte) und Lukas Nmecha (re.) wissen, bei wem sie sich zu bedanken haben: bei Matchwinner Florian Wirtz (li.). © Marton Monus/dpa
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Florian Wirtz hat die deutsche U21-Auswahl mit seinem frühen Doppelpack gegen die Niederlande ins EM-Finale geschossen. Trotz seines "unbeschreiblichen Gefühls" bleibt der 18-Jährige auf dem Teppich - und auch Bundestrainer Stefan Kuntz tritt auf die Euphoriebremse.

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Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat sich am Donnerstag mit einem 2:1-Sieg über die Niederlande das Final-Ticket für die EM gesichert. Im Endspiel am Sonntag im slowenischen Ljubljana (21 Uhr/ProSieben) trifft die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Kuntz auf Portugal. Dass die DFB-Auswahl dieses Finale bestreiten darf, hat sie zu einem großen Anteil Florian Wirtz zu verdanken. Der Profi von Bayer Leverkusen steuerte zwei frühe Treffer zu dem Halbfinal-Erfolg über Holland bei und sprach danach im TV von einem "unbeschreiblichen Gefühl".

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Der 18-Jährige sorgte mit dem schnellsten Tor der U21-EM-Geschichte nach nur 30 Sekunden für einen perfekten Start der deutschen Mannschaft im Fußball-Klassiker, machte nur wenige Minuten später sogar seinen Doppelpack perfekt (8.) - und legte damit den Grundstein für den umjubelten Einzug ins Finale. "Es ist so schön, dass ich den Jungs und auch dem Team drumherum das hier schenken konnte. Heute hatte ich auch ein bisschen das Glück auf meiner Seite, und das habe ich ausgenutzt", so Wirtz.

Wirtz bleibt bescheiden: "Der Rekord interessiert mich nicht so"

Den historischen Wert seines Treffers kurz nach dem Anpfiff möchte der Leverkusener hingegen nicht überbewerten. "Der Rekord interessiert mich nicht so", erklärte Wirtz - nicht ohne hinzuzufügen, dass es einfach schön sei, "in so einem Spiel für mein Land zu treffen".



Spätestens mit diesem Auftritt dürfte sich der Offensivspieler für noch höhere Aufgaben empfohlen haben. Bereits im vergangenen März hatte ihn Bundestrainer Joachim Löw in den Kader der A-Nationalmannschaft für die WM-Qualifikation berufen, zu einem Einsatz kam Wirtz allerdings noch nicht. Dies scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wenngleich Kuntz nach dem Holland-Spiel bemüht war, den Hype um den Youngster etwas zu bremsen. "Wir sollten den Ball flachhalten", riet der U21-Coach.

U21-Trainer Kuntz dämpft den Wirtz-Hype

Kuntz verwies bei seiner Argumentation auf die zuletzt unterschiedliche Berichterstattung: Im vergangenen Spiel gegen Dänemark habe Wirtz laut den Kritikern enttäuscht, jetzt werde er in den Himmel gehoben. "Ein bisschen Mittelmaß ist da besser. Er ist ein sehr junger Mensch, der schon mit sehr viel Erfolg und vielen Schlagzeilen umgehen muss", erklärte der 58-jährige Fußballlehrer. So viel steht fest: Sollte Wirtz gegen Portugal am Sonntag eine ähnliche Show abliefern, wird er erneut die Schlagzeilen dominieren.

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!